Aus Anlass Pina Bausch/Igor Stravinsky, Frühlingsopfer

Bei https://meinexperimentlebenblog.wordpress.com/ sah ich eben ein link zu einem Ballett von Pinas Bausch. Ich konnte es nicht öffnen, da es „in Ihrem Land“ (dh in meinem Griechenland) „leider nicht zugänglich ist“.

Aber ich habe bei meiner Aufräumerei eine kleine Bleistiftskizze gefunden, die ich sehr mag. Ich machte sie vor Jahren, tief bewegt durch Bina Bausch im Sacre du Printemps von Igor Stravinski. Ich fühle meine damalige Betroffenheit noch heute nachzittern in dieser Kohleskizze.

IMG_6406Einen Ausschnitt des Balletts fand ich unter: https://www.youtube.com/watch?v=BEb4EH35uHE&list=RDBEb4EH35uHE.

Zu jener Zeit habe ich viele Aktstudien gemacht, aber keine vermittelt mir dies erschütternde Erlebnis der Entblößung. Wie denn auch Pina Bausch einmalig war.

Zum Vergleich ein paar Aktzeichnungen, mit Kohle  …

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oder Bleistift nach Modell (unter ein männliches) gezeichnet …

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oder flüchtig skizziert. Manchmal scheint eine andere Skizze durchs Papier hindurch. Schnell musste es gehen, und das Papier wurde beidseitig benutzt.

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Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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15 Antworten zu Aus Anlass Pina Bausch/Igor Stravinsky, Frühlingsopfer

  1. barbarabosshard schreibt:

    starker ausdruck – in jeder einzelnen skizze!

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  2. putetet schreibt:

    Sehr schön skizziert. Viel Ausdruck mit wenig Aufwand. Das beherrscht nicht jeder Künstler.
    LG Alexander

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  3. afrikafrau schreibt:

    Pina Bausch hat die Tanzszene aufgemischt,revolutioniert, auf ihre eigene Art der Tanzsprache.
    Selbst bei schnellen Skizzen gibst du dein ureigene Empfindundungen preis, wow.

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    • gkazakou schreibt:

      Ja zu Pina, einer ganz Großen, Wunderbaren. Beim Skizzieren hilft vielleicht gerade die Geschwindigkeit, um sich autentisch auszudrücken, Afrikafrau. Kennst du die erotischen Skizzen von Rodin?

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  4. Ulli schreibt:

    So oft habe ich dieses Stück damals in Wuppertal gesehen und immer wieder ging ich tief bewegt hinaus- heute gehe ich bewegt von hier …

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    • gkazakou schreibt:

      Oft gesehen, du Glückliche! Solche Nahrung für die Sinne und fürs Gemüt findet man nicht leicht.

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      • Ulli schreibt:

        Ja, liebe Gerda, damals war ich mit Kultur richtig gesegnet. Ich lebte zwischen Wuppertal und Düsseldorf, in Wuppertal hatten wir selbst einen Theaterkeller hinter dem Hauptbahnhof, hier sind früher die Wuppertaler Jazzgrössen aufgetreten, Leute wie Peter Kowald, Peter Brötzmann, Alexander v. Schlippenbach und wie sie alle hiessen, dann gab es das Impuls, später die Börse und das van der Heydt Museum, sowie die Wuppertaler Oper und das Stadttheater, wo sie alle auftraten. Im Stadttheater sah ich einmal Pina selbst zu den Jazzern tanzen, das war unglaublich!
        Wir habn uns immer Karten für die allerbilligsten Ränge gekauft und sind dann in der Pause runter auf die unbesetzten Plätze, deren es immer viele gab. Das war noch die Zeit als die Herr- und Damschaften in Nerzen türeknallend die Oper verliessen. Pina war viel zu avangardistisch für sie … ihr Rum kam erst später. Ausser ihrem Debut: Cafe Müller habe ich bis in die frühen neunzehnhundertachtziger Jahre alle ihre Stücke mehrmals gesehen, sie hat mich schon zu vielem inspiriert. Schau mal hier zum Beispiel und hier:
        https://cafeweltenall.wordpress.com/2012/11/21/pina/

        http://pixelismus.wordpress.com/2012/11/18/tanz/

        https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/10/31/dead-can-dance/

        hach …

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    • gkazakou schreibt:

      Es gäbe so viele Anknüpfungspunkte. Doch nein, ich erzähl dir jetzt nicht von meinen Anfängen. Es würde ausufern.

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      • Ulli schreibt:

        Uns wird einst der Mund nicht still stehen😉 ich hatte vorhin auch überlegt ob ich überhaupt soweit ausholen soll, aber irgendwie bin ich gerade sehr kommunikativ …
        lachende Abendgrüsse zu dir hin
        Ulli

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  5. afrikafrau schreibt:

    ja, die kenne und bewundere ich.

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  6. teggytiggs schreibt:

    …Deine kleine Skizze zum Frühlingsopfer finde ich stark und sehr passend, sie dringt mehr in mich als die anderen Akte, die ich auch gut finde…

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  7. elsbeth schreibt:

    Liebe Gerda, nur falls Du diesen Film noch nicht kennst ! https://www.youtube.com/watch?v=hh8cUsdz1fU
    Es ist Pina–ganz!!! Unbedingte Wahrhaftigkeit…. Leben.
    Das fällt mir zu ihr ein.
    Und– DANKBARKEIT für diese Kunst, die durch sie in der Welt ist.
    Dir auch Dank für diese Wieder-Erinnerung.
    Herzlich, Elsbeth

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  8. elsbeth schreibt:

    p.s. Tief bewegend Deine „Antwort“ auf Pinas sacre du printemps, Gerda !
    Es hat trotz „Antwort“ einen ganz eigenständigen Klang .
    Und wirkt weiter.
    Elsbeth

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