Ich bin weiterhin damit beschäftigt, die durchs Wasser beschädigten Bilder zu entsorgen. Heute hatte ich zwei ausrangiert und in den großen Plastiksack befördert – als ich dachte: so sang- und klanglos, ohne Requiem? Ich holte sie wieder hervor, zerschnitt das eine (eine Collage) und legte das andere (ein Aquarell) auf eine weiße Unterlage.
Dann begann ich, die Mosaiksteine der Schnipsel auf der bemalten Fläche auszulegen.
Herausgekommen ist dieses:
Wegen der vielen Zeitungsschnipsel und weil wir in Kriegszeiten leben und weil in Kriegszeiten zugleich ein gewaltiger Propagandakrieg tobt und allerlei Flaggen hervorgheholt werden, nenne ich das Bild: „In der Kriegspresse“. Natürlich ist das nicht verpflichtend, du kannst es auch anders nennen. ZB Frühlingsblüten oder blühender Blödsinn. Es käme eh auf dasselbe heraus.
So, nun kann ich die Bilder entsorgen. Es bleibt die elektronische Form.

Leider kann man alle Meldungen aus den Kriegsgebiet genauer prüfen.
Man kann sich nur darauf verlassen, das die Meldung eingemassen der Wahrheit entsprechen.
Arne Wilhelm
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