Steinbild „Ertrunkene“. Ein Beitrag zur Impulswerkstatt

Myriades und Flumsels neues Projekt „Impulswerkstatt“ lockt mit zwei Bildern. Zum einen Bild fiel mir eine Szene aus meinem Romanfragment „Schwanenwege“ ein. Es ging um die Schlange, die sich selbst verschlingt: den Uroboros.

Das andere Foto zeigt das steinerne Monument zweier Liebender am Rande des Meeres. Und so fand ich in einer steinernen Skulptur zweier Liebender, die das wilde Oktobermeer an unsere Küsten schwemmte, meine Antwort.

Ertrunkene. Zeichnung nach einer afrikanischen Steinskulptur, auf ein Foto montiert.

Zeichnung nach einer afrikanischen Steinskulptur, auf ein Foto montiert. Ich habe die Skulptur aus dem wilden Meer gefischt und hinaufgetragen, damit alle Menschen sie schon von weitem sehen können.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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25 Antworten zu Steinbild „Ertrunkene“. Ein Beitrag zur Impulswerkstatt

  1. Myriade schreibt:

    Oh, das ist sehr stimmungsvoll. Aufgewühltes Meer als Hintergrund für zwei Liebende in Form einer dieser aussagestarken afrikanischen Plastiken… Danke für den zweiten Beitrag

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    • gkazakou schreibt:

      Stimmungsvoll? dann ist es nicht gelungen. Ich wollte den vor unseren Küsten ertrunkenen afrikanischen Flüchtlingen ein Denkmal setzen.

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      • Myriade schreibt:

        Nein, nein, es kommt deutlich heraus , wie du es gemeint hast. Ich habe es nur für mich anders interpretiert, weil ich diese Art afrikanischer Plastiken sehr mag und es schade finde, dass alles Afrikanische immer nur im Bereich der Armut und des Mitleids behandelt wird.
        Danke für Beitrag Nummer 2 !

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, dann ist es also verständlich. Die Plastik hat mein Mann mal aus Zymbabwe mitgebracht, eine schöne Arbeit eines lokalen Künstlers. Sie ist sehr schwer, aus glatt geschliffenem Naturstein. Leider weiß ich nicht, um welchen Stein es sich handelt.

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      • Myriade schreibt:

        Mir gefällt sie sehr gut. Wenn man bedenkt, wie viele Künstler von Picasso angefangen sich durch die afrikanische Kunst inspirieren ließen, ist es doch sehr schade, dass man in Europa so wenig von afrikanischer Kunst zu sehen bekommt.

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    • gkazakou schreibt:

      Ja. Die europäische Moderne ist auf afrikanischem (und teilweise ostasiatischem) Grund gewachsen. Die Afrikaner können diesen Grund nicht in derselben Weise nutzen, denn was sie schaffen, gilt meist als Folklore, wenn es sich nicht seinerseits der europäisch-amerikanischen Kunstentwicklung anschließt. Das ist ein merkwürdiges Phänomen, das auch für andere „heimische, bodenständige“ Künstler gilt. Griechen, die „Griechisches“, Deutsche, die „Deutsches“, Chinesen, die „Chinesisches“ schaffen, gelten oft als Folklore bzw Künstler geringerer Qualität. Es geht wohl darum, ob das Alte im modernen Bewusstsein umgeformt und neu belebt oder einfach schlecht kopiert wird.

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  2. kopfundgestalt schreibt:

    Ich sehe nur: Im Tod vereint

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  3. Susanne Haun schreibt:

    Liebe Gerda,
    kämpfst du auch mit dem Gutenberg Editor? Es sieht fast so aus, dein Bild erscheint überdimensinal groß … 🙂 ist aber mit der roten Schrift sehr eindrucksvoll!
    Hast du eigentlich meine zweite Mail erhalten? Es ist schon etwas her, das ich aber manchmal im Spam lande, dachte ich, da liegt auch meine Mail zu dem Demonstrations-Thema.
    Liebe Grüße sendet dir Susanne

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    • gkazakou schreibt:

      Danke,Susanne! Ja, ich habe auch Probleme. Normalerweise schreibe ich weiter auf dem classic editor, aber wenn ich etwas nachträglich korrigiere wie hier, dann springt der Gutenberg editor an. Ich wolllte erst versuchen, das zu groß erscheinende Bild anzupassen, aber dann gefiel es mir gerade so.
      Deinen Brief habe ich erhalten, ihn sorgfältig gelesen und mich sehr über deine differenzierte Stellungnahme gefreut. Ich dachte, ich hätte dir drauf geantwortet? Ich schaue nach, ob ich meine Antwort noch finde. Schaust du auch mal im Spam nach? Ich lese immer den Tagesspiegel und denke viel an dich und euch Berliner wie schwer es momentan sein muss, wenn erneut dies Gefühl des Eingeschlossenseins, das mit dem Mauerfall verschwand, nun erneut erzeugt wird mit „Beherbergungsverbot“ u.ä. abstrusen Ideen.
      Liebe Grüße und eine Umarmung! Gerda

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      • Susanne Haun schreibt:

        Liebe Gerda,
        ich finde, deine Entscheidung, das Bild so groß zu lassen, sehr gut!
        Ich habe im Spam geschaut und nichts gefunden.
        Im Moment fühle ich mich noch nicht eingeschlossen und hoffe noch sehr, meinen Sohn im Dezember in München besuchen zu können. Ich schlafe ja bei ihm zuhause und brauche keine Herberge. 🙂
        Trotzdem ist es bedrückend, nun geht das ganze schon 8 Monate. Die Sommermonate scheinen nur einen Aufschub gegeben zu haben. 😦
        Liebe Grüße und fühle dich auch von mir umarmt, Susanne

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  4. Das finde ich sehr beeindruckend und gefällt mir gut – dieses „Schweben“ im Wasser. Danke dir.

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  5. Pingback: Oktoberhalbzeit – Impulswerkstatt | wortgeflumselkritzelkram

  6. Gisela Benseler schreibt:

    Ein beeindruckendes Mahnmal.

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  7. Ule Rolff schreibt:

    Sie liegen da in der Brandung wie angeschwemmt und gestrandet in einem winzigen Boot, zwar an Land, aber tot. So traurig, in so ungastlicher Umgebung zu sterben. So sinnlos. Am Himmel wirken sie wie ein bedrohliches Mahnmal, das bald abstürzt, labil, wie es da angebracht ist.

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  8. www.wortbehagen.de schreibt:

    Ein Mahnmal mit zwei Liebenden, die nicht mehr leben. Ich habe die Kommis mitgelesen, liebe Gerda. Wie in einer Schote schauen die beiden Köpfe aus, aber es erinnert mich auch ein bissel an Moses im Körbchen…wobei dieses Beispiel doch sehr hinkt, ich weiiß

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