Gelobt sei der Regen

Ja, gelobt sei der Regen, der seit gestern nacht fiel. Er durchweichte die harte staubtrockene Erde und ließ sie samt ihren Kräutern duften. In manchen Gegenden Griechenlands kam es freilich zu Katastrophen, Ernten wurden zerstört, Brücken brachen ein, Keller wurden überschwemmt, auch kamen drei Menschen zu Tode.

Dennoch: Gelobt sei der Regen. So sehr hat er gefehlt. Bei uns in der Mani ließ er nur ein paar Pflützen zurück.

Wir sind heute mittag durch die wolkenverhangenen Berge der Peloponnes gen Süden gefahren, aßen in unserem Stammlokal, trafen Freunde, umarmten uns, tauschten Neuigkeiten. Im Garten harkte ich große Haufen feuchter Piniennadeln zusammen, und im Atelier setzte ich meine Aufräumarbeiten fort: ein großer Sack füllte sich mit Zeichnungen und Pinseleien früherer Jahre. Noch ist viel zu viel übrig, aber immerhin ist ein Anfang gemacht.

Das letzte Abendrot lockte zu einem Spaziergang.

In der Ferne flammte die Straßenbeleuchtung von Kalamata auf. Es ist unendlich wohltuend, wieder hier zu sein.

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Fotografie, Leben, Natur, Psyche, Reisen, Umwelt, Zwischen Himmel und Meer abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

14 Antworten zu Gelobt sei der Regen

  1. Gisela Benseler schreibt:

    Gelobt sei der Regen. Wenn man diese wunderbaren Bilder vom Sonnenuntergang sieht, kann man ja nur dankbar aufatmen.

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  2. Wundervoll Gerda! Ja die Natur braucht es dringendst! Schön, daß ihr gut angekommen seid!🙏

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  3. Ule Rolff schreibt:

    Es freut mich sehr für euch, der Regen war so dringend nötig. Nächste Woche sind wir auch dran.
    Schön, dass du wieder zuhause bist. Und gleich wieder so fleißig …

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  4. wildgans schreibt:

    Tut sicher gut, das mit dem Regen!
    „Pinseleien“ klingt etwas abfällig, der eigenen Kunst gegenüber…?
    Vielleicht eine Wegwerfausstellung im Garten, und jeder darf sich nehmen, was gefällt?

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    • gkazakou schreibt:

      deinen Vorschag muss ich mir durch den Kopf gehen lassen, Sonja. Ich hab mal zu meinem 60. Geburtstag, den ich in meinem damaligen Atelier feierte, 100 Kleinstbilder hinter Passepartout gebracht, Jeder Besucher (ja, es waren damals so viele) konnte sich eins aussuchen. Hat viel Anklang gefunden. Vielleicht mache ich sowas nochmal zu meinem 80. Geburtstag ….. 😉

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  5. Anonymous schreibt:

    …schaut sehr friedlich und zufrieden aus…

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  6. chris schreibt:

    Auf den Inseln muss es ziemlich gestürmt haben…

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  7. Ulli schreibt:

    Schön, bist du wieder in der Mani!!!

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  8. www.wortbehagen.de schreibt:

    Hier bist Du wirklich zuhause, Gerda!

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