Heute reichte es grade mal für die nötigsten Besorgungen, dann rauschte der Regen aus dem Himmel und sperrte uns ein. Ich hörte dem Regen ein Weilchen vom Balkon aus zu, genoss die Frische. Denn zuvor war die Sonne arg stechend gewesen.
Zur Straße hin:
Nach hinten raus, mit Blick auf Attika, das heute im Regen versank. Die Berge wurden unsichtbar.
Ein Selfie im spiegelnden Glas.
Während ich hier tippe, läuft im Radio der letzte „Akathistos Hymnos“ („im Stehen zu singen“) der vorösterlichen Zeit – eine schier endlose Begrüßung, Anbetung, Rühmung der Gottesgebärerin und Jungfrau Maria, die die Gläubighen um Hilfe anflehen und der man dankt, dass sie, die Speerspitze des orthodoxen Christentums, die Stadt (Konstantinopel) noch einmal gerettet hat vor ihren Feinden – seien es die römisch-katholischen oder die moslemischen.
Kondakion 1
V: Unbesiegbare Heerführerin, dir gelten die Lieder des Sieges! Aus der Gefahr befreit, bringt deine Stadt, Gottesgebärerin, dir Hymnen des Dankes entgegen. Du, von unwiderstehlicher Macht, befreie mich von jeder Gefahr, damit ich dir zurufen kann:
A: Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!
Unabhängig vom Inhalt, liebe ich diese Gesänge, die so ganz aus der Gegenwart gefallen zu sein scheinen und tief im Vorchristlichen wurzeln, als die Große Göttin, unter welchem Namen auch immer, Inbegriff der Hoffnung auf Schutz und Rettung vor Unbill war.
Eine ausführliche Info über die Entstehung und Bedeutung diesen Hymnos samt Text findest du bei Wiki (hier).


Hier heute auch Regen und grau. Ab und zu zeigte sich die Sonne und der Gedanke kam auf: Irgendwie ist es immer schön. So ein wenig.
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Ich wüsste ja gern, wer du bist! Und gebe dir recht: „immer schön“.
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Ja, Regen ist auch schön!
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Wir warten sehnsüchtig auf Regen. Verdrehte Welt.
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Lass man, Ulli. Wir brauchen den Regen auch.
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So war das nicht gemeint. Ich freue mich natürlich wenn es wenigstens bei euch den nassen Segen gibt.
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Ich weiß doch, dasses nicht so gemeint war, Ulli! 😉 🙂
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Wir könnten hier Regen gebrauchen, Gerda aber noch haben wir eine Regenpause
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Nicht gleich neidisch werden. Wir brauchen den Regen selbst. 😉
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