Natur II (Themenwort der Woche)

Eigene Bilder zu dem, was ich hier auszudrücken versuche, habe ich nicht. Also nehme ich ein Video, das ich bei der WELT fand. Ich hoffe, das ist erlaubt. Sonst entferne ich es natürlich.

Sind diese Tötungsmaschinen Natur? Wenn nicht, was dann? Der Mensch (Natur), der Materialien, der Natur abgerungen, in hoch komplizierte Maschinen zu verwandeln und zu handhaben versteht und bereit ist, sie gegen andere Natur (Menschen, Umwelt) einzusetzen – folgt er seiner Natur? Ist er Natur?

Ist der Mensch Natur oder Nicht-Natur? Anti-Natur? Verfügt er über etwas, über das andere Naturwesen nicht verfügen? Geist, Intelligenz, Vernunft, Dummheit? Deine Gedanken dazu interessieren mich.

Da es sich nicht um ein eigenes Foto handelt, verlinke ich es nicht mit Wortmans Themenwort-Projekt.

ps. Ich habe das Thema „Panzer“ natürlich aus aktuellem Anlass gewählt. Dazu auch Waffenhandel – deutsche Waffe als Exportschlager, bei Planet Wissen. :

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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37 Antworten zu Natur II (Themenwort der Woche)

  1. Wortman schreibt:

    Die Fragen gehen ja schon tief in die Philosophie rein…

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  2. Verwandlerin schreibt:

    Der Mensch benutzt Natur und Technik. Das entspricht wohl seinem Wesen/seiner Natur.

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  3. Jules van der Ley schreibt:

    Der Mensch Mann erfindet Tötungswerkzeuge und wie es seine Natur ist, protzt und droht er damit.

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    • gkazakou schreibt:

      zweifellos. „es entspricht seiner Natur“ – das ist die übliche Redeweise, lieber Jules. Aber ist es Natur, was sich da ausspricht, oder etwas ganz anderes? Früher nannte man es „das Böse“, also etwas Geistiges.

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      • Jules van der Ley schreibt:

        „Das Böse“ scheint mir eine rein imaginäre Kategorie zu sein, liebe Gerda, mir der gewalttätiges Verhalten in Spären außerhalb der menschlichen Natur erhoben wird. Das Böse ist ein rein willkürliche Festlegung, immer anhängig von den jeweils gültigen sozialen Normen. In einer gewalttätigen Welt gilt der Totschläger als Held. Es liegt im Bereich menschlicher Möglichkeiten, boshaft und gewalttätig zu sein, ist alo Teil seiner Natur.

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      • gkazakou schreibt:

        Klar, lieber Jules: das Handeln eines Menschen wird von seinen Mitmenschen je nach kultureller Prägung und Interessenstandpunkt mal als gut, mal als böse bezeichnet. Vielleicht aber gibt es etwas über die kulturellen Setzungen Hinausgehendes? ein Wissen um Gut und Böse (Sie aßen vom Baum der Erkenntnis….), das ganz unabhängig von solchen Bewertungen vorhanden ist und auf das wir uns in unseren Entscheidungen innerlich beziehen? WAS es im einzelnen ist, ist kulturell bestimmt, aber DASS wir solch einen inneren Kompass haben, macht uns zum Menschen und unterscheidet uns sowohl von den Tieren als auch von den Maschinen. Es hat, denke ich mal, mit Begriffen wie Willensfreiheit und bewusster Entscheidung zu tun.

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      • derdilettant schreibt:

        Spannendes Thema, das du hier aufrufst, liebe Gerda. Mir gefällt dein Ansatz des „inneren Kompass“. Zweifellos hat sich der Mensch in seiner Fähigkeit zu moralischer Wertung über das Tier (soweit wir es kennen) hinausentwickelt. Evolutionär ist hier vermutlich der entscheidende Schritt die Ausbildung der menschlichen Fähigkeit zu Empathie. Nur darauf basiert letztlich der Kompass für Gut und Böse, recht verstanden. Die Willensfreiheit sehe ich hier nachgeordnet, zumal nicht klar ist, ob es sie gibt (jenseits eines bloßen Postulats). Die Frage, was Natur ist, liegt im Auge des Betrachters. Meist fungiert der Begriff als Projektion für alles, was der Mensch an sich selbst nicht mag und gerne ohne Spuren seines Wirkens genießen möchte. Danke, dass du in diesen schrecklichen Zeiten unermüdlich blogst und Fragen stellst, auch wenn ich deine Sicht der Dinge nicht immer teile!

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  4. Myriade schreibt:

    Jetzt verstehe ich, was du meinst. Am Ende dieser Überlegung muss stehen, dass alles auf diesem Planeten oder darüber hinaus Natur ist. Unterscheiden kann man zwischen dem, was aus si h selbst existiert und dem, was durch menschliche Einwirkung entstanden ist. Da gibt es wie überall fließende Grenzen. Ich vermute, dass du dann weiterdenkst in Richtung Einheit von allem. Zunächst ist es doch aber nur eine Frage der Terminologie. Belebte und unbelebte Natur. Auch da sind die Grenzen fließend und es wird immer mehr entdeckt, was an diesen Grenzen angesiedelt ist. Eine interessante Überlegung jedenfalls

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    • gkazakou schreibt:

      „eine Frage der Terminologie“ – und insofern etwas sehr Menschliches und „Unnatürliches“. Ich denke nicht in Richtung „Einheit“, liebe Myriade, sondern versuche zu verstehen, was uns Menschen veranlasst, genau diese Einheit des Lebendigen zu verlassen und uns durch unser Denken ÜBER sie zu stellen. Praktisch aber stellen wir uns zugleich UNTER sie, indem wir uns an das Maschinelle, Unlebendige fesseln, das uns „überlebt“ wie die Prothese den, der sie trägt, und der Panzer den, den er überrollt. .

      Gefällt 4 Personen

  5. Friedrich schreibt:

    Der Panzer da oben tötet Menschen. Keine Nahrungskette steckt dahinter. Das ist offensichtlich nicht natürlich, oder? Er tötet ja nur, wenn ein Mensch drin sitzt und auf einen Knopf drückt. Steht der Panzer irgendwo rum, wird sich „die Natur“ seines sehr schnell bemächtigen, er zerfällt irgendwann, liefert vielleicht sogar einigen Pflanzen und Tieren Lebensraum… Er ist also dann: Natur. Ergo ist der Unterschied – der Mensch, besser: der menschliche Geist. Menschlicher Geist ist also nicht gleich Natur.

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    • gkazakou schreibt:

      Töten im Rahmen der Nahrungskette = Natur, Töten ohne diesen Zusammenhang = Geist?

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    • gkazakou schreibt:

      Ich versuche, deinen Gedanken für mich auszuformulieren. Das vom Menschen Geschaffene (Panzer) gehört ins Naturreich, das du mit „Materie“ gleichsetzt. Panzer und Mensch (Erschaffer und Erschaffenes) sind gleichartig, da beide „Materie“. Das Bewusstsein – gleichgesetzt mit freiem Willen oder auch mit Geist – macht den Unterschied, es ist ist Nicht-Natur.
      Nicht das Erschaffen von Maschinen als solches ist etwas dem Menschen Eigentümliches, sondern der freie Gebrauch desselben?

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      • Friedrich schreibt:

        Danke. Ja. Leider ist mir Deine Eloquenz nicht gegeben – so klingt das alles etwas weniger wirr. Schwieriger wird es bei der Tierzucht, bei genetischen Veränderungen: ist das (noch) natürlich. Oh je…

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  6. Der Mensch gehört zur Natur und zerstört sich selbst und die Natur.
    Daraus wird irgendwann eine Metamorphose entstehen und der Mensch ist dann nicht mehr Mensch, sondern vielleicht eine andere Energie. Für die Natur wäre es wohl ein Segen.

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  7. Friedrich schreibt:

    Und in der Konsequenz: menschlicher Geist ist demnach (s.o.) nicht Natur, damit sind wir Menschen nicht komplett Teil der Natur – so lange wir uns einen menschlichen Geist zugestehen.

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  8. Lopadistory schreibt:

    Ein Panzer ist eine Waffe. Geschaffen aus der menschlichen Natur. Der Mensch hat den Begriff (Wort) „Natur“ erdacht. Auch die Waffen. Der Natur ist’s einerlei. Sie wird bestehen. Mit oder ohne Waffen- mit oder ohne uns …

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  9. Also, dann komme ich zu dem Schluss, daß der Mensch nicht ganz und gar Natur ist, sondern eben nur ein Teil davon.
    Es gibt Pflanzen die fühlen können, fleischfressenden Pflanzen die töten können, haben sie eine Seele oder einen Geist oder sind sie nur Natur?
    Ich bleibe dabei, der Verstand des Menschen kann eigentlich nicht Natur sein, somit ist er nur ein lästiger Teil der Natur.🤔🙈🧐😁

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  10. nandalya schreibt:

    Ich bewundere diese filigranen, von Meistern ihres Faches entwickelten, mit Solarenergie betriebenen und daher die Umwelt schonenden Fortbewegungsmittel!

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