Tägliches Zeichnen fortgesetzt (2): Ölbaum und Rückwand des Ateliers

Noch eine Pappe fand sich, halb so groß wie die andere, aber immer noch von gut geeignet für eine großzügige Kohlezeichnung. Sie ist blaugrau, was man auf der bei Lampenlicht fotografierten Zeichung (1) nicht erkennt, wohl aber bei der bei Tageslicht fotografierten Überarbeitung (2) des Olivenbaums vor meinem Atelier.

Auf die Rückseite der Pappe zeichnete ich die Rückseite meines Ateliers – also die dem Eingang gegenüberliegende Seite. Die Wand, das schwarze Sofa mit der rötlichen Decke, das Teleskop, das Geländer zum oberen Keller.

Fotografiert habe ich diese beiden Szenen auch, aber bitte, vergleicht nicht Foto und Zeichnung, es sind ganz verschiedene Medien.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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8 Antworten zu Tägliches Zeichnen fortgesetzt (2): Ölbaum und Rückwand des Ateliers

  1. Gisela Benseler schreibt:

    Gerda, Deine Kohlezeichnungen sind wieder mal beeindruckend, vor allem der Ölbaum, so lebendig! Dagegen wirken die Photos tot.

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  2. Ule Rolff schreibt:

    Von der ersten Fassung scheint nur noch ein verwischter brauner Schatten in der zweiten zu wirken, über den die starken Kohle- und Kreidelinien ihre Akzente setzen und das Bild erneut entstehen lassen.
    Dieser Prozess erinnert mich an meine fotografischen Versuche, dasselbe Foto einmal unscharf als Farbfläche und einmal scharf abzubilden und die beiden Versionen dann übereinanderzulegen.

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    • gkazakou schreibt:

      Interessant, Ule, der Vergleich mit deinen Foto-Experimenten. Es ist richtig: ich habe die erste Fassung „kontrolliert“ ausgewischt, wie zuvor schon beim Einkaufscenter. Dabei bleiben gewollt Reste der Zeichnung stehen, über die ich dann palimpsest-mäßig die neue Zeichnung lege – zunächst nur mit Kohle, dann „gehöht“ mit weißer Ölkreide. Ich mag diese an Druckverfahren erinnernde Technik wegen ihrer Vielschichtigkeit. Sie ist aber auch ein wenig gefährlich, kann zu Effekthascherei führen.

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    • gkazakou schreibt:

      nein, Myriade, aber vielleicht nicht „strahlend weiß“. Über der Ölkreide kannst du dann nicht mehr arbeiten, sie stößt Kohle ab. Andere Kreide wäre besser, hab ich aber nicht.

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  3. TeggyTiggs schreibt:

    …der gezeichnete Baum wirkt sehr kraftvoll, als will er mit seiner Energie in den Himmel…oder sich wehren, vielleicht gegen sein Erdensohn…jedenfalls beeindruckend…

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