Integrieren diverser Materialien und Techniken (Feigenkaktus)

Immer habe ich das Bedürfnis, Zurückgebliebenes oder Fallengelassenes doch noch in den Fluss der Gegenwart hineinzuholen. Hier ein aktuelles Beispiel: Wie lässt sich die letzte Zeichnung mit den vorangehenden Schnipseln und ihren besonderen Eignschaften integrieren? Da ich nicht gelernt habe, mit verschiedenen Layern zu arbeiten, muss ich mich auf einfache Techniken des Abdeckens beschränken.

Zunächst noch mal die Zeichnung:

A. Ich decke die Zeichnung teilweise mit Legematerial von Andrea ab, lösche die Zeichnung und färbe den Hintergrund blau. Dadurch betone ich das Hineinwachsen in den Luftraum.

B Ich überdecke die Variante 1 mit Susanne B’s Legematerial und bestimme einen Bildausschnitt. Mir scheint, dass der Kaktus nun eine Verwandtschaft mit dem Pfauenschwanz zeigt.

Zeichnung & Andrea & Susanne B,Bildausschnitt

C Ich entferne Andreas Schnipsel und lege nun nur Susanne Bs Schnipsel auf die Zeichnung:

D Die letzte Variante habe ich dann digital bearbeitet, um eine farbige und eine schwarz-weiße Integration zu erreichen. Die Zwischenstufe ist durch gesteigerten Kontrast zwischen den beiden Ebenen gekennzeichnet.

Die philosophisch-politischen Assoziationen überlasse ich jetzt mal dir, liebe Leserin, lieber Leser.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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7 Antworten zu Integrieren diverser Materialien und Techniken (Feigenkaktus)

  1. Verwandlerin schreibt:

    Bei der Variante B musste ich spontan an Pippi Langstrumpfs Limonadenbaum denken!

    Gefällt 2 Personen

  2. Die Variante, farbige Integration ist mein Favorit! Es sagt alles aus!
    Gesteigerter Kontrast gefällt mir sehr gut!
    Und die Original Zeichnung sowieso!
    Liebe Grüße Babsi

    Gefällt 1 Person

  3. Susanne Berkenkopf schreibt:

    Mir gefällt sehr das Prozesshafte deiner Arbeiten, Gerda. Aus dem was entsteht, entsteht immer wieder Neues und jedes Werkstück – so final es scheint – trägt doch schon den Keim der Veränderung in sich. Ob Schnipsel, Farbe oder einfach auf den Kopf gestellt, große Faszination auslösend!!!

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  4. Ule Rolff schreibt:

    Deine Neigung, Vergangenes in „den Fluss der Gegenwart“ zu holen, ist wohl der Grund für das Organische in deinem Werk. Eines wächst ins andere, nichts Neues taucht wirklich abrupt auf, wird sehr schnell mit Vorhandenem verflochten. Ein beständiger Fluss, liebe Gerda, der glaubwürdig beansprucht, Ausdruck deiner Persönlichkeit zu sein.
    Das zeigt sich auch in diesen Arbeiten: Elemente verschwinden, lassen jedoch Spuren zurück, die daran erinnern, dass sie einmal da waren. Neues scheint auf, geht wieder, und mit jedem Tasten nach dem nächsten Schritt kommst du der Integration näher, die du schließlich auch benennst.

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  5. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    B beeindruckt mich sehr und tastächlich sehe ich auch eine Ähnlichkeit mit dem Pfauenschwanz *lächel*
    Es gefällt mir, wie Du Dich mit den Materialien beschäftigst und immer wieder neu verwandelst.

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