Artemissia im Taygetos-Gebirge (Fotogafien)

Eigentlich wollten Magda und ich heute tiefer ins Gebirge fahren, aber ein großer spitzer Stein beendete unsere Fahrt mit einem Knall. Ein Vorderreifen von Magdas Autos war zerplatzt. Steinschläge gehören auf der alten Chaussee, die von Kalamata nach Sparta führt, fast   zur Normalität. Wartend auf den Mechaniker von der Straßenhilfe, änderten wir unsere Pläne. Wir würden mit dem Ersatzreifen keine Fahrt in die Berge riskieren, sondern lieber in einer gemütlichen Taverne speisen. Gesagt, getan. Neben dem großen Kamin, an einem Fenster mit fein geklöppelter  Blumengardine sitzend, genossen wir Ruhe und leckeres Essen.

Danach machte ich einen Verdauungsspaziergang und besah mir das Dorf Artemissia von oben. Es lag noch in der Sonne, während die steilen Berghänge meinen Weg schon in Schatten hüllten. Die Straße macht dort eine weite Kurve,  und so konnte ich das Dorf von verschiedenen Positionen aus fotografieren.

Hier eine Panorama-Aufnahme.

Diese Bergdörfer, die vom Verkauf ihrer Produkte leben – Honig, Nüsse, Kastanien, Kirschen, Käse, Gastwirtschaft…. – , sind auf Durchreisende angewiesen. Seit Eröffnung einer Autobahnstrecke nach Sparta wird die alte Landstraße wenig befahren, Unwetter führen zu Bodensenkungen und Steinschlägen, und langsam droht die Straße zu zerfallen. Nun gibt es zwar Pläne, sie zu sanieren, es gibt sogar schon eine Ausschreibung, aber werden die Bewohner standhalten, oder werden sie aufgeben müssen wie so viele andere, die bereits abgewandert sind?

Ein anscheinend bodenlose kreisrunde Loch mitten auf der Fahrbahn schien mir fast symbolisch für die Situation der Menschen hier zu sein.

Aber ich will nicht schwarz sehen. Also folge ich lieber dem Stamm einer hoch ragenden Platane hinauf ins bodenlose Himmelsblau.

IMG_1813

 

 

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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44 Antworten zu Artemissia im Taygetos-Gebirge (Fotogafien)

  1. wildgans schreibt:

    Was für eine atemberaubende, wilde Landschaft! Und dann noch der Knall,die Änderung der Pläne, gegen Ende des Spaziergangs das Loch. Vielleicht steckt da entweder ein verhextes Erdstraßenmännchen drin oder ganz viel Philosophie!?
    Nachtgruß von Sonja

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    • gkazakou schreibt:

      Guten Morgen, liebe Sonja! Das Taygetosgebirge ist auch in meinen Augen eine atemberaubende Landschaft. Auf der Pyramide von Prophitis Ilias (2400 m) liegt noch Schnee. Hier sind wir erst am Eingang des Gebirges, das sich bis Sparta erstreckt und von den Spartanern überwunden werden musste, wenn sie ihre Feldzüge gegen Messenian unternahmen. Was ihnen leider immer wieder gelang.

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  2. Gisela Benseler schreibt:

    Danke, Gerda, für die wunderschönen Landschaftsphotos! Wunderbar stimmungsvoll, … Und Deinen Bericht dazu!

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  3. Rainer Hartwich schreibt:

    Ich sehe es ganz klar vor meinem geistigen Auge: zwei Reisende sitzen auf aus der Kutsche gepackten Schemeln neben der noblen Karosse auf der Straße. Wahrscheinlich mit wallenden Kleidern, einem großen Hut, unter dem Sonnenschirm. Vor sich auf einem kleinen Reisetisch die mitgebrachte Mahlzeit, hergerichtet vom Kutscher, nachdem er vorher in den nahen Ort geeilt war, um dem Stellmacher das Malheur des gebrochenen Radreifens zu vermelden. Der war mit seinem Lehrling über die schlechte, mit Schlaglöchern übersähte Straße herbeigeeilt um das Gefährt zu reparieren. Nachdem sie sich gestärkt hatte, packte G. ihren neuen photographischen Apparat aus, der Kutscher bekam den Auftrag ihn vor ihr her zu tragen und es gelang ihr damit einige markante Bilder von dem malerischen Ort zu ihren zarten Füßen anzufertigen. Nachdem der Stellmacher seinen Lohn und ein bescheIdenes Trinkgeld erhalten hatte, konnten sich G. und M. noch vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause bringen lassen. Ein schöner Tag ging für sie zu Ende, der Stellmacher musste sich nach der schweren Arbeit an der Kutsche zu Hause den malträtierten Rücken von seinem Weib pflegen lassen.

    Ich vermute, genauso muss es abgelaufen sein.

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    • gkazakou schreibt:

      O o, welch böse Satire, lieber Rainer, auf unser „zurückgebliebenes“ Land! Ich schmunzele über deine Fantasie, die gut in die abc-etüden passen würde! (Ein Rücken schmerzte tatsächlich: Meiner. Das Wandern auf Asphalt hat diese Wirkung auf mein altes Knochengestell).

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  4. Karin schreibt:

    Die Jungen werden verstärkt die Dörfer verlassen und in die Städte ziehen und die sich leerenden Ortschaften werden vlt. von reichen Städtern wieder zum Leben erweckt,die sich dort zu Freizeitzwecken ansiedeln,ähnlich wie in Italien und Frankreich geschehen. Zwiespältig aber immer noch besser ,als wenn das Leben dort ganz ausstirbt. Lieber Gruss ins Wochenende vom grauhimmeligen Dach, Karin

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    • gkazakou schreibt:

      dieser Trend, Karin, ist schon seit sehr vielen Jahren im Gange (Landflucht). Doch da auch in den Städten nichts zu holen ist, haben sich ein paar junge Familien wieder zurückgetraut, zB um eine Taverne oder eine touristische Anlage, ein Retreat oder eine Landwirtschaft aufzubauen und zu betreiben. Ohne funktionierende Straßen und sonstige Infrastruktur können sie einpacken.
      Ausländer – Deutsche, Briten, Franzosen, Italiener, Schweden – bauen tatsächlich neue Häuser oder renovieren alte, aber in Meeresnähe. Es handelt sich meist nicht um Familien, sondern um Ehepaare in gesetztem Alter. Die, die diese Dörfer tatsächlich neu belebt haben, sind die Albaner, die nach der Grenzöffnung über die Berge kamen und herunterzogen, Arbeit suchten, sich niederließen, Familien gründeten, Kinder bekamen.
      Ein bisschen übertrieben optimistisch ein Bericht über die neue „Stadtflucht“ der Griechen hier:
      https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiYvOP7up7nAhVHalAKHT1lD9wQFjABegQIBRAB&url=https%3A%2F%2Fwww.welt.de%2Fpolitik%2Fausland%2Farticle13436807%2FJunge-Griechen-fluechten-aus-den-Staedten.html&usg=AOvVaw3ZNTCt2pS1Y6fklwQ86mYV

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      • Karin schreibt:

        Herzlichen Dank für Deine Antwort; doch eigentlich wieder ein Beweis, dass die ärmsten Zuwanderer oft positive Veränderungen in ein Land bringen – siehe Deutschland mit seinen Gastarbeitern, die eine neue Lebenskultur damals nach Westdeutschland mitbrachten. Ob das mit den bevölkerungsarmen Landschaften im ehemaligen Ostdeutschland auch gelingt ?
        Völkerwanderung gab es schon immer, heute wird sie durch die negative Darstellung in den Medien nur noch bewußter.
        Ich frage mich immer wieder, warum man unsere jungen Migranten nicht arbeiten läßt und sie oft jahrelang zur Untätigkeit verdammt. Umgangssprache läßt sich so schnell lernen, learning by doing. Denn sie wollen ja arbeiten, möchten Geld verdienen.

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    • gkazakou schreibt:

      Deiner Frage, warum man die jungen Menschen, die zuwandern, nicht arbeiten lässt, kann ich nur zustimmen. Deine anderen Vergleiche sind nicht ganz korrekt. Nicht alle Zuwanderer sind wie die hiesigen Albaner, die barfuß über die Grenze kamen und wirklich jeden Job annahmen, egal wo und was, und die aus eigenen Kräften die Sprache lernten, sich griechische Namen zulegten, weil ihre eigenen Namen „unaussprechlich“ waren… Es gab (und gibt) freilich auch etliche kriminelle Elemente unter den Albanern, was ihren Ruf bei vielen Griechen unterminierte. Vor allem in der ersten Phase, als die Gefängnisse in Albanien sich auf einen Schlag leerten, gab es auch bei uns einen heftigen Anstieg bei Gewaltdelikten.

      Hilfreich für die Assimilierung war, dass die zuwandernden Albaner hier auf eine Grundbevölkerung trafen, die ebenfalls albanische Wurzeln hat und sogar teilweise noch arvanitisch – eine abgewandelte Form des Albanischen – spricht. Man verstand die Mentalität des anderen, man kannte seinen Stolz, seine Verletzlichkeit, seine Zuverlässigkeit, sein Frauenbild, seine Schattenseiten.

      Dasselbe stimmt durchaus nicht für alle Zuwanderer, weder hier noch in Deutschland oder sonstwo. Es ist meines Erachtens verfehlt, von „den“ Zuwanderern zu reden, als seien sie eine einzige Gruppe, die man gleich behandeln, in dieselben Aufnahme-Institutionen stecken, denselben Integrationsmaßnahmen unterziehen soll, Tatsächlich ist das einzig Verbindende zwischen ihnen, dass sie neu im Land sind. Dass wir einen Afrikaner aus Nigeria nicht von einem aus dem Tschad, einen Kurden nicht von einem Türken, einen Bangladeshi nicht von einem Pakistani, einen Algerier nicht von einem Marokkaner unterscheiden können, macht sie noch nicht zu Gleichen – genauso wenig wie Deutsche, Franzosen, Italiener auf gleiche Bedingungen gleich reagieren. Mal ganz abgesehen von den persönlichen Unterschieden gibt es eben auch unterschiedliche Prägungen durch die Kulturen und Religionen, die andere Strategien des Überllebens hervorbringen. Daher finden sich manche leicht in den fremden Alltag hinein und nehmen, was ihnen geboten wird, andere aber es lehnen schroff ab und streiten sich, wieder andere leben friedlich in eigenen abgeschotteten Welten, in selegierten Berufen….

      Das wurde nun ein langer Kommentar, liebe Karin. Danke für den Impuls, den du mit deiner Antwort gesetzt hast!

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    • gkazakou schreibt:

      das ist wahr, lieber gerhard. Vielleicht sollten wir hier, in unserem Bloghausen, mal diesen Fragen etwas genauer nachgehen?

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  5. Arabella schreibt:

    Dort ist wohl ein Ort, an dem Ruhe noch Wert hat. Möge er erhalten bleiben.

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    • gkazakou schreibt:

      danke, Arabella. Diese Dörfer könnten ruhig ein bischen belebter sein. In den ganz kleinen abgelegenen Dörfern kriechen nur noch ein paar Alte herum, mit dem Esel, der Ziege, zum Friedhof oder dem viellleicht noch existenten Kramladen, der auch Kafenion ist, mit krummem Rücken. Die rüstigeren auch mit klapprigen landwirtschaftlichen Autos, Holz zu machen für den Ofen oder Ziegen einzusammeln. Es ist eine wunderschöne wilde Landschaft, weitläufig, oft sieht man Raubvögel im Blau kreisen, Wildschweine kommen bis in die Dörfer. Aber es fehlen die Menschen. Ohne eine solide Infrastruktur können sich Familien dort nicht halten.

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  6. Ulli schreibt:

    Die Schönheit der Bilder täuscht über die Lage der Menschen in den Bergdörfern hinweg. Überall wandern die jungen Leute aus diesen Dörfern und anderen, ohne Infrastruktur und Möglichkeiten Geld zu verdienen, ab, nicht nur in Griechenland. Da ist guter Rat teuer!
    Nun aber erfreue ich mich an deinen Bildern und bin froh, dass euch nix passiert ist, so ein platzender Reifen kann einen auch ins Schleudern bringen und zu Schlimmerem führen.
    Herzlichst, Ulli

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  7. Genau, wie Ulli sagt, hauptsache Euch ist nix passiert!
    Ich liebe solche Abenteuer und hab so einige in jungen Jahren erlebt.
    So hat man Erinnerungen, wenn nix mehr geht, daß ist das Schöne daran! 🤗
    Dein Bericht ist spannend und dann noch die Fotos dazu, klasse!

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Babsi, es war nicht wirklich gefährlich, denn auf solchen Straßen fährt man ja langsam. Mir ist mal ein Reifen auf der Autobahn geplatzt, ich fuhr ca 100-120, dass mir da nichts passierte und ich den Wagen zum Stehen bringen konnte, ohne jemand anderen zu rammen, war wirklich ein Wunder.

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    • gkazakou schreibt:

      Genau das, liebe Babsi, dachte ich gestern mal wieder, und mir fielen viele Abenteuer ein, die gut ausgingen. Wie oft klagen wir, wenn uns was Übles zustößt: warum mir? Aber die vielen Male, wo es uns erspart blieb, das bedenken wir eher selten. Wie oft hatte ich KEINEN Unfall, wie oft steckte ich mich NICHT an, wie oft brach ich mir NICHT das Genick – hach, beinahe, um Haaresbreite, noch mal davongekommen. Gerne würde ich einer höheren Macht danken für den Schutz, den ich immer empfinde. Ich tue es nun mangels spezifischen Glauben im Allgemeinen, hebe meine Augen zum Himmel, bekreuzige mich vielleicht sogar und sage aus ganzem Herzen „Ich danke euch, die ihr mich und die meinen so wunderbar beschützt habt.“

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  8. TeggyTiggs schreibt:

    …wer ausharrt, den belohnt das Schicksal oft…

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    • gkazakou schreibt:

      mag ein. liebe Teggytiggs. Ich kann das nicht beurteilen,denn ich habe nicht ausgeharrt, sondern bin weggegangen von dort, wo ich geboren wurde. Und du ja auch.

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      • TeggyTiggs schreibt:

        …ja und es ist manchmal gut, wegzugehen und manchmal gut zu bleiben…wir sind verschieden und dies oder jenes kann gut sein, je nachdem…doch oft denke ich heute, zu bleiben beinhaltet eine genauso gute Möglichkeit wie alle anderen…

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    • gkazakou schreibt:

      Durchaus, da stimme ich dir zu, Teggytiggs! Manchmal ist das Weggehen auch nur ein riesengroßer schmerzhafter Umweg. Und manchmal ist das Dableiben eine furchtbare Qual und Stagnation. Es lässt sich tatsächlich kein allgemeiner Satz formulieren, denn was für den einen gut ist, ist es für den anderen durchaus nicht.

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  9. chris schreibt:

    Die „Segnungen“ der Moderne
    werden zum Fluch für die
    Alteingesessenen – so ist
    das leider oft…. 😦

    Du bist nicht zufällig 1948 geboren ?
    https://wortundstern.wordpress.com/2020/01/25/das-jahr-der-ratte/
    Ich suche immer noch nach anderen Ratten… 🙂

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  10. pflanzwas schreibt:

    Mir gefallen die Bilder, die so eingerahmt daherkommen: das erste mit der Gardine genauso wie die anderen, die von Büschen und Zweigen flankiert werden. Schöne Blick in eine traumhafte Bergwelt. – Hoffentlich haben die Menschen mit ihren tollen selbstgemachten Produkten eine Zukunft! Solche Produkte sind hier sehr beliebt, viel läuft übers Internet, aber daß wird dort vermutlich anders ein. Sonst könnte das noch eine Chance sein. Vielleicht findet sich aber auch ein anderer Weg. Hoffen wir es!

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  11. gkazakou schreibt:

    danke, Almuth! Das einzige, was hilft, ist eine Erhaltung und Sanierung der Infrastruktur, die in den Jahren der Krise sehr vernachlässigt wurde. Die starken Temperaturschwankungen setzen dem Gestein zu, es wird blöckelig und muss gesichert werden. In den steilen Bergabstürzen zeigen sich Unmengen von neuen Höhlen, riesige Felsen geraten da in Bewegung. Aber mit den nötigen Geldmitteln lässt sich vieles in Ordnung bringen.
    Der E-Handel ist für die bäuerlichen Menschen keine Lösung, dafür ist ihre Produktion zu klein. Das ist überhaupt ein Problem bei der Vermarktung griechischer Produkte. Überall werden große Mengen mit genormter Qualität gefordert, die die Kleinbauern natürlich nicht liefern können. Sie beliefern den heimischen Markt, vor allem die Wochenmärkte, teilweise die Gaststätten, manche schaffen es in Spezialgeschäfte, und dann gibts eben noch den Verkauf an Ausflügler von Ständen am Straßenrand. Ohne befahrbare Straßen geht das alles nicht.

    Ein bisschen was zum Hintergrund: In Griechenland gibt es fast nur Kleinbauern, denn eine Landreform in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts zerschlug weitgehend den Großbesitz, der noch aus der osmanischen Zeit stammte. Das war ein Segen für die Menschen – und ist es immer noch, denn so hat fast jeder Einheimische ein Stück Grund und Boden. Aber es ist ein Hindernis für moderne Landwirtschaft und Vermarktung.
    Es gibt freilich unendlich viele Genossenschaften, manche funktionieren sogar sehr gut. manche sind Produzentengenossenschaften, die meisten kümmern siich nur um die Vermarktung. Aber wie das Beispiel des Olivenöls zeigt, versagen sie in großem Maßstab: immer noch wird das köstliche griechische Olivenöl in Großkanistern oder Tanks nach Italien verkauft – viel zu billig -, dort mit schlechterem spanischem und marokkanischem Öl vermischt (schlechter, weil dort auf Großplantagen neue Sorten gepfllanzt wurden, die mit Erntemaschinen geerntet werden – ein paar Kilometer pro Stunde). Mithillfe ausgeklügelter Verfahren wird das Öl dann standardisiert (Säuregrad, Geschmack…), in hübsche Flaschen gefüllt und als italienisches Öl exportiert. (Als „italienisch“ wird doppelt so viel Öl vermarktet als in Italien angebaut wird. Selbstverständlich gibt es auch hervorragendes italienisches oder spanisches oder marokkkanisches Öl, das von den verbliebenen alten Bäumen gewonnen wird). Dieser ganze Vermarktungsprozess wird in Italien hervorragend organisiert, mit staatlichen Spezialinstituten, Kongressen etc pp,, um immer auf dem neuesten Stand der Geschmacks- und Qualitätsanforderungen zu sein, während es in Griechenland keinerlei staatliche Unterstützung gibt, sondern jeder vor sich hinwurstelt. diskutiert wird das Thema hier natürlich auch, nach Lösungen wird gesucht ….

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  12. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Ein geplatzer Reifen? Nicht so schön, auch wenn es nicht wirklich gefährlich war… Gerade gestern erzählte mir eine Freundin, mit der ich länger nicht gesprochen hatte, daß sie nach dem Besuch bei ihrer Tochter, die ca. 230 km entfernt wohnt, auf der Autobahn einen geplatzen Reifen hatte. Auch nichts passiert, aber vermutlich war viel Glück im Spiel und jede Menge Schutzengel…

    So kamt Ihr zu einem leckeren Essen und Du zu Deinen Fotos von einer wirklich schönen und ursprünglichen Landschaft. Wie schade, daß die Jungen aus den Dörfchen ihre Heimatorte verlassen, um irgendwo anders ihr Glück zu versuchen. Zu verstehen ist es aber gut.
    Belebte kleine Dörfer gab es in den 70er Jahren noch viele und ich mochte sie sehr. Hier konnte man Unterkünfte finden, die viel interessanter waren als die Hotelburgen, von denen damals schon einige im Bau waren. Aber das ist halt lange her, liebe Gerda. Wie gerne kaufe ich Obst, Gemüse oder auch Käse von Bauern und ziehe diese kleinen Einkäufe denen im Supermarkt immer vor. Schlimm, wenn das alles nicht mehr möglich sein sollte.

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, liebe Bruni! In den D;rfern auf den Inseln und in Meresnähe herrscht kein Mangel an Einwohnern. Das Problem sind die entfernteren Bergdörfer. davon gibt es auch sehr viele, manche sind sogar sehr traditionsreich. Wenn es Straßen gibt, können sie überleben und sogar wieder etwas wachsen, denn dann kommt auch Binnentourismus.

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      • www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

        ich habe Deine Antworten auf die Kommis nicht alle gelesen, vielleicht hast Du es da ja schon geschrieben. Weißt Du, ob es Straßen geben wird, damit die Menschen in die Bergdörfer fahren können? Vielleicht gibt es ja schon eine Straßenplanung?

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    • gkazakou schreibt:

      Ja, liebe Bruni. ich schrieb oben, dass es eine Ausschreibung für die Sanierung dieser Hauptachse Kalamata-Sparta gibt. Sie ist wirklich dringend nötig. Die kleinen Straßen in den Bergen werden immer wieder provisorisch in Gang gesetzt. Für landwirtschaftliche Autos geht es meist, auch wenn es bisweilen halsbrecherisch wird. Meine Freundin Magda,, die von dort stammt, fährt mit ihrem kleinen Opel Corsa ebenfalls, ich aber traue mich nicht.

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  13. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Wenigstens ist ja schon mal etwas geplant, um diese Anbindung in den Griff zu bekommen…

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