Venezianische Träumereien

Meine ersten Malereien in Aquarell machte ich in Venedig. Das ist viele Jahre her. Danach war ich nie wieder in dieser faszinierenden Stadt, deren Charme, meine ich, sich niemand entziehen kann. Heute beim Legen mit Jürgens Schnipseln und den Fetzen des zerrissenen Umschlags träumte ich mich in einen der Kanäle,  ein paar vergessene Gondeln schwappten vor Stufen, die zu einem verlassenen Palast führten.

Wie es wohl drinnen aussah? ich erstieg die Stufen und verlor mich in den Sälen. Herumstreifend fand ich alte Folianten und verblichene Gemälde, die ich zu erkennen meinte. Was das nicht ein Boticelli? Und das andere, ein Bruchstück eines großen Gemäldes von Hieronimus Bosch? 

Allzu düster schien mir dieser verfallene Palast. Also ließ ich das Blau des Himmels hinabfluten in den Kanal. (Groß sehen – Anklicken!)

Und wenn du Lust hast, streifst du mit mir noch einmal durch diesen verwinkelten Bau, mit und ohne Himmelsblau.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, alte Kulturen, die schöne Welt des Scheins, Kunst zum Sonntag, Leben, Legearbeiten, Meine Kunst, Psyche, Träumen, Zwischen Himmel und Meer abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

19 Antworten zu Venezianische Träumereien

  1. kopfundgestalt schreibt:

    Venedig, wie es keiner sah… 🙂

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  2. chris schreibt:

    Die Collagen mit dem blauen Hintergrund gefallen mir besonders ! 😉 ;.D

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  3. kowkla123 schreibt:

    eine gute Woche ohne Stress und Sorgen wünsche ich, Klaus

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  4. christahartwig schreibt:

    Mein Favorit ist 4360a. Eine Abendstimmung, nicht wahr?
    Venedig ist ein zauberhafter Ort. Ich wünschte, die würden den Tourismus dort begrenzen können, auch wenn ich das Ende der Warteliste nicht mehr erleben sollte. Schon jetzt würde ich mich einer Reise enthalten. Es tut einfach weh diese Horden zu sehen. Da schaue ich lieber Deine Legearbeiten an.
    LG Christa

    Gefällt 2 Personen

  5. Ulli schreibt:

    In Venedig bin ich leider noch nie gewesen, aber tausendundein Bild gesehen … danke für deine kleine Reise, die mir sehr gefällt, besonders die Bilder mit den blauen Hintergründen!
    liebe Grüße, Ulli

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  6. kunstschaffende schreibt:

    Ich bin eine große Bewunderin Deiner Architektur Bilderwerke! 💕👌

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  7. www.wortbehagen.de schreibt:

    ich streife, liebe Gerda, und verlaufe mich in den Winkeln der verlassenen Zimmer, der verborgenen Kammern und am Ende orientiere ich mich an Deinem himmlischen Blau und komme wieder zum Vorschein. Ich war schon ganz aufgelöst und aufgeregt und glaubte, ich fände den Ausgang nicht mehr.
    Ich war nie in Venedig, kenne es nur aus Bildern und Filmen, aus Büchern und Erzählungen und wenn ich an Venedig denke, denke ich auch immer *Wenn die Gondeln Trauer tragen* und sehe wieder eines der schrecklichen Kreuzfahrtschiffe, die dort anlegen, in der Schönheit einer alten Stadt und sie immer weiter unterhöhlen und zerstören

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