Noch habe ich keinen Einfall, was dieses „Neue Jahr“ charakterisieren wird bzw soll. 2021 war es der willensstarke Willi, der sich im Laufe der Zeit in Willie wandelte und schließlich ganz verschwand. 2022 war es Dora, die liebenswerte Schenkerin mit der Latüchte. 2023 brachte uns das Welttheater, mit Domna, der blinden Poetin, als Leitfigur, mit Clara, Jenny, Danai, Trud und all den anderen Darstellern.
2024? Gestern kamen mir nur düstere Assoziationen. Der Nachthimmel sah auch merkwürdig aus, und kein Stern war zu sehen.
Nein, sagte ich, kommt gar nicht in Frage, dass ich dem Angstmacher zu Diensten bin. Bevor ich das Jahr aufs falsche Gleis setze, warte ich lieber ab und sehe, wie es sich zeigen will.
Und siehe da: Es zeigte sich bisher in allerbester Stimmung! Nach dem Aufstehen, Katzenfüttern, Frühstücken … machte ich mich auf den Weg zum Meer. Unterwegs hielt ich bei den alten Oliven..
machte bei einer Blüten überrankten Pforte halt und plauderte mit Herr und Hund ,,,,
und wanderte entlang der Akrogiali-Bucht…
bis zur Sandova-Bucht, hier mit Blick zurück auf Akrogiali.
Bei Hobos Bar, deren Sonnenschirme und Sommerinstallationen wie jedes Jahr Wind und Wetter überlassen blieben, machte ich halt, um ein wenig zu zeichnen. Ich mag diese chaotische Welt von sinnlosen Formen und habe mich schon früher mal an ihnen abgemüht (Fotos hier. Fotos und Zeichnungen hier). Ich mag auch die Symbolik.
Dies mein heutiger Versuch.
Doch dann zog es mich ins Meer. Schwimmen am 1. Januar, wie lange hatte ich das nicht mehr getan? Kalt war das Wasser, ja, aber sehr erfrischend, und ich hatte es gar nicht sehr eilig, wieder rauszukommen.
Dann über den Felsvorsprung spazieren, weitere Fotos machen, einen salzigen Salat sammeln …
und über Akrogiali zurück. Am Minimarkt eine Blüte bewundern, die zusammen mit einer Katze und einem gelben Abfalleimer ein hübsches Stillleben bildete.
Der Anstieg durch den Olivenhain fiel mir heute leicht. Und als ich in unseren Garten trat, das goldrote Laub des Aprikosenbaums, die weißen Rosenblüten, den roten Hibiskus und die Katzenmeute begrüßend, dachte ich:
Ein schönes Jahr wird dieses 2024. Ist ja auch eine schöne harmonische Zahl…
Mein Mann hatte inzwischen einen Braten im Backofen vorbereitet und den Tisch gedeckt (im weißen Schälchen der Salat, den ich an der Küste gesammelt hatte).
Eine Wassilopita – den traditionellen Kuchen, den man am 1. Januar anschneidet – hatten wir gestern schon bei Freundin Nena besorgt. Der Glückspfennig steckte im Stück „fürs Haus“. Auch das ist ein gutes Omen. Denn wenn es dem Haus gut geht, geht es auch allen darin Wohnenden gut.
Nun darf es also beginnen, das neue Jahr. Ob mir noch eine neue Leitfigur einfällt, um diesem Jahr eine Form zu geben?
Im Welttheater war es die Figur der Transparenz, die zuletzt die Szene beherrschte. Das wäre vielleicht eine Idee: Transparenz ist kein so schlechtes Motto.









Ich wünsche dir ein gesundes und glückliches neues Jahr liebe Gerda ❤
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Vielen Dank, lieber Arno! Dito!
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Lasse Dir Zeit. Es gibt einen Zusatztag. Der 29. Februar ist ein Extra Tag. Zauberwort Schaltjahr.
LG Jürgen
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Danke für den Hinweis, lieber Jürgen. 🙂 Du meinst also, ich soll mir bis Ende Februar Zeit lassen? Ist noch ziemlich lange hin bis dann….
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Da kann ich nur atemlos staunen: Über so viel Schönheit. Danke, Gerda.🙋💕🍀Und über so viel Mut! (Baden am 1. Januar)
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🙂 Danke, Gisela. Es war kalt, aber nicht schockierend.
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❄️♥️
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Was für ein guter, fröhlicher, hoffnungsvoller Einstieg in das Jahr 2024. Ja Transparenz ist gut, so klar wie das Wasser da bei Euch 🏊♀️💙
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Danke, Johanna. ja, eswar ein herrliches Licht heute, und das Wasser ist klar bis zum Grund. Doch was wird man sehen, wenn in anderen Dingen Transparenz herrschen würde? Es graut mir ein wenig davor.
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Ja mir auch… aber ich glaube wir kommen nicht umhin 🙏
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Du hast recht, Johanna. Ich denke, es ist DAS Thema unserer Zeit. Und es hat mich bereits gepackt.
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💙
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Ich wünsche dir ein gutes Neues Jahr und bin schon gespannt auf die neuen Geschichten!
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Herzlichen Dank, Marion. Hoffentlich fallen mir noch Geschichten ein. 😦
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Davon bin ich überzeugt!
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Liebe Gerda, da wird sich alsbald eine Inspiration einfinden, die sich gar nichts Besseres vorstellen kann, als mit dir zusammen das Jahr zu entdecken! Liebe Grüße!
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🙂 Wenn die Inspiration das hört, wird sie sich sicher sogleich einstellen, um von mir eingestellt zu werden. Liebe Grüße zurück!
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Ich bewundere deine Gelassenheit, mit der du in die Zukunft blickst. Ein frohes Neues Jahr wünsche ich dir und deinem Mann ( der dich weiterhin bekochen soll ☺️)
Rolf
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Dankeschön. Gelassen ist das Gesicht, das ich der Welt zeige, lieber Rolf. Denn was nützt es ihr, wenn ich den vielen Ängsten auch noch meine hinzufüge? – Und ja, dass mein Mann uns bekocht, ist ein großes Geschenk. Das hilft doch sehr gegen Miesepetrigkeit. Auch dir wünsche ich Zuversicht, wissend, wie schwierig es ist, sie in sich herzustellen und zu fühlen.
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Feines Kaleidoskop…der ominöse Name wird sich finden lassen:;-)
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wie gesagt „traumhaft“!
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🙂
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Wunderschöne frohgemute Bilder, es geht Dir gut und das freut mich total.
Wer kann schon am 1. Januar ins Meer steigen? DU hast es gekonnt. Wie schön und hoffnungsfroh klingt das, Gerda!
2024 klingt nach Harmonie? Das will ich gerne blauben. Nichts ist verkehrt an dieser Zahl, ich stimme Dir also gerne zu 🙂
Ein gutes Neues Jahr wünsche ich Dir und den Deinen
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„Nichts ist verkehrt an dieser Zahl“, genau! Es ist eine schöne Zahl, solide und zugleich anschmiegsam, hoheitsvoll und teilbar ohne Rest.
Nur witzig ist sie nicht. Aber kann man alles haben?…
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Wie kann sie denn witzig sein, Gerda. Sie weiß um die irren Kriege, die sich die Menschen liefern…
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gutes Neues💚- alles Weitere wird sich finden; oft weiß man erst hinterher, worum es ging. ( auch wenn das unserm Intellekt nicht schmeckt) In diesem Sinne: laß uns uns überraschen lassen – das heißt nicht, daß wir wehrlos wären❣️❣️
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Weise Worte, liebe Ele.
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Liebe Gerda, Du schreibst davon, „salzigen Salat“ zu sammeln. Sind das Algen oder ist dies eine besondere Küstensalatsorte?
Ich finde intuitiv übrigens ebenfalls, daß von der Jahreszahl 2024 eine harmonische Schwingung ausgeht.
Herzlicht grüßt
Ulrike
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Der Salat, liebe Ulrike, ist auf dem drittletzten Foto abgebildet (rechts neben dem Weißwein). Leider weiß ich nicht, wie er heißt. es ist eine saftige Sukkulente, sie wächst in der Nähe des Meeres, so wie hier auf der ins Meer ragenden Felsnase. Wie ich hörte, wird sie nun oft in teuren Restaurants dem Salat beigemengt. Ich esse ihn entweder vor Ort oder mit Öl und etwas Zitrone am Mittagstisch. Eine Alge ist es nicht.
Lass uns die harmonische Schwingung von 2024 verstärken!
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Hab‘ Dank für die botanische Einordung , liebe Gerda. Ich hatte den Salat auf dem Foto schon erspäht, war mir aber nicht sicher, welche Art Pflanze es sei. Mir läuft jedenfalls das Wasser im Munde zusammen, und ich würde da gerne einmal von naschen. 😉
Beschwingte Grüße von mir zu Dir und zu allen dafür empfänglichen Wesen ❤
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Was für schöne Aussichten! Ich wäre jetzt gerne eine der Katzen und würde mich in der Sonne räkeln 🙂 Ein gutes 2024 auch für dich!
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Die Katzen wären womöglich gerne eine wie du, die es warm und trocken im Zimmer hat, auch wenn es draußen regnet und schneit, und die immer so viel zu essen hat, wie sie möchte. 😉
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Das kann sein, auch wenn ich annehme, daß sie ihre Freiheit höher schätzen, als meinen Wohlstand, aber wer weiß. Vielleicht würden sie tatsächlich gerne tauschen. Ihre Entspanntheit neide ich ihnen trotzdem 🙂
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ich bewundere sie sowieso, schon weil sie so schön sind. Wenn ich aus dem Haus trete und die zwei weißen Angorakater mit den blauen Augen und die zwei goldenen Kleinkatzen zusammen auf dem Kissen liegen sehe, dass ich dort für sie platziert habe, lacht mein Herz. Zugleich habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich sie nicht reinbitte.
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Wie schön ♥ Das kann ich mir gut vorstellen. Würde mir vielleicht ähnlich gehen, aber bei euch ist es doch recht warm oder? Ich denke, die Katzen freuen sich schon über deine liebevolle Bewirtung 🙂
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