Tape Art?

Zu meinem gestrigen „Bau eines Holzschiffes“ schrieb Nina im Kommentar: „Ich fühle mich gleich an Tape Art erinnert.“ Ich gestand meine Ahnungslosigkeit, googelte und fand eine Kunstform, von der ich nichts wusste.
Doch mit Klebebändern habe ich schon lange gearbeitet. Klebebänder symbolisieren für mich Fragilität und den Versuch, Dinge zusammenzukleben, die auseinanderzubrechen beginnen. Hier ein Beispiel, ich weiß nicht, aus welchem Jahr. Ich habs heute zufällig in einer Mappe entdeckt und fotografiert.

Viele andere Bilder mit Klebebändern, übermalt oder nicht, habe ich schon auf diesen Seiten gezeigt. Ebenfalls heute fiel mir das letzte Bild einer Serie in die Hand, die ich in der Nacht vor dem 11/9 machte – ich schrieb darüber (hier). Dies Bild nannte ich „Landebahnen“, nicht ahnend (oder doch ahnend?), was sich hier wenige Stunden später abspielen würde. Ihr seht vielleicht zwei glimmende in sich zusammengestürzte Türme. Und darüber gelegt ein System aus Balken, die sich im Zentrum zum Kreuz fügen.

Dies Bild habe ich mit Klebestreifen, Ölkreide und einem Messer hergestellt.

Heute ist Karfreitag, und ich bin grad von einer lithurgischen Feier zurück, bei der das blumengeschmückte Epitaph (Grab) um die Gemeinde herumgetragen wurde, ihm voran ein Kreuz, ähnlich dem, an das vor fast 2000 Jahren Jesus Christus genagelt wurde.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Katastrophe, Malerei, Meine Kunst, Methode abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Tape Art?

  1. mmandarin schreibt:

    Tape Art…. das ist spannend…und du hast es schon gemacht, bevor das Kind einen Namen bekam. Gefällt mir sehr und eröffnet neue Möglichkeiten. Ich wünsche dir ein kraftvolles Auferstehen an Ostern. Marie

    Liken

  2. gkazakou schreibt:

    Danke dir, liebe Marie! Auch dir ein frohes Auferstehen! Gerda
    (die bunten industriellen Tapes, die ich im internet sah, machen mich nicht besonders an, um daraus Kunst zu machen. Ich mag die hellen aus Papier)

    Liken

  3. kormoranflug schreibt:

    Deine hellen tapes mit Schichten sind toll.
    Die heutige tape-art mit den gleichfarbigen Isolierbändern und masslosen Verbrauch von Kunststoffen und Klebern um einen Raum zu inszenieren können einen berauschen (Klebstoff-Schnüffler) aber nicht beeindrucken.

    Liken

  4. gkazakou schreibt:

    Danke sehr. Ich sehe diese Tape-Art, soweit ich das nach den Bildern im Netz beurteilen kann, auch sehr distanziert. Ich glaube, mir würde die Kunstfertigkeit Eindruck machen, aber das, was für mich das Klebeband symbolisiert (Fragilität etc), würde ich nicht drin finden.

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.