Im Bemühen, meine Farbangst zu überwinden und wieder zum Malen zu kommen, habe ich gestern mit farbigen Filzstiften gezeichnet. Das ist ein recht kindliches Medium. Farbmischungen sind nicht möglich. Man kann die farbigen Linien nur addidativ neben- oder übereinander legen. Das Auge muss sie dann selbst mischen.
Im ersten Versuch nahm ich mir einen Landschaftsausschnitt vor. Hier drei Phasen: Blau – plus Braun – alle Farben.
Dann skizzierte ich die Freundin, die ihrerseits zeichnete, drei Mal: mit braunem Stift, mit rotem Stift und noch mal mit braunem Stift. Diese Zeichnung überging ich dann mit den Farben Orange, Rot und Blau.
Schließlich machte ich mich noch einmal an die Landschaft, diesmal mit einem orange-rot blühenden Busch im Vordergrund, und verwendete Hell- und Dunkelblau, Hell- und Dunkelgrün, Rot, Braun und Orange. Es entstand eine schon fast „malerische“ Landschaft.
Das ist doch ein mutiger Neuanfang mit Farben! Das muß man sich erst mal trauen! 💐
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ich finde es immer spannend, aus dem, was da ist – und seien es Filzstifte – etwas zu machen. Schöne Landschaft!
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Danke, lieber Herr Dilettant. Genauso sehe ich es auch: aus dem etwas machen, was da ist. Mit den Farben tue ich mich seit ein paar Jahren schwer, außer ich benutze Schnipsel.
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Ja, Gisela. Grad weil es so kindliche Stifte sind, hilft es, über den eigenen Schatten zu springen, der einen am Malen hindert. .
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😊
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Das sollte ich vielleicht auch mal versuchen. Bei mir trocknen die Filzstifte wegen Nichtbenutzung immer ein.
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Filzis sind tatsächlich wenig attraktive Malmittel. Die Linien lassen sich kaum formen, die Farben mischen sich nicht und sind krass… aber so hat man dann auch eine Ausrede, wenn nur Primitives zustandekommt, und braucht sich nicht zu grämen. 😉
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Das nenne ich doch mal einen beherzten Anfang. Mir gefällt die Vielfarbigkeit der Striche, die nicht inhaltlich bestimmt sind in ihrer Farbe, sondern durch das Zusammenspiel eine Wirkung erzeugen. Schön! Ich bin gespannt, wo dich deine Farb-Mut-Versuche hinbringen.
Liebe Grüsse
Sandra
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Danke, Sandra, fürs Mutmachen. Ich habe ja viele Jahre gemalt, aber plötzlich war Schluss. Auslöser war Zerstörung meiner Arbeiten von zwei Jahren, als die Sickergrube überlief und meinAtelier überschwemmte. Seither habe ich nur noch gezeichnet.
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Ich finde gerade dieses kindliche Element mit den Filzstiften gut. Es hat was lockeres, spielerisches. Ich habe selten Filzstiftphasen, aber ich mag die Möglichkeiten. Mir gefallen alle Skizzen, die ganz bunten sprechen mich aber besonders an.
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Danke Almuth! Das klingt ermutigend.
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Deine knallbunte Filzstiftlandschaft ist in meinen farbhungrigen Augen wunderschön, Gerda.
Woher rührt denn Deine Zurückhaltung, wieder mit richtig guten Farben zu malen?
Es fehlt Dir doch, oder etwa nicht?
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Ich habe immer eine große Hochachtung vor den Farben gehabt, Bruni,und fand es nie leicht, mich mit ihnen malerisch auszudrücken. Bunt ist mir ein Horror. Beim Legen ist es anders, da darf es auch bunt sein., – Also habe ich fast nur mit gedeckten Farben rund ums Grau gemalt. Den Kleeschen Moment, als er rief. ich habe sie, ich hab die Farben! den habe ich nie erlebt. Dann kam die Atelierüberschwemmung, wo vieles kaputt ging, Danach war mir überhaupt nicht mehr nach Farbenmalen. Aber es fehlt mir.
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Es klingt fast nach einem Trauma , liebe Gerda.
Aber jetzt ist ein neuer Frühling.
Trauma dich – ganz vorsichtig, aber eigentlich gast du diesen Anfang schon gemacht. 🐦🦋🌷🍓
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