Spaziergang in Kampos (Fotografie)

Heute waren wir bei schönstem Septemberwetter (ich weiß, man nennt den Monat Oktober) mal wieder in Kampos, unserem bäuerlich geprägten Zentralort (372 Einwohner), um spazierenzugehen, in der Bäckerei einen duftenden Brotlaib und in Katerinas Supermärktchen alles sonst noch Erwünschte einzukaufen. (Siehe auch https://gerdakazakou.com/2020/10/04/unterwegs-in-der-westlichen-mani-byzantinische-kirche-in-kampos/ , https://gerdakazakou.com/2020/06/15/tavernenskizze-in-kampos-taegliche-zeichnung/ und https://gerdakazakou.com/2019/05/16/taverne-in-kampos-kuli-zeichnung-bearbeitungen/)

Der Spaziergang führte uns über einen teilweise überwucherten und verschlammten Pfad fast bis zum Nachbardorf Orovas, zurück ging es dann über die Landstraße. Die Photovoltaik-Anlagen, die jetzt an vielen Orten anstelle von Olivenbäumen in die Landschaft gepflanzt werden, sind ja nicht besonders schön auzusehen, aber besser als Windräder sind sie allemal.

Die Hauptkirche von Kampos Ag. Barbara – ein mächtiger Bau aus dem 19. Jahrhundert – war heute offen, und so konnte ich erstmals auch den Innenraum mit seiner hohen Kuppel und den Wandbemalungen anschauen.

Alles schön und prächtig bis hin zu den vergoldeten kaiserlichen Doppeladlern an den Absperrungen der Sitzreihen. Am meisten aber gefiel mir das Tageslicht, das durch die offene Kirchentür hereinströmte und wie eine bläuliche Offenbarung über dem gefließten Boden schwebte.

 

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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15 Antworten zu Spaziergang in Kampos (Fotografie)

  1. mmandarin schreibt:

    Ja, sehr schön und friedlich. Danke fürs Mitnehmen. Marie

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  2. kopfundgestalt schreibt:

    Das reinströmende Blau ist klasse!

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  3. Das sind interessante Impressionen liebe Gerda!
    Olivenbäume müssen Photovoltaikanlagen weichen, wie umweltschädlich ist daß denn!
    Diese schönen Charakterbäume wurden umgebracht!😪😪😪😪😪

    Ja Gerda alles was gestern gut war, wird ausgemustert denn, das Olivenöl dieser Bäume war sicherlich sehr gesund und hat die Vögel auch nicht geblendet!

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Babsi, die meisten Bäume stehen ja noch. Eigentlich ist es sogar untersagt, alte Bäume abzuhauen, um Platz für Photovoltaik-Anlagen zu schaffen, aber es geschieht dennoch, und das ist ein Verbrechen. Auf der anderen Seite geben diese Anlagen recht sicherem Strom und den Bauern ein Extraeinkommen (die E-Gesellschaft kauft ihnen den Strom ab), was bei den niedrigen Ölpreisen leider durchaus lukrativ ist. (Die Bauern bekommen 2.80-3.20 E pro Liter Öl). So hängen die Dinge in vielfältiger Weise zusammen und sind schwer aufzudröseln.

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  4. Ule Rolff schreibt:

    Das klingt so entspannt, Einkauf mit Spaziergang. Daneben ein Besuch in einer Kirche als Kulturprogramm … perfekt.

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  5. Gisela Benseler schreibt:

    Wunderbar alles: Die Landschaft – und daß Ihr sie zusammen erwandert – und diese Kirche und das Licht, das durch die offene Tür hereinfällt. Das goldene Kreuz, getragen vom kaiserlichen Doppeladler, ist eigentlich wie ein Bekenntnis, dies auch zu erfüllen.

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  6. Da scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Und was die modernen Energieanlagen betrifft, so muss man sich damit abfinden. In der Krummhörn, meinem Rückzugsort in Osfriesland sprießen die Windräder nur so aus dem Boden. Dafür verschwinden aber die Kohle- und Atomkraftwerke. 😉

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    • gkazakou schreibt:

      Die Windräder mag ich gar nicht, sie vernichten Vögel und Insekten. Und es sind breite Trassen und viele Kabel nötig, die die Berge versauen. Aber die Fotovoltaik ist für mich in Ordnung. Auch da bin ich allerdings gegen die „Zersiedelung“. Jetzt wird die riesige alte auf Kohle basierende Anlage von Megalopoli stückweise runtergefahren und stillgelegt, und an der Stelle eine sehr große Photovoltaik-Anlage gebaut. Das lasse ich mir gefallen. Auch finde ich, solche Anlagen sollten nicht ins Gelände, sondern parallel zur Autobahn erstellt werden,wo es sowieso schon Krach und Verkabelungen gibt.
      Atomkraftwerke gibt es in Griechenland nicht, die wurden in einem Grundsatzbeschluss des Parlaments schon vor vielen Jahren ausgeschlossen, weil wir Erdbebengebiet sind. Aber Erdwärme könnte gefördert werden.

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  7. Die eindrucksvollsten Windräder habe ich bei meinem ersten Besuch auf Kreta Anfang der achtziger Jahre gesehen. Sie waren teilweise mit Laken bespannt noch in Betrieb. Ich frage mich, ob spätere Generationen unseren dann in die Jahre gekommenenen Anlagen auch noch einen ästhetischen Reiz abgewinnen können… Fotovoltaikanlagen sind in Griechenland natürlich wegen der vielen Sonne viel sinnvoller als bei uns.

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    • gkazakou schreibt:

      Diese „Windräder“ sind Mühlen fürs Mahlen des Getreides gewesen, nicht für die Stromgewinnung (wie du natürlich weißt). Ästhetisch sehr eindrucksvoll. Manche wurden zu Wohnungen umgebaut, ich war mal in einer auf Hydra, höchst gemütlich. dagegen diese ekelhaft/l’cherlichen Skelette auf den Bergkämmen heute – wie kannst du die überhaupt vergleichen? 😦

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  8. Bruni Wortbehagen schreibt:

    So viel Gold und so virl Prunk, liebe Gerda, aber dann das durch die offene Tür hereinfallende Licht des Tages, und diese schlichte Schönheit gefiel mir viel besser als das gesamte goldene Innere der Hauptkirche von Kampos Ag. Barbara

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    • gkazakou schreibt:

      Ja, Bruni.Aber um das Licht so wahrzunehmen, ist es gut, erst mal in einen Kirchenraum hineinzugehen. Danach wirkt die Natur viel stärker auf die Sinne. So geht es mir auch bei Ausstellungen. Hinterher sehe ich besser.

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  9. Bruni Wortbehagen schreibt:

    So kenne ich es auch *lächel*

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