Montags ist Fototermin: Königskerzen und Oliven

Die Blätter der Königskerze sind nicht weniger schön als die Blüte. Jetzt im Winter, wo es kaum Wildblumen gibt, sehe und bewundere ich sie oft, wenn ich durch die Olivenhaine streife.  Auf den ersten Blick wirken sie eher grau und unscheinbar.

Aber ein zweiter Blick lohnt sich unbedingt, finde ich.

Und auch ein dritter.

Und richtest du deinen Blick dann wieder in die Weite, kann es sein, dass du gerade so wie der Olivenbaum neben dir auf die Ausläufer des Taygetosgebirges schaust….

oder du schaust mit einem anderen Olivenbaum hinunter aufs Meer, in dem gerade die Sonne versinkt.

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Fotografie, Leben, Natur, Umwelt, Zwischen Himmel und Meer abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

24 Antworten zu Montags ist Fototermin: Königskerzen und Oliven

  1. Ulli schreibt:

    So schön sind deine Blicke! Ich habe den Augenschmaus sehr genossen. 😊

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  2. kopfundgestalt schreibt:

    Das zweitletzte Foto schon sehr besonders 😊

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  3. felsenquell schreibt:

    Es gehört doch bestimmt viel Mut dazu, in einer so wunder-vollen Natur Natur auch noch zu zeichnen. Ich möchte das mal verstehen, was Dich, liebe Gerda, täglich antreibt. Bitte mich nicht falsch zu verstehen, es ist mir seit Jahren eine Frage, warum man Natur abbildet, wo sie doch so viel vollkommener ist.

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Hella, ich könnte jetzt natürlich zurückfragen, warum man überhaupt malt oder fotografiert oder versucht, etwas über die Natur zu sagen und zu dichten…., wo sie doch ohne menschliches Zutun so unbeschreiblich wunderbar und vollkommen ist. Selbst wenn ich ganz abstrakt nur Farben malen würde – an die Farben der Natur käme ich nie heran. Ein gemaltes Blau ist niemals auch nur annähernd dem lichten Blau des Himmels vergleichbar. Und das Meer in Worte zu fassen, ist so gut wie unmöglich.
      Nun will ich aber ganz bescheiden antworten: das Zeichnen und Malen ist mir ein Bedürfnis, es lehrt mich viel und es füllt meinen Tag sinnvoll. Und es ist natürlich kreativer, als den ganzen Tag nur Oh und Ah zu rufen. 😉

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      • Hedwig Mundorf schreibt:

        Ich beneide jeden, der die Gabe hat, zu zeichnen und zu malen. Leider bin ich in dieser Hinsicht völlig talentfrei.

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      • felsenquell schreibt:

        Liebe Gerda, herzlichen Dank für Deine freundliche Antwort. Ich weiß, daß ich mich mit meiner Frage als Banausin geoutet habe. Ich bewundere Deine Zeichnungen, die ich mir jeden Tag anschaue. Vor allem bewundere ich Deine Geduld, Deine Konsequenz, Deine wachsende Perfektion. Und doch ist es mir eben eine Frage, wie die immer gleichen banalen Gegenstände Deine künstlerische Anstrengung herausfordern können. Es ist ja die pure Oberfläche der Dinge, die zur Darstellung kommt.Und das weiß ich auch, daß der Sonnenschein der Natur schöner ist als jede gemalte Farbe. Also was vermag die Malerei noch, nachdem wir fotografieren können? mehr als das Foto, denke ich. Die Musik malt nicht, sie drückt die Seele aus. Und was kann die Sprache, die Dichtung leisten? Es wäre unter uns mal ein Diskurs über die Künste angesagt. Aber den können wir natürlich nicht in Deinem Blog führen. Sei umarmt!

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    • gkazakou schreibt:

      Nee, Hella, zu dieser Diskussion habe ich momentan wenig Lust. Du sagst: „meine Frage, wie die immer gleichen banalen Gegenstände Deine künstlerische Anstrengung herausfordern können. Es ist ja die pure Oberfläche der Dinge, die zur Darstellung kommt…. Also was vermag die Malerei noch, nachdem wir fotografieren können?“ Ich weiß nicht, aus welchem Blickwinkel und Interesse du diese Fragen stellst. Möchtest du erhabenere Gegenstände? Was heißt „pure Oberfläche“ – im Gegensatz zu was? Tiefe, Bedeutungsschwere? Geistige Herausforderung? – Und dann die immer mal wieder auftauchende Frage, was Malerei nach der Erfindung der Fotografie noch leisten könne.
      Wenn du Antworten willst, musst du deine Fragen schon ein wenig mehr eingrenzen. Jetzt nur so viel: Drück einem Kind Farbstifte in die Hand, einem anderen einen Fotoapparat – dann wird der Unterschied zwischen beiden Tätigkeiten handgreiflich. Aus der Perspektive des Betrachters mag Fotografie und Malerei ja fast dasselbe sein – beides sind Bilder, und die Malerei meist auch in fotografischer Form -, aber der Herstellungsprozess ist vollkommen verschieden und also auch die Bedeutung, die die Tätigkeit für den Tätigen hat.
      Was die Gegenstände der Kunst anbetrifft: die Zeiten, als es eine anerkannte Hierarchie der Gegenstände gab, sind vorbei. Aber natürlich kann man diese Frage stellen. Wie du weißt, habe ich auch anderes gemalt als Alltagswelten. Nun aber sind sie dran.
      Alles Liebe, Gerda

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  4. Gisela Benseler schreibt:

    Ganz wunderbar alles, was Du da beobachtest und uns im Bild zeigst, Gerda!

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  5. Ich glaube die Natur ist die größte Inspiration für einen Künstler, es geht nicht darum sie perfekt wiedergeben zu wollen, aber während des zeichnens oder malens ist die Wahrnehmung sehr intensiv für sie, weil man jedes Detail festhalten will! Selbst in der Abstraktion findet sich diese Wahrnehmung wieder!

    Das letzte Bild, der Olivenbaum verabschiedet die Sonne! Das mit dem Wächter finde ich ganz wundervoll beschrieben!
    Es sind sehr schöne Impressionen Gerda!

    Liebe Grüße Babsi

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  6. Ule Rolff schreibt:

    Zwei so verschiedene Motive eina der gegenübergestellt, die für Vordergrund, Hintergrund und deren Vermittlung stehen.
    Die gewellten Blätter der Königskerze unterscheiden sich von denen unserer, die glattbekante dennet und pelziger sind. Blüht eure auch gelb, oder ist das diese zarte rosa- lila Variante?

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    • gkazakou schreibt:

      Sehr unterschiedlich sind die Motive, das stimmt. Doch wenn du die Wellenlinie der Königskerze mit der des Olivenstamms vergleichst, dann auch noch die aufschäumende Welle des Buschwerks vor dem Sonnenuntergang hinzunimmst, sieht du, wie die Form sich wiederholt.
      Dann brauchst du nur noch die Wellenlinie der Bergkulisse und die Wellen des Meeres dazu zu denken – und alles wird zum Ausdruck desselben Motivs – der Welle -, in unterschiedlichen Dimensionen und geprägt in verschiedenes Material.
      Die Königskerze blüht auch hier gelb.

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  7. pflanzwas schreibt:

    Schöne Motive und Formen und was für eine wunderbare Aussicht. Es muß toll sein, die Berge so nah zu haben. Und dann diese tolle Aussicht auf das Meer dazu. Was will man mehr 🙂 Die Wellenlinien der Königskerze finde ich auch sehr hübsch. – Ich denke, die Natur ist eine stete Inspirationsquelle. Indem wir sie wiedergeben, sind wir ihr nahe und fühlen uns noch verbundener. Ich stelle mir gerade vor, wie ich täglich Betonwände fotografiere 😉 Nee. geht gar nicht. Und was die Objekte bzw. Motive angeht: ist nicht alles interessant und einer Darstellung wert? Ich sehe da keinen Unterschied. Manchmal fühlt man sich mehr zu Details hingezogen, manchmal mehr zu Landschaften und dann spricht einen wieder etwas abstraktes an. Ich finde alles inspirierend!

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  8. felsenquell schreibt:

    Ach, dann nimm doch mal wieder Buntstifte oder einen Schulmalkasten in die Hand und guck Dir ein lebendiges Wesen aus, das Dich inspiriert. Die Natur, die Du uns fotografisch zeigst, ist so betörend schön!

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    • gkazakou schreibt:

      Nee,Hella, das ist nix für mich. Da höre ich immer in meinem Ohr „o wie malerisch! willst du das nicht mal malen?“ Ich pflege dann zu sagen: Bitte schön, es steht dir frei, wenn du es malen möchtest, tu es. Ich mag das nicht besonders, wenn man mich berät, was und wie ich malen solllte. Jeder sehe selbst zu.

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      • www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

        Ganz wundervoll sind deine Fotografien, liebe Gerda, die ich erst heute sehe.
        Wie gut, mir die Königskerze ohne Blüten ins Gedächtnis zu rufen. Sie so zu sehen, auf deinen Bildern, ist wie eine neue Erkenntnis. Ich muss genauer hinsehen!
        Manchmal vergesse ich es… wie dumm, stelle ich fest 🤨

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  9. felsenquell schreibt:

    Natürlich nicht, Gerda, es steht mit wirklich nicht zu, Dir einen Rat in Deiner Kunst zu geben.Ich wollte eigentlich nur signalisieren, daß ich ein bißchen enttäuscht bin über die harte Diesseitigkeit Deiner Werke, die Oberfläche des Banalen. Die Alternative, so meinte ich, sei nicht Kitsch sondern Verflüssigung, Bewegung, Transparenz. Ich bin natürlich keine Künstlerin und habe keine Ahnung vom Prozess des Zeichnens und Malens. Also Schluß mit dieser unseligen Debatte!

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  10. gkazakou schreibt:

    Vielen Dank, Hella, für deine guten Absichten. Und für die Gelegenheit, mich zu diesen Fragen zu äußern. „Harte Diesseitigkeit“ ist nach meinem Verständnis, nicht das richtige Wort, um meine Zeichnungen zu charakterisieren, Und „Verflüssigung“ oder „Transparenz“ sind keine Synonyme für Geistigkeit. Weder Motive noch Malweisen sind an sich „geistig“ oder „seelisch“ oder „diesseitig“, sondern es kommt auf die mitschwingenden geistigen bzw seelischen Haltungen des Zeichners und des Betrachters an. zB: Liebe ich, was ich zeichne? Betrachte ich mit Sympathie?
    Wenn ich einen „harten“ Stamm zeichne und nicht den Baum mit seiner Aura male, so bleibt doch für den Betrachter genügend Raum, um seinerseits die Aura zu spüren.Und vergiss nicht, dass ich im Land des harten Lichts lebe, das die Gegenstände stark konturiert und nicht atmosphärisch verschwimmen lässt, wie in Deutschland. Klick mal irgendeinen der Olivenbäume an und sag mir, ob ich recht habe. Liebe Grüße zu dir hin! Gerda

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