Rom – der Tiber

img_8400a Noch lange nicht habe ich alle Schätze dieser Reise gesichtet. Aber ich nehme jetzt Abschied von der großen Stadt. Denn ich muss mich der Gegenwart zuwenden. Das ist nicht leicht, denn die gewaltige Menge an Eindrücken, die ich in drei Tagen aufgenommen habe, schwirrt mir im Kopf und drängt sich vor, lässt das gegenwärtig Erlebte verblassen. Das möchte ich nicht. Denn sind die drei Tage, die ich nun wieder in Griechenland bin, weniger wichtig? Brauchen sie nicht auch meine volle Aufmerksamkeit? Ich meine, ja.

Also Adieu du schöne Stadt Rom! Vergessen werde ich nichts von den Schätzen, die du mir gezeigt hast. Dann und wann werde ich etwas davon heraussuchen und einbauen in meine Gegenwart. Jetzt aber: Adieu! Oder besser: Arrividerci.

In mir behalte ich vor allem anderen deinen Fluss. Er lebt in mir weiter. Manchmal ruht er grau und glänzend wie ein zufriedenes Reptil zwischen den grünen Ufern.

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Jeden Morgen begrüße ich ihn als erstes, denn wohlweislich habe ich unser Quartier in seiner Nähe aufgeschlagen.Die Brücken spiegeln sich in dem kaum bewegten Wasser.

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Ein Flussboot liegt still am Unkraut überwucherten Kai.

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Langsam färben erste Sonnenstrahlen die mächtigen Mauern, und mit ihnen erscheinen die ersten Menschen.

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Wohnboote, Ausflugsboote liegen vertäut am Kai und spiegeln sich gemeinsam mit den mächtigen Platanen der Uferstraße im glatten Spiegel des Wassers.

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Jeden Abend ist der Fluss mit seinen Brücken das letzte, was ich mitnehme in meinen Schlaf und Traum.

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So werde ich ihn auch heute noch einmal  mitnehmen in meinen Traum. Aber morgen bin ich dann angekommen im Hier und Jetzt meiner Mani, am Meer, bei den Olivenhainen und den violetten Büscheln der Zyklamen.

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Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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6 Antworten zu Rom – der Tiber

  1. Arabella schreibt:

    Ewige Stadt, nicht wahr.

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  2. mmandarin schreibt:

    Eine Brücke ist doch ein wunderbares Symbol für das wandeln zwischen zwei Orten. Wenn nicht real, dann eben im Traum. Ich kenne das nur zu gut, wenn man nicht mehr ganz dort und auch nicht im Hier angekommen ist. Lass dir Die Zeit, die du brauchst. Die Stimmung am Fluss hast du wunderbar eingefangen. Ich wünsche dir einen wachen oder verträumten Tag. So wie du es brauchst. Marie

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  3. Ulli schreibt:

    Früher träumte ich davon in und auf einem Hausboot zu leben, gerade eben wurde dieser Traum wieder wach …
    danke für die schönen Tiber-Bilder und die Brücken, die von hier nach dort gehen, die du in diesem Artikel von gestern zu heute errichtet hast.
    Geniesse den Tag in „deiner“ Mani
    Ulli, noch immer unter blauem Berghimmel …

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  4. bruni8wortbehagen schreibt:

    Haus/Wohnboote, Ausflugsboote – total interessant, was sich da alles versammelt am weltberühmten Fluß der Stadt auf den sieben Hügeln.
    Habt Ihr vielleicht auch auf einem Hausboot übernachtet, liebe Gerda?

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    • gkazakou schreibt:

      Nee, leider. Auch ich hatte mal den Traum, auf einem Flussboot zu leben, das leichte Schaukeln im Blut und das Klopfen der Wellen gegen das Holz im Ohr – als Kapitänin, mit der Wäsche an der Leine im Fahrtwind flatternd. Meine Nichte hats geschafft, hat während des Studiums in London auf einem Boot gelebt, verankert am Kai der Themse.

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  5. bruni8wortbehagen schreibt:

    *lächel*, sie hat sich bestimmt sehr wohl dort gefühlt.
    Ich erinnere mich an das Hotelschiff in Basel… Es scheint davon viele zu geben.

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