Gestern ging ich auf Umwegen von der Altstadt Kalamatas hinunter zum Segelhafen, wo ich verabredet war. Vielleicht macht es dir Spaß, mich zu begleiten.
Als erstes suchte ich die einzige ernstzunehmende Galerie der Stadt auf, wo eine junge Frau (Giorgia Papoutsi) ausstellt, die ich gut kenne. Sie hat in Antwerpen Kunst studiert und dort eine Technik kennengelernt, die sich Kyanotypia oder Blaudruck nennt. Sie verwendet dieses Verfahren zusammen mit Akryllfarben.
Witzigerweise brachte Bloogerfreund Ulfurgrai fast zeitgleich einen Hinweis auf dieses Verfahren, für das er dann am 10.4. noch einen ausführlichen Eintrag machte, den ich Interessierten sehr empfehlen möchte (hier).
Die Wiedergabe von Giorgias Bildern ist schwierig, doch möchte ich noch ein paar Fotos zeigen, die ich bei der Eröffnung unter Kunstlicht machte:
Der zentrale Fußgängerbereich war voll von Halbwüchsigen in dunklen Jacken und über den Kopf gezogenen Kapuzen (es regnete leicht). Angeführt und umkreist von Lehrpersonen, trabten sie schwatzend über das Pflaster. Offenbar war gestern Schulausflugstag.
Weiter gings durch die regennasse Grünanlage des Eisenbahnmuseums. Der Akanthos (Acanthus) wächst hier üppig und bildet grad seine riesigen Blütenstände aus.
Über diese Pflanze (zu deutsch Bärenklau) habe ich schon öfter geschrieben, zB hier, und: hier

Meinen nächsten Fotostop machte ich bei fünf riesigen Palmen, die im Kreis stehen – einsam und gemeinsam.
Sie stehen auf einem leeren Feld, das von dichtem Gestrüpp umgeben. Ich umkreiste das Gelände auf der Suche nach einem Zugang – leider vergeblich. Zu gern würde ich mich einmal zwischen sie stellen und ihre Kraft von Nahem spüren.
Angekommen in der Taverne am Segelhafen, hatte ich Zeit, mir die diversen Pflanzen anzusehen, die den Tavernenhof zieren.
Ich machte sogar ein paar Skizzen, um mir die Formen einzuprägen und sie später für die Kalenderblätter zu verwenden.
Dann kamen auch schon meine Leute und es ging ans Bestellen. …




Sehr intessanter Beitrag und gerne gehe ich mit dir nach Kalamata oder auf andere Umgebungen. Lese immer wieder gerne deine detallierten Anregungen. Dankse schön. lg
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Jetzt war ich kurz irritiert, kenne ich doch den Bärenklau ganz anders aussehend als diesen. Okay, beide werden Bärenklau genannt, aber deiner heißt: Acanthius montanus, während der hiesige Heracleum sphondylium heißt. Dafür allein schon machen die lateinischen, wissenschaftlichen Namen Sinn. Volksmund kann hingegen in dem Fall irritieren.
Ansonsten danke ich dir für diesen Spaziergang.
Herzlichst, Ulli
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Von dieser Blaudruck-Technik habe ich schon gehört. Spannend, was die Künstlerin daraus macht! Und so schöne Blumen und diese tollen Palmen. Die Buntnesseln waren in meiner Kindheit sehr beliebt. Heute sieht man sie fast gar nicht mehr.
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Vielen Dank für deinen freundlichen Verweis, Gerda!
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Sehr gern. Dein Blog ist ganz vorzüglich.
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Mein Kommentar ist weg… wieso weiß ich nicht. Ich habe nur ein bissel hin- und hergescrollt…
Der Blaudruck ist interessant, wäre mir aber zu duster
Die 5 Palmen haben sicher ein gemeinsames Geheimnis, Gerda 🙂 Sie flüstern miteinander, vermute ich mal
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Ihr Geheimnis bleibt mir leider verborgen. Zu gerne würde ich zwischen ihnen stehen und lauschen.
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