Hitze nun auch bei uns, dazu eine geschwollene Backe vom letzten nun glücklich auch entfernten Backenzahn – da ist es mit der Kreativität nicht weit her. Ich liege rum, das Hirn bleibt stumm, das Auge schweift und bleibt an … Reflexionen anderer Art hängen:
Die erste fiel mir auf, als ich meine Brille auf meinem Hosenbein ablegte. Das Eulenfenster bildete sich in strahlendem Blau auf dem Gewebe ab, und dahinter, in größerem Format, wurde es noch einmal in hellem Grün sichtbar. Leider ist das grüne Abbild trotz aller meiner Versuche auf dem Foto nur unklar zu erkennen. Das Fenster selbst ließ ganz unspektakulär graues Licht des heißen Tages hindurch.
Eine naheliegende Erklärung habe ich für dies Phänomen der doppelten farbigen Brechung: die Brillengläser sind beschichtet, um die Augen vor Schäden bei allzu vielem Computer- und Handygebrauch zu schützen. Warum nun gerade diese Farben und Formen – das muss ein anderer erklären.
Ganz unerklärlich blieb mir eine strahlend rot-grüne Reflexion auf der Rückenlehne des Schreibtischsessels, in dem mein Mann mit grünem T-Shirt saß und nachdachte. Das Licht kam aus dem entfernten Fenster zum Vorgarten, aber da gabs nichts Besonderes zu sehen. Wie kommen diese Reflexionen zustande? Keine Ahnung.
