Hochragendes, Niederschlagendes

Ein bisschen habe ich gestern im Atelier getan. Ich nahm Kohle und Wachskreide und zeichnete ein „luftig Hochragendes“ auf einen Bogen Papier (50×70).
Dann fiel mir eine gerahmte Leinwand auf den großen Zeh. Der Schmerz und die Vorstellung eines blauen Nagels fanden auf dem Bild ihren „Niederschlag“ (2. Fassung, mit Pigmenten und Wasser)

Kein Grund zu Sorge, der Nagel ist dran geblieben. Hier die beiden Fassungen zum Vergleich.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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14 Antworten zu Hochragendes, Niederschlagendes

  1. gann uma schreibt:

    Assoziationen:
    Die erste: dynamisch, Wellen, Surfen, Schwimmen, Freude, Spiel, Sex.
    Die zweite: Bremse, Stillstand -wie es Schmerz oft an sich hat.

    Ich mag am ersten die Pünktchen, die sind beim zweiten nicht mehr aktiv.

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  2. Myriade schreibt:

    Sehr ausdrucksvoll!!

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  3. ann christina schreibt:

    Ich denke an eine Blütenknospe, die sich öffnet… Aber das Wachsen, die Umwandlung und die damit einhergehenden Veränderungen sind ja auch oft mir Schmerz verbunden. Ein schönes Wochenende dir!

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  4. afrikafrau schreibt:

    das erst Bild ja, das ist luftig, die Leichtigkeit, Durchsichtigkeit und diese Pünktchen, all dies zieht mich an, das Schwere ist etwas für die dunkleren Wintertage…. aber auch die Pünktchen Aussicht
    auf Lichtblicke…….

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  5. kowkla123 schreibt:

    wünsche dir ein gutes Wochenende.

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  6. Ulli schreibt:

    Sie nebeneinander zu betrachten macht die Dynamik aus, selbst, wenn ich jetzt nichts von deinem Schmerz wüsste, wäre der „Einbruch“ sichtbar-

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  7. www.wortbehagen.de schreibt:

    Sie unterscheiden sich deutlich, die beiden Versionen
    Der Schmerz muß heftig gewesen sein, liebe Gerda, und war da ein Ägerlichsein in Dir?
    Alles Leichte war weg und Ärger färbte das einstmals helle lustig Gepunktete tiefschwarz…
    Tut es noch weh?

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Bruni. du hast es richtig erkannt: Wann knallt man sich etwas auf den Fuß? Wenn man „etwas Ärgerliches“ in sich hat, dem man keinen Ausdruck geben will. Man malt hell und leicht – und BUMS! AU! Verdammter Mist! Nein, der Zeh tut nicht mehr weh, Am nächsten Tag habe ich dann gar nicht erst versucht, leicht und hell zu malen. Denn mir war recht düster zu Mut, und es ist besser für mich, Gefühle nicht zu unterdrücken, sondern auszudrücken. Wozu habe ich sonst die Malerei? 😉

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