Mit Collagen habe ich schon früh experimentiert. Ich benutze bemalte Papiere, setze sie in Bilder ein, übermale erneut. Was so entsteht, sind keine Bildgeschichten wie die, die ich euch seit ein paar Monaten zeige. Es sind auch keine herkömmlichen Collagen, die von den auf den Bildfetzen erkennbaren Motiven leben. Das gesamte Bild ist ein Symbol.
Das heutige Bild, entstanden vor ein paar Jahren, habe ich „meinem Großvater gewidmet, der ein Fischer war“. So der Titel. Ihr kennt meinen Großvater nicht, wisst nichts von seiner Lebensgeschichte. Sie braucht euch auch gar nicht zu interessieren. Ihr könnt das Bild betrachten und beurteilen, ohne irgend etwas vom Inhalt zu begreifen. Es ist abstrakt.
Zu meines Großvaters Biografie sage ich nur so viel: Er lebte zuletzt mit Frau und Kindern in einer Hütte an einem Mecklenburgischen See. Er starb 1945 am Hunger. Der erste Sohn war 1942 gefallen (mein Vater). Der zweite Sohn trieb irgendwo zwischen Russland und dem zertrümmerten Deutschland. 




wunderschöne Erinnerungsbilder Gerda, weil abstrakt, sensible Verarbeitung einer Familiengeschichte,die collageartigen Bilder sprechen für sich.
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danke Afrikafrau für deinen Kommentar.
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Die Bilder haben mich berührt. Danke fürs virtuelle Ausstellen.
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Hallo Nomadenseele! echte Nomaden verstehen sich auf Anhieb….
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Pingback: Samstag ist Märchenstunde: Von dem Fischer un syner Frau | GERDA KAZAKOU
Beim letzten Bild, da sehe ich Dich wie Du einen neuen Weg begehst. Du wirkst gefasst, stolz und entschlossen.
LG Babsi
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