Jeden Sonntag steige ich hinab ins Blog-Archiv, um zu sehen, was mich an einem Tag wie diesem in früherem Jahr beschäftigt hat. Diesmal ging ich sechs Jahre zurück, ins Jahr 2020. Da waren wir im Heimatdorf meines Schwiegervaters (den ich nicht kennenlernte): Dimitsana in Arkadien. Ein beeindruckendes Dorf inmitten der Berge, mit hoch sich türmenden steinernen Bauten, großen Kirchen und einer bedeutenden Geschichte. Dass es schon in Zeiten bewohnt war, als man ohne moderne Maschinen zyklopische Mauern aufschichten konnte, beweisen einige erhaltene Reste der antiken Stadt Tephthis. Pausanias berichtet, dass Tephthis sich am Trojanischen Krieg beteiligte und in der klassischen und hellenistischen Zeit sehr wohlhabend, doch im 2. nachchristlichen Jahrhundert, als er es besuchte, nur noch eine unbedeutende Ortschaft war.

Betrachtet man die unwirtlichen Berge, das raue Klima und die steilen Abgründe, an deren Grund der Fluss Loussios schäumt (in ihm wurde der neugeborene Zeus gebadet), ist es schwer vorstellbar, wie sich hier einmal eine blühende Stadt entwickeln konnte. Und doch!

Tal des Loussios
Ich werde jetzt nicht die ganze Geschichte erzählen, sondern nur ein paar Zeichnungen zeigen von damals, als ich Dimitsana und den Nachbarort Karitaina besuchte.


Ansicht von Dimitsana

Ansicht von Dimitsana

Karitaina, Klosterkirche
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