Meine tägliche Zeichnung: Samenkapseln

 

Erstmals wieder gezeichnet. Das Thema kam mir von Jürgen (https://juergenkuester.net/2020/04/24/__trashed/), der sich erneut mit Kapseln befasste. Ist eine Form, die momentan Bedeutung hat: sich verkapseln, einkapseln. Ich glaube, meine Kapseln sind von Akazien. Man findet sie viel auf den Bürgersteigen von Athen, und ich sammele immer mal welche auf – jetzt nicht, jetzt kann ich nicht nach Athen rein, aber ich habe sie von früher. Eigentich ist die Form herbstlich bis winterlich. Aber nun – wir sind im Frühling in einen herbstlichen Zustand geworfen worden, das darf sich auch an den Motiven zeigen.

Eine bearbeitete Fassung.

Die Samenkapseln habe ich schon früher in anderen Kontexten gezeichnet, zB hier oder hier oder hier.

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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21 Antworten zu Meine tägliche Zeichnung: Samenkapseln

  1. felsenquell schreibt:

    Da muß ich Novalis zitieren! Seine BLÜTENSTAUB-Fragmente von 1798 eröffnet er mit folgendem Motto:
    „Freunde, der Boden ist arm, wir müssen reichlichen SAMEN ausstreun, daß uns doch nur mäßige Ernten gedeihen.“

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    • gkazakou schreibt:

      Ja, Hella. Diese Kapseln sind hart und abgestorben, ihre Zeit ist vorbei, Alles kommt drauf an, welche Samen sie zuvor ausstreuten. Die Natur sorgt für neues Leben, immer, da habe ich keine Bange. Die Menschen aber? Welche Samen werden grad oder wurden bereits vor längerer Zeit ausgestreut? welche gehen auf? Darauf gilt es zu schauen, nicht wahr? Liebe Grüße dir!

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  2. Gisela Benseler schreibt:

    Wie schön, Gerda, daß Du Dich wieder mit Zeichnungen Deiner Hand geübt hast, mit Samenkapseln diesmal! Sehr schön die Zeichnung, aber auch die Bearbeitung! Was doch technisch alles möglich ist! Vielleicht begegnet Dir bei Deinen Spaziergängen mit Tito aber auch wieder Frühlingshaftes zum Aufheitern des Gemütes.

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  3. mmandarin schreibt:

    Ja Kapseln haben einen besonderen Zauber. Auch ich habe gestern wieder welche gezeichnet, ausgeschnitten und gleich verschickt an eine Freundin mit dem Fragment aus dem irischen Segensgruß …..,und bis wir uns Wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand…. Auch wir werden uns in diesem Jahr nicht sehen können. Die Fähre fährt nicht, aber im nächsten Jahr. …..
    In diesem Fall gefällt mir die bearbeitete Fassung noch mehr. Liebe Grüße Maria

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  4. finbarsgift schreibt:

    Schön, liebe Gerda, Original und Variation …
    Herzliche Morgengrüße vom Lu

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  5. elsbeth weymann schreibt:

    Liebe Gerda, soo schön Deine Zeichnung:eine Hand, die Samenkörner hält. (Die unbearbeitete Fassung gefällt mir am besten ) Welch Ur-Motiv !
    Ich lese gerade einen Aufsatz des Philosophen Charles Eisenstein. Das Samenkorn-Motiv erscheint auch dort-auf ganze andere Weise. Mir gefällt das Nach-denkliche, Weiter-Fragende seiner Gedankenführung— ohne rasche Besserwisserei.
    Dir eine gute Zeit !
    Sehr herzlich ! Elsbeth
    (P.S. am überwachsenen Bahndamm höre ich , wenn ich SEHR früh unterwegs bin–die Nachtigallen
    Unglaublich schön dieser Frühling –trotz allem !!!
    https://charleseisenstein.org/essays/die-kronung/?_page=2

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    • gkazakou schreibt:

      Herzlichen Dank, Elsbeth. Der Link ist inhaltlich interessant, aber er ist zu lang, zu weit ausholend, wie oft bei den Amis. Sie kommen vom Hundersten zum Tausendsten und verlieren den Fokus. Der ist eigentlich leicht beschrieben: Kontrolle des Lebens in allen seinen Aspekten aus Angst vor dem Tod oder Fülle des Lebens in all seinen friedlichen Äußerungsformen unter Akzeptanz des Sterbens als Teil des Lebens.
      Meine Samenkapseln sind leider leer, dunkel und hart. Das wäre im Herst natürlich, wenn die Samen im Erdreich geborgen einem neuen Sprossen entgegenharren würden. Im Frühjahr aber sind sie nichts als ein Relikt aus einem Sterbeprozess.
      So kommt alles darauf an, ob vor dem Sterbeprozess, den wir jetzt durchleben, ein neues Leben bereits im Verborgenen sich vorbereitete und hervorblühen wird, wenn die Kräfte dafür reif sind, Und welches Leben wird das sein? Dahin gilt es zu schauen, daraus nur kann ich Zukunftshoffnung schöpfen.
      Liebe Grüße an die Nachtigallen! Gerda

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  6. kowkla123 schreibt:

    gestalte dir ein Wochenende mit vielen schönen Momenten, Klaus

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  7. Moony schreibt:

    Wundervoll und ein interssantes Thema zum Zeichnen. Die kleinen Dinge betrachtet man nur selten so intensiv.

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  8. juergenkuester schreibt:

    Liebe Gerda, vielen Dank für die Erwähnung und den Link. Liebe Grüße
    Juergen

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  9. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Ich erinnere mich gut an Deine vorherigen Samenkapseln und fand sie da schon wunderschön.
    Deine neue Zeichnung gefällt mir wieder sehr und ich muß sagen, Deine Bearbeitung ist außerordentlich gut gelungen. Und doch ist das Original einfach das Original und deshalb etwas Besonderes für mich.

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