Montags ist Fototermin: roter Mohn im Licht und im Schatten, Bildausschnitt

Noch ist der Mohn selten, aber gelegentlich findet er sich schon zwischen den roten Anemonen.

Als ich eine Mohnblüte treffe, möchte ich sie gern fotografieren. Aber wie? Im Licht oder im Schatten? Sehr oft schon habe ich die Ergebnisse enttäuschend gefunden, wenn ich eine starke Farbe im Licht fotografierte. Im Schatten gibt es differenziertere Farbtöne und Formenreichtum.  Das volle Licht macht platt, und es bleicht aus. Andererseits … Links in der Sonne, rechts in meinem Schatten.

Ein anderes Thema, das wohl jeden Fotografen gelegentlich plagt, ist der Bildausschnitt. Oben habe ich die Blüte ins Zentrum gesetzt. Im Originalfoto gebe ich dem Stiel, den Blättern und der Wiese mehr Raum. Links ist mein Schatten an den Rand gerückt, rechts fällt er über die Blume. Es handelt sich immer um dieselbe Mohnblüte.

Welchen Bildausschnitt ich wähle, ist hier zum Glück nur ein ästhetisches Problem. Im Zeitgeschehen ist es ein Problem von Krieg und Frieden.

Mehr dazu schrieb ich hier:

Dora zum VierundzwanzigstenZweiten: Mohn und der Krieg

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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8 Antworten zu Montags ist Fototermin: roter Mohn im Licht und im Schatten, Bildausschnitt

  1. Gisela Benseler schreibt:

    Die
    beiden unteren Bildausschnitte: Mohnblüte mit viel Grün drumherum – gefallen mir beide so am besten.

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  2. Mitzi Irsaj schreibt:

    Bei Mohnblüten hätte ich gesagt dass es völlig egal ist wie sie fotografiert werden – sie sind so schön und strahlend, dass es keinen Unterschied macht. Dein Beitrag zeigt, dass das nicht stimmt. Mir gefallen alle vier, mit mehr grün und im Schatten aber, strahlt das rot am feinsten.

    Gefällt 1 Person

  3. Alexander Carmele schreibt:

    Toll, dieser Effekt, die Untersuchung erinnert an Goethes Farben-Lehre, wo er den Farbe als Gemisch von Licht und Schatten nachspürt. Das Rot im Schatten ist satt und toll, aber das Rot im Licht fragil und luzid, fast diaphan. Schön, wie sehr die Dinge sich ändern ja nachdem unter welcher Prämisse man sie beschaut. Gruß in den Wochenanfang!

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  4. Mohnblüten, so fein und zart, als wären sie für Menschenhände nicht geschaffen, liebe Gerda
    Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder über Mohnblüten geschrieben, u. a. auch diese Worte hier:
    Würden rote Mohnblüten auf Gräbern wachsen
    und die Flächen ringsum mit Röte bedecken
    sähe es aus, als würden die Flammen der Hölle
    die Erdkruste bedecken …

    Für dieses Jahr habe ich noch keine entdecken können. Es ist noch viel zu früh für die zarten Pllänzchen.

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    • gkazakou schreibt:

      Der rote Mohn wird tals Symbol für Kriegsgräber verwendet – in England und Frankreich. Er wächst auch auf Ruinen sehr gut. Hier ist der Mohn eigentlich auch noch nicht da, nur ab und zu eine lüüte. Es ist sehr kalt momentan.

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