Happy End

Happy End ist ein Musical von Bert Brecht, Elisabeth Hauptmann und Kurt Weill. Sehr erfolgreich war es nicht. Wen interessierten schon die Versuche von Lilian, Leutnant der Heilsarmee, den Gängster Bill von seinem schändlichen Tun weg und auf den Weg des Glaubens zu führen? Geblieben sind einige Songs, die mir nicht aus dem Kopf gehen wollen. Zum Beispiel der Matrosen-Tango, den Lilian, vom Wiskey angetörnt, ihrem Bill vorsingt.

Happy End

(…)

Und das segelt so hin – und das kommt auch mal an
Und ein lieber Gott lässt sich nicht blicken
Und dem lieben Gott, dem liegt vielleicht auch gar nichts daran
Und wenn, na dann muss er sich drein schicken –
Na also, good-bye!
(….)

Ja das Meer ist blau so blau, und das geht alles seinen Gang. Und wenn die Chose aus ist, fängt es von vorne an. Ja das Meer ist blau, so blau
(….)

IMG_4812 blau

Jetzt braucht da nur einmal ein Sturm zu kommen
Na ja, da ist’s ja schon, das Dock von Birma –
Halt du, das ist doch nur ’ne schwarze Wolkenwand

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(….)

Und das Wasser, das steigt, und das Schiff, das versinkt
Und ein rettender Strand lässt sich nicht blicken
Nur ein Schiff, das nicht schwimmt, nur ein Strand, der nicht winkt
Na, da muss jeder sich dreinschicken –
Na also, good-bye!  (….)

 

IMG_2286 bearbeitet

Ähnlichkeiten mit der Situation im Lande, in dem ich lebe, sind nicht zufällig. Good buy. Da muss man sich drein schicken.

 

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter die griechische Krise, Katastrophe, Vom Meere abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Happy End

  1. ingrid schreibt:

    Happy end
    Good-bye
    Good buy
    Wie passt das zu einander?
    Du suchst doch nicht etwa Käufer für das Land in dem wir so gerne leben, Gerda mou?
    Ingrid sou ☆

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    • gkazakou schreibt:

      Natürlich nicht, Ingrid. (Der Ausverkauf des Landes betrifft nicht mich persönlich, es sind andere, die auswandern müssen). Im übrigen sagt es das Brecht-Liedchen mit seinem zynischen „Na, da muss sich jeder drein schicken“.

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  2. ingrid schreibt:

    Zum Auswandern passt „Good-bye“
    aber wozu „Good buy“ ?

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    • gkazakou schreibt:

      Billiges Einkaufen für die, die sich in den Besitz der Ausgewanderten setzen. Die einen verscherbeln ihren Besitz, weil sie gehen müssen, die anderen aus den Ländern, in denen die Auswandernden Arbeit suchen, haben das Geld und den Vorteil des günstigen Einkaufs. Good bye für die einen, good buy für die anderen. Das gilt nicht nur für die einzelnen, sondern auch für die Länder als Ganzes. Ich dachte, es versteht sich von selbst.

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  3. ingrid schreibt:

    Sorry

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    • gkazakou schreibt:

      Wieso sorry? die meisten werden den Unterschied zwischen bye und buy gar nicht bemerkt haben. Du bist eine aufmerksame Leserin, und du denkst nach, stellst Fragen. Das tut gut.

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  4. Pingback: eine Fahrt ins Blaue | GERDA KAZAKOU

  5. kunstschaffende schreibt:

    Was für den einen ein Segen (guter Kauf) ist für den Anderen (Abschied) Verlust im Leben!
    Diese ungleichen Verschiebungen sind ein Tal der Trauer, denn auch diese Art der Flucht ist Frust!

    LG Babsi

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