Neue Legearbeit: Stall mit angebauter Kirche, oder Wir sitzen in einem Boot

Stall mit angebauter Kirche“ oder: „Wir sitzen in einem Boot„. Neue Legearbeit aus denselben nun schon bekannten Schnipseln.

Eigentlich war es ja eine Höhle. Darin gab es Stroh und eine Futterkrippe für Schafe und Ziegen. Immer noch besser als die kalte Winternacht, sagte Joseph zur Maria. …

Inzwischen wurde tüchtig angebaut. Höhle – Stall – Palast – Dom. Die Gläubigen stehen Schlange, um dem Priester ehrerietig die Hand mit dem großen funkelnden Stein zu küssen. Irgendwo dahinten liegt vielleicht noch das Kind, von Flöhen zerbissen.

Manche behaupten ja: Wir sitzen alle im selben Boot. Wenn das so ist: Wohin nehmen wir Kurs?

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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16 Antworten zu Neue Legearbeit: Stall mit angebauter Kirche, oder Wir sitzen in einem Boot

  1. kunstschaffende schreibt:

    Wohin nehmen wir Kurs sagst Du, ganz ehrlich, ich möchte es garnicht wissen!

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  2. Peter Klopp schreibt:

    Ein guter Vergleich mit dem Boot, in dem wir alle hier auf Erden sitzen! Die Frage nach dem Kurs ist noch besser. Alles Gute zum Neuen Jahr!

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  3. wildgans schreibt:

    Zwischen den Jahren gibt es kaum genau anzusagende Kurswege, alles basiert auf Vermutungen. Es wird schon eine richtige Spur geben!

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  4. ann christina schreibt:

    Gute Frage. Und noch eine: Wer steuert das Boot? Leider anscheinend die Falschen, denn es fährt in eine ziemlich üble Richtung… Es bräuchte einen neuen Steuermann – um zum Thema deines Bildes zurück zu kommen.

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    • gkazakou schreibt:

      Ich wei- nicht, liebe ann christina, ob ich die Kursberichtigung einem „großen Steuermann“ (so nannte man Mao) anvertrauen möchte. Vielleicht soll uns auch nur weißgemacht werden, dass wir in einem Boot sitzen … Liebe Grüße!

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  5. Ulli schreibt:

    Gestern las ich von Auster diesen Satz (sinngemäß): „die Welt und das Leben sind doch wunderschön, wenn man nicht genau hinschaut“ und genau so geht es mir gerade mit deiner Frage, ich hoffe das Beste, aber ich denke darunter an nichts Gutes…
    herzlichst
    Ulli

    Gefällt 2 Personen

  6. www.wortbehagen.de schreibt:

    wendet sich die Welt von der Ärmlichkeit und die Prozession geht dem Glanz entgegen?

    Das Kind in der Krippe, von Flöhen zerbissen …

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    • gkazakou schreibt:

      So war meine Message in etwa gemeint. (Auch) die Kirche liebt die Pracht, damit zieht sie die Menschen in ihren Bann. Die arme Familie in der Grotte dient ihr als Eckstein für ihren mächtigen Bau, damit legitimiert sie sich. Liebe Grüße dir!

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      • www.wortbehagen.de schreibt:

        Wundervoll formuliert, liebe Gerda. Es sind auch meine Gedanken!
        Sehe ich viel Güldenes in einer Kirche, einem Dom, einem Münster, dann stehe ich betroffen da und wundere mich.
        Liebe Grüße an Dich

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  7. kopfundgestalt schreibt:

    Wohin wir treiben? Das wissen wir nicht
    Wir kennen nur die Geschichte und die ist voller Greuel.
    Laut einer Analyse gab es noch nie so wenig Todesfälle durch Gewalt wie in inseren Zeiten. Immerhin.
    Erich Fromm hat zu beweisen versucht, dass der Mensch nicht von Natur destruktiv ist. Ich hatte diese Arbeit gelesen, glaube aber nicht daran.
    Daher: Lasset uns beobachten, was passiert und wohin es geht.
    Guten Rutsch schon jetzt!

    Gefällt 1 Person

  8. gkazakou schreibt:

    Warum so eilig, lieber Gerhard? Noch sind es dreieinhalb Tage bis zum Jahreswechsel, das kann alles und nichts bedeuten. Wie auch die allgemeinen Sätze über die Destruktivität oder Friedfertigkeit des Menschen. Alles Liebe!

    Gefällt 1 Person

  9. Pingback: Arbeit mit Susannes Schnipseln – Vorüberlegungen und 2 Versuche | GERDA KAZAKOU

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