Tagebuch der Lustbarkeiten: Poesie/Musik, Reisen und Ankommen

Gestern abend also hatte meine Freundin und Poetin Eleni Pagoni ihren ersten großen Auftritt. In einer neoklassischen Privatvilla in Maroussi – nördlichem Vorort von Athen – trug sie ihre neuesten Gedichte vor, doch nicht allein und unbegleitet; Ihre freundliche Menschenstimme musste sich gegen wild-archaische Flötentöne des amerikanischen Musikers Joe Tornabene durchsetzen. Das war eine Herausforderung, der sie nicht immergewachsen war. Ich werde die Texte nachlesen müssen. Doch die Grundidee des Wechselgesangs von vernunftbegabter Menschenstimme und wilden Urlauten faszinierte, und die großartige Performance des Musikers schlug mich in den Bann. Ich bin sehr gespannt, wie sich diese Zusammenarbeit weiter entwickeln wird.

Zum Abschied gabs noch einen kleinen Fototermin: zweite von links Eleni Pagoni, ganz rechts Joe Tornabene, daneben die Inhaberin und Veranstalterin dieses Kulturraums. Insgesamt waren 12-14 Menschen der Einladung gefolgt.

Heute nun verließen wir Maroussi, um in unsere andere Heimat, die Mani, zurückzukehren. Die hohen arkadischen Berggipfel waren leicht verschneit, aber die neu erworbenen Schneeketten brauchte ich nicht. Wir machten Halt in einem  kleinen Gasthaus, um etwas zu essen und arkadische Spezialitäten (Joghurt, Käse, Äpfel, Brot) zu kaufen. Da es kalt war, setzten wir uns in die Gaststube. Für mich gabs geschmorten Blumenkohl mit Kartoffeln und einen doppelten griechischen Kaffee, leicht gesüßt. Draußen waren Handwerker dabei, den Außenraum neu zu gestalten.

Ein arkadischer Schäfer mit schön geschnitzem Hirtenstab schaute den Arbeitern zu.

Zu Hause erwarteten uns die Katzen und auch der fremde Kater, den ich immer verscheuche. Nun ist längst Nacht. Die Zentralheizung funktioniert, Fritzi liegt auf ihrem Lieblingssessel und im Kamin brennt ein Feuerchen….

 

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About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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4 Responses to Tagebuch der Lustbarkeiten: Poesie/Musik, Reisen und Ankommen

  1. Avatar von Leela Leela sagt:

    Schön, dass ihr wieder heizen könnt…

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  2. Schön und interessant. Zwei Fragen bleiben noch. Aber man muß ja auch nicht alles wissen.

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