Die harten Kontraste und scharfen Kanten des Materials, das ich von Jürgen Küster erhalten habe, haben mich ein wenig ermüdet. Auf der Suche nach einem vermittelnden Medium – ich dachte an Kohle oder Pastell und experimentierte mit einer schon bemalten Pappe – fiel mein Auge auf den Umschlag, in dem das Material zu mir gekommen war: bräunlich, zerfetzt, glanzlos.
Ich zerriss ihn in Stücke und legte ein Bild, die bräunlichen Fetzen zur Milderung der Konturen verwendend. Und so entstand ein viel weicherer Bildeindruck. Mir gefällts. Ich werde noch ein wenig damit experimentieren.

und drei Bearbeitungen:
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About gkazakou
Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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Sehr schön, die vorletzte Bearbeitung…
Liebe Morgengrüße vom Lu
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Danke schön, Lu! hab einen guten Tag!
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Dito, liebe Gerda!
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…so mit weichen Übergängen, gefällt es mir auch besser…sehr schön auch die Lichtspiele…das mittlere bekommt plötzlich eine tiefe geheimnisvolle Note…fein…
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Vielen Dank, ich freu mich über deine Zustimmung.
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Eine sehr gute Idee, Gerda. Das warme Ocker mildert das Schwarz.
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danke dir, Susanne!
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Tolle Idee! Weiß, Ocker, Schwarz sind Klasse!
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danke Petra! ich freu mich, dass es dir gefällt.
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Sehr kreativ, mir gefällt das dritte am Besten.
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Herzlichen Dank!
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Bei der Betrachtung all deiner Legebilder wabern Anmutungen zu den Sagen des Klassischen Altertums an, tragisch, galant, voll mit irdischen Irritationen und uralten Tiefträumen. –
Gern würde ich…Nun, bin gespannt auf Neues!
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Liebe Wildgans, danke! wabern Anmutungen – das ist mal wieder gut gesagt. Ja, die altgriechischen Bilder wabern im Tiefenbewusstsein von uns europäischen Menschen immer mit. Hier rührte mich aber eher Ägyptisches an. Vielleicht so: der griechische Mensch schaut auf das Ägyptische und versucht es zu begreifen.
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Ganz wunderbar, die spontanen Eingebungen sind die besten. Dieses braune Papier mag ich besonders gern. Bin begeistert.
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Ich freu mich sehr über deinen Besuch und die Zustimmung, Marie!
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wünsche ein gemütliches Wochenende, Klaus
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Danke schön, dir auch, Klaus!
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gerne und danke
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…allerdings, das überzeugt…wie ein schönes Bett, diese braunen Fetzen.
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die Assoziation gefällt mir. Die Figuren sind eingebettet.
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eine raffinierte Idee, liebe Gerda, und Du hattest recht, es lindert und mildert und tatsächlich ist die mittlere Bearbeitung etwas ganz Besonderes. Nun wirkt das Couvertpapier so, als wäre es Licht, das die Schattenfiguren umhüllt.
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danke, liebe Bruni. Ja, ich denke auch an Licht-Schatten-Spiele, habe schon weiter rumprobiert. „Lichte Schatten“ – darüber denke ich gerne nach.
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Lichte Schatten, die nicht bedrücken
im Gegensatz zu den finsteren, die dich verfolgen und dir heimtückisch in den Rücken
fallen. Über all die verschiedenen Schatten hab ich auch oft nachgedacht und letztendlich, wie könnte es anders sein, mal wieder mal ein Gedicht darüber gemacht *g*
http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2011/november/wald_der_schatten
Einen lichten Schatten zu haben ist ein Geschenk, liebe Gerda
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Auch wenn ich bei Dir bisher keine „Materialermüdung“ feststellen konnte, finde ich doch, dass Briefumschlag dem Ganzen noch einmal neues Leben eingehaucht hat (Betonung auf Hauch).
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Danke sehr, so seh ich es auch. Bei Susannes akkurat verschnittenen Bild-Schnipseln im Rot-Gelb-Spektrum half mir zerrissenes Blau aus eigener Produktion. Hier erfüllt nun das matte Braun dieselbe Funktion. Allerdings passt es schlecht zu den gelblichen Teilen, die es auch im Material gibt.
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Irgendwas ist ja immer. 🙂
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welch wunderbare kreativität, dein ideen, die letzte neue gefällt mir besonders
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herzlichen Dank, Afrikafrau! Wie ich sehe, ist deine Kreativität auch nicht am Austrocknen.
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