Unterwegs in der westlichen Mani: Byzantinische Kirche in Kampos

Kampos ist unser Hauptdorf – mit einem nur kleinen Dorfkern und einer offenen Struktur, die locker ins ländliche Umfeld ausgreift. An der im Sommer stark befahrenen Hauptstraße, die von Kalamata nach Kardamili, Stoupa und zu anderen touristischen Orten der Mani führt, steht eine äußerlich recht unscheinbare Kirche, „die Heiligen Apostel“. Im 12. Jahrhundert erbaut, mit Spolien aus dem 5. Jahrhundert, ist sie Innen über und über mit Fresken bedeckt, die bei einer Renovierung in den 70er Jahren einigermaßen wiederhergestellt wurden. Die Fresken sind nicht so alt wie die Kirche, dürften mehrheitlich aus dem 18. Jahrhundert stammen.

Heute nach dem Mittagessen auf dem Dorfplatz setzte ich mich ins dunkle kühle Innere der Kirche, um ein wenig zu zeichnen.

Natürlich fotografierte ich auch, wobei ich mich vor allem auf Details kaprizierte.

Bei den Augenpartien mancher Heiligen fiel mir eine große Verwandtschaft mit Picassos Portraits aus der früh-kubistischen Phase auf. Zufall? Einbildung?

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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17 Antworten zu Unterwegs in der westlichen Mani: Byzantinische Kirche in Kampos

  1. felsenquell schreibt:

    Oh, diese östliche Bilderwelt! Und wie fabelhaft Deine Architekturzeichnungen!

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  2. Ule Rolff schreibt:

    Ich finde ja eher, es sind El Greco – Augen.

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    • gkazakou schreibt:

      Das wäre nicht wirklich ein Widerspruch, denn Picasso hat Greco außerordentlich geschätzt und genau studiert (es gibt etliche Untersuchungen zu Grecos Bedeutung für den Kubismus). El Greco (eigentlich Domenicus Theotokopoulos) hat seinerseits als Ikonenmaler begonnen – womit die Verbindung zu den Fresken meines Kirchleins hergestellt wäre. 🙂

      Gefällt 4 Personen

    • gkazakou schreibt:

      Doch, ja, das darf man so sagen.Picasso hat als junger Maler tatsächllch Greco kopiert. Jeder lernt von den Vorgängern – oder sollte esdoch unbedingt tun. Bei den Dichtern und Komponisten ist es nicht anders. Und auch bei dem Schreinern und Klempnern nicht. Selbst das Sprachelernen ist ja in großem Umfang ein Kopieren (Nachahmen), das dem freien Gebrauch vorausgeht. .

      Gefällt 2 Personen

  3. kopfundgestalt schreibt:

    Das linke Auge von Picasso liegt merkwürdig in der Augenhöhle, das hat mich schon immer irritiert. Fernande?

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  4. Deine Zeichnungen sind fantastisch und Dein Zeichenstil ist für mich immer wieder beeindruckend!👏👏👏👏👌👍
    Liebe Grüße Babsi

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  5. Gisela Benseler schreibt:

    Sehr schön. Ich denke mal, Picasso hat die Fresken auch studiert.

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  6. Mitzi Irsaj schreibt:

    Ein schöner Ort. Sowohl auf deiner Zeichnung als auch auf den Bildern.

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  7. www.wortbehagen.de schreibt:

    Wunderschön ist die kleine byzantinische Kirche und ebenso schön finde ich Deine Zeichnungen aus den Innenräumen.
    Die Ähnlichkeit mit Picasso Portaits fiel mir auch sehr auf, Gerda.

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