Blick hinauf und hinab (Bäume im Stadtwald)

Gestern ließ ich die Stämme der Bäume an mir vorbeilaufen, während ich ging. Hier noch einmal drei gestrige Skizzen, die ich neu fotografiert habe – plus zwei, die ich gestern vergessen hatte.

Heute tat mir der Rücken weh. So blieb ich oft stehen und schaute  – ein einsamer Baum ragte weit über das ferne Gebirge hinauf in den Himmel, an dem der zunehmende weiße Mond trieb.

Dann wieder senkte sich mein Blick hinab in die Mulden und kleinen Täler, die ein wenig unterhalb des Wegs liegen und deren reiches Licht-Schatten-Spiel mich sehr anzieht.

Über eine Umfassungsmauer schaut man in eine noch tiefere Senke des Geländes, durch das sich ein hellerer Pfad schlängelt.

Die Fotos der Skizzen gelangen heute besser, denn es gab eine Resthelligkeit, als ich heimkam. Dennoch habe ich wieder mit zwei Fotoshop-Filtern herumgespielt, entweder um die Licht-Schatten-Effekte des Fotos zu nutzen….

… oder um die graphische Wirkung zu verstärken.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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15 Antworten zu Blick hinauf und hinab (Bäume im Stadtwald)

  1. kunstschaffende schreibt:

    Das Erste ist mein Favorit, es hat Tiefe und ich habe das Gefühl selbst diesen Weg zu gehen!👏👏👏👏👌👍🙋‍♀️

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  2. wechselweib schreibt:

    Sehr dynamisch!🚶‍♀️🏃‍♀️

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  3. Ulli schreibt:

    Selbstredend sind Baum und zunehmender Mond ein Moment der Rhythmen – höre ich eine Melodie von allem das wiederkehrt und doch endlich ist – alles andere steht unter den Zeichnungen.

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  4. wildgans schreibt:

    Gehen ist wichtig. Im Gehen ab und zu innehalten, nicht nur wegen Rückenweh, auch.
    Derzeit lese ich ein Buch: Erling Kagge: Gehen. Weiter gehen. Eine Anleitung (die es eigentlich nicht braucht)
    Wenn ich gehe, sehe ich kleine Dinge, sammle die oft ein, Zapfen, Steinchen und dergleichen – oder, wenn ich nach Oben schaue: ganz große, wie das blaue Himmelszelt.
    Jedenfalls kein Meer und keine Bäume.
    Was für ein Glück du hast!

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    • gerda kazakou schreibt:

      O ja, gehen ist wichtig! Und stehen bleiben und einsammeln auch. Was nützt das schönste Meer, der verführerischste Wald, wenn man sie auf Schnellbooten oder Rennrädern durchrast? Nee, das ist nix für mich. Glück hast du auch, weil du Augen im Kopf und die Fähigkeit hast, Dinge wahrzunehmen.

      Gefällt 1 Person

  5. Dein Text verrät, dass du über deine Zeichnungen das Naturerlebnis irgendwie auf doppelte Weise erlebst. Da wird ein Spaziergang zu einem wahren Ereignis.

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  6. Peter Klopp schreibt:

    Gehen und auch stehen bleiben sind so wichtig, will man die kleinen kostbaren Schätze unserer Welten bewundern und sammeln. Mit Photoshop kann man dann noch die ganz persönlichen Akzente setzen. Hab noch ein wunderbares Wochenende, liebe Gerda!

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  7. bruni8wortbehagen schreibt:

    Endlich bin ich Dir jetzt auch gefolgt, hinauf und auch hinab, liebe Gerda und die Skizzen, als Du mit Rückenschmerzen losgegangen bist, die sprechen noch mal eine andere Spache als die vorherigen.
    Bei der ersten Skizze nach dem einsamen Baum, da sehe ich Dich schon hinein in den lichten Weg schau´n und bei den beiden letzten Bearbeitungen, beim linken, da sehe ich es wieder, das, was Du so wundervoll herausgearbeitet hast. Es scheint das Licht, das Lichte der Mitte zu sein.

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  8. gerda kazakou schreibt:

    „das Licht der Mitte“ – o, wie mir das gefällt. Gestern protestierte ich im Kommentar zu einem Gedicht bei Frau Wildgans, das uns empfahl, uns als blauen Rauch aus seiner Zigarette anzusehen (https://wildgans.wordpress.com/2019/01/18/du-blauer-verschwebender-rauch/: „Suche nicht nach dir selbst. Du bist nicht!“) und schrieb: „Ich bin der helle Funken in meiner Brust, …“, Das gefiel niemandem. Ich dachte es mir schon, wie kann man gegen eine gelungene poetische Bildschöpfung protestieren! Nun, ich schon. Wenn man mir mein Licht in der Mitte, mein Ich, abspricht… 🙂

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