Karneval in der Stadt

Heute saß ich wieder in meinem provisorischen Athener Atelier.

Mir stand der Sinn nach weiteren Architektur-Bildern, diesmal, wenn möglich, mit Zentralperspektive, an der entlang ich Paläste, Häuser und Brückchen baute und sogar Telefonleitungen legte, darauf ein Täubchen.

Da tanzten plötzlich zwei lustige Gestalten ins Bild. Ich glaube, Ulli hat sie mir geschickt (vergl. die rote Tänzerin). Ganz unbeschwert sind sie unterwegs, auch wenn ein Gebäudeteil wie ein Damoklesschwert über ihren Häuptern hängt. Nun ja, Karneval liegt in der Luft.

Ich bekam Lust, zu ihrem Empfang den roten Teppich auszurollen, der rechts im Bild lag. (Es ist eine Originalkarte von Jürgen Küster, die er mir mitsamt den Schnipseln schickte und die nun zusammen mit dem zerfetzten Umschlag mein Legematerial bilden.)

Stadtansicht mit Tänzern und rotem Teppich rechts (c) gerda kazakou 2018

Hier das Original in zwei Fassungen (erstes und letztes Bild), eine Schwarz-Weiß-Ausgabe und drei Fassungen mit hinzugefügtem Blau. Zum Vergrößern bitte anklicken

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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26 Antworten zu Karneval in der Stadt

  1. Ulli schreibt:

    Ich mag sie ALLE, bis auf die Schwarz-weiß- Bearbeitung, wie ich schon unter die Bilder schrieb, sie sind voller Musik, Tanz und Leichtigkeit, selbst die Architketur!
    herzliche Grüße zum guten Abend, Ulli

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  2. christahartwig schreibt:

    Getanzt bis in die Puppen. Ich meine zu spüren, wie in den Häusern rechts und links längst geschlafen wird – geschlafen und geträumt. Ein feines Bild!

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  3. kopfundgestalt schreibt:

    Ja, sehr ausgewogene Aufteilung..und der Tanz als belebendes und Lebens-Element!

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  4. Elke H. Speidel schreibt:

    Schöne Arbeit! Mit lieben Grüßen aus dem karnevalgeplagten Köln (zum Glück ist es bald vorbei!) Elke

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  5. kunstschaffende schreibt:

    Die Version mit dem blauen Hintergrund gefällt mir ganz besonders! So kommt die Szene mit der Leichtigkeit des Sein am besten raus!

    Lasst uns singen und tanzen und die Fröhlichkeit so in unsere Köpfe pflanzen! ©BaSch
    Eigentlich könnte alles so einfach sein!

    Dein Werk inspiriert und ist wunderschön!👌😉🙋

    Liebe Grüße Babsi

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  6. Agnes Podczeck schreibt:

    Ich höre die Musik, zu der sie tanzen. Eine ganz wundervolle Komposition. Am liebsten mag ich das Original, ohne farbliche Nachbearbeitung. Das Blau im Hintergrund empfinde ich als etwas bedrängend weil es viel zu perfekt für die lebensvolle Szene ist.
    Liebe Grüße an Dich!

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    • gkazakou schreibt:

      Herzlichen Dank, Agnes. Ich hätte auch lieber ein gemaltes Blau gehabt, so wie die Schnipsel, die ich mit Susannes Schnipseln kombiniert habe. Doch die sind in der Mani zurückgeblieben und ich muss mich behelfen. .

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  7. kowkla123 schreibt:

    es ist kalt, erkälte dich nicht,Klaus

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  8. TeggyTiggs schreibt:

    …ich mag es sehr…die Tänzerinnen als Mittelpunkt des ganzen Geschehens, gleich was wo wie passiert, sie werden nicht aufhören zu tanzen, gemeinsam…für mich hat die Szene übrigens etwas orientalisches…

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  9. www.wortbehagen.de schreibt:

    Ein tanzendes Paar, das Lebendige, das Lebensvolle, die Lust am Leben und drumherum Zerfallendes, Altes, Vergehendes und doch noch Bestehendes. Ich mag den Teppich rechts viel lieber als unter dem Paar und das Blaue vermisse ich nicht.
    Ja, Dein kleines feines tanzendes Paar bildet den Mittelpunkt, liebe Gerda, denn es verkörpert das Leben, das wir alle so sehr lieben. Ein wundervolles Legebild ist es geworden und ich finde es wunderschön.

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    • gkazakou schreibt:

      danke, liebe Bruni, für deine feine Interpretation. Ich mag den Teppich eigentlich auch lieber rechts, wo er einen roten Impuls setzt, der dann im Kostüm der einen aufgegriffen wird. ber mir gefiel die Idee des „den roten Teppich ausrollen“.

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      • www.wortbehagen.de schreibt:

        Beide Gedanken haben etwas, aber der Impuls des Rot im Teppich, das im Kostüm der Tanzenden aufgegriffen wird, gefiel mir ein kleines bissel mehr, scheint *`schlichter*, weil unauffälliger…

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