abc etüde: Gläserne Welt

Ein neuer Impuls zum Schreiben, drei Wörter: Teppich – gläsern – flattern. Danke, Christiane, danke Myriade von la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée!

Gläserne Welt

Ich seh dich, seh dich flattern

Hinter der Scheibe aus Milchglas

Seh, wie du anklopfst und rufst und lauschst

Aber ich kann dich nicht hören

Du bist für mich verstummt wie die Welt.

 

Wie die Welt, sie ist stumm

Für mich geworden.

Wie ein dichter Teppich jeden Laut der Schritte verschluckt

so auch jetzt

nur dass gläsern der Teppich ist

der uns trennt.

 

Ich seh dich aber ich lausche umsonst.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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40 Antworten zu abc etüde: Gläserne Welt

  1. versspielerin schreibt:

    oh, das gefällt mir sehr, liebe gerda!

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  2. wildgans schreibt:

    Kunstvoll verbunden. Poesie pur.

    Gefällt 1 Person

  3. gkazakou schreibt:

    reinkopiert
    versspielerin
    an hour ago·versspruenge.wordpress.com
    abc etüde: Gläserne Welt

    oh, das gefällt mir sehr, liebe gerda!

    Gefällt 1 Person

  4. kopfundgestalt schreibt:

    Das Trennende, das Rufen und das nicht verstanden werden, ist etwas ganz Generelles, das zum Erfahrungsschatz der Menschheit gehört.

    Gefällt 1 Person

  5. Ulli schreibt:

    Sehr schön, liebe Gerda, und sehr im Hier und Jetzt – Lyrik wie sie sein sollte …
    liebe Grüße
    Ulli

    Gefällt 1 Person

  6. gkazakou schreibt:

    reinkopiert
    kopfundgestalt
    an hour ago·kopfundgestalt.wordpress.com
    abc etüde: Gläserne Welt

    Das Trennende, das Rufen und das nicht verstanden werden, ist etwas ganz Generelles, das zum Erfahrungsschatz der Menschheit gehört.

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    • gkazakou schreibt:

      danke, Gerhard. Eine Frage: Hast du vom handy oder vom Computer aus kommentiert? Ich versuche herauszufinden, warum manche Kommentare hier auf der Hauptseite nicht erscheinen.

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  7. Christiane schreibt:

    Ich weiß nicht, ob du das jetzt findest, liebe Gerda, aber es sollte ein Datenbankproblem bei WordPress sein, vermutlich werden Updates eingespielt, dann kommt es öfter mal zu solchen Schluckaufen. Mir fehlte gestern ein Kommentar im Reader.
    Ich schreibe jetzt mit dem Handy über den Reader, um dir zu sagen, dass ich das, was du schilderst, eigentlich ziemlich erschreckend finde. Menschlich, dennoch erschreckend.
    Liebe Grüße in der Nacht
    Christiane 😁🍷🌟👍

    Gefällt 2 Personen

    • gkazakou schreibt:

      danke, Christiane, auch für deine Info. Schluckauf ist gut. ich seh es bei „Comments“, aber nicht auf meiner Hauptseite. ja, es ist nicht kuschelig. Die Welt, die plötzlich weggerückt ist und den Menschen allein zurücklässt. Es ist wie Taubheit.

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  8. gkazakou schreibt:

    reinkopiert: Christiane kommentierte zu abc etüde: Gläserne Welt

    Ein neuer Impuls zum Schreiben, drei Wörter: Teppich – gläsern – flattern. Danke, Christiane, danke Myriade von la parole a été …

    Ich weiß nicht, ob du das jetzt findest, liebe Gerda, aber es sollte ein Datenbankproblem bei WordPress sein, vermutlich werden Updates eingespielt, dann kommt es öfter mal zu solchen Schluckaufen. Mir fehlte gestern ein Kommentar im Reader.
    Ich schreibe jetzt mit dem Handy über den Reader, um dir zu sagen, dass ich das, was du schilderst, eigentlich ziemlich erschreckend finde. Menschlich, dennoch erschreckend.
    Liebe Grüße in der Nacht
    Christiane ������

    Gefällt 1 Person

    • gkazakou schreibt:

      danke, Christiane, auch für deine Info. Schluckauf ist gut. ich seh es bei “Comments”, aber nicht auf meiner Hauptseite. ja, es ist nicht kuschelig. Die Welt, die plötzlich weggerückt ist und den Menschen allein zurücklässt. Es ist wie Taubheit.

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  9. Ulli schreibt:

    ah okay, ich sehe die Probleme … uff … ich schreibe direkt unter deine Beiträge, nicht über den reader und auf dem PC – wenn es denn hilfreich sein sollte … vielleicht mal bei wp melden?!

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    • gkazakou schreibt:

      Danke Ulli. Ich hab inzwischen erfahren, dass etliche von dieser oder ähnlichen Stockungen befallen sind, hab auch rumgefragt, die WP Hilfsfunktion befragt etc pp. Vielleicht verliert sich das Problem wie es kam. Wie der Virus vielleicht auch, wenngleich uns manche erzählen, dass wir uns an diese „neue Normalität“ gewöhnen sollten. …..

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      • Ulli schreibt:

        Ach, jetzt wird der Ausnahmezustand schon als Normalneualltag definiert, na dann gute Nacht, liebe Welt.
        Was rollt nur auf uns zu und wie geht wirklich kluges und geschicktes Handeln?

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    • gkazakou schreibt:

      ich hab grad dies Video gesehen, idas mir vollkommen aus dem Herzen spricht. https://youtu.be/Y6W-JIMCfmo?t=3295

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      • Ulli schreibt:

        Ich habe schon mehrere Videos mit Prof. Dr. Sucharit Bhakdi gesehen und empfinde ihn als absolut glaubwürdig.
        Du weisst, dass die Heidelberger Rechtsanwältin, die gegen die Maßnahmen klagen wollte, weil sie gegen das Grundgesetz verstoßen, in die Psychatrie gesteckt wurde? Ich war fassungslos.
        Aber Vorsicht, es tobt gerade ein moralischer Krieg, weil die meisten Herrn Droste aus der Hand fressen …

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      • gkazakou schreibt:

        ja, ich weiß das alles, verfolge die Entwicklungen in Deutschland. Bhakti ist immer sehens- und hörenswert, finde ich. Er ist so unfanatisch und ehrlich, Budhist, ein Wissenschaftler und Mensch der Bestklasse. Die Anwältin war der Anlass für meinen Eintrag zum Grundgesetz. Herr Droste ist Tiermediziner, hat sich während der Schweinegrippe einen Namen gemacht. Damals wurden von allen Ländern – u.a. vom bankrotten Griechenland – Milliarden für Impfampullen ausgegeben, die dann eingestampft werden mussten.
        Das Schlimme ist nicht Droste, sondern die Einseitigkeit, die Unoffenheit, die Verweigerung von Kommunikation.

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      • Ulli schreibt:

        Ja, darum geht es mir auch. Schwupps hockt man in der Verschwörungstheorieecke, unglaublich, ich ziehe mich gerade verbal ziemlich zurück, mit Ausnahmen,wie jetzt hier. Kontroversen werden nur nebeneinander und nicht miteinander geführt.

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  10. Ule Rolff schreibt:

    Guten Morgen, liebe Gerda, meine Antwort schreibe ich im Reader, was bisher ja immer geklappt hat – mal sehen, ob sich das heute anders darstellt.
    Dein Gedicht über die Isolation, parallelgeführt die zwischenmenschliche Trennung und die von der physischen Außenwelt, analog die visuelle und akustische, finde ich durchaus allgemein relevant, auch wenn der reale Kontext natürlich eine Interpretation unter Pandemieaspekt nahelegt.
    Dieses Gefühl, in geräuschdämpfende Watte gepackt zu sein, wenn man räumlich von Mitmenschen getrennt ist, eignet sich durchaus zur Auslösung von Panikreaktionen, man konzentriert sich dann stark auf das Rauschen des eigenen Blutes, das dann unangenehm hörbar wird. Das zeigst du parallel durch das verrauschte Bild mit dem Strukturglasfilter.
    In deiner Textgestaltung sehe ich übrigens eine methodische #Wegkreuzung mit meinem poetischen Stil der härteren Zeilenbrüche und der freieren Reimverwendung; du wählst bei deinen Gedichten sonst eher regelmäßige Strophenformen und endgereimte Verse.

    Gefällt 2 Personen

    • gkazakou schreibt:

      Danke, Ule. Da ich schwerhörig bin, sind mir das Abgeschnittensein von der Kommunikation „da draußen“ und das leere Rauschen im Ohr leider bekannt. Hier allerdings wollte ich diese persönliche Erfahrung für ie aktuelle Situation vieler Menschen verallgemeinern. Freie Verse schreibe ich schon auch dann und wann. Die gebundenen sind eher eine neuere Erfindung für die Kata-Strophen und für diesen Zweck reserviert. Ich freu mich, dass du darin ein Wegkreuzung entdeckst. Liebe Grüße!

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  11. Schönes Gedicht! gewissermaße EIN GEDICHT.

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  12. gkazakou schreibt:

    danke, Joachim.

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  13. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Du hast unsere Isolation, die Stille um uns und unser Abgeschiedensein von unserem üblichen Alltag und unseren Lieben in eine perfekt passende Poetik gefaßt, liebe Gerda.
    Leider kam uns der Humor im Laufe der letzten Wochen abhanden und ich mochte Deinen so gerne in den Etüden. Nun muß ich mit deinem Ernst vorliebnehmen und ich kann ihn so gut verstehen.
    Eine feine und entspannte Nacht wünsche ich Dir

    Gefällt 2 Personen

  14. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    ich weiß ja, Gerda, und verstehe Dich so gut, aber ich denke, wir sollten Geduld haben. Mit uns selbst und den anderen. Es gibt so viele Regelungen, die uns unnötig und unmäßig einengen, aber genau da hoffe ich auf diese Erkenntnis auch bei den Behörden.
    Pass gut auf Dich und Deinen Mann auf.
    Liebe Grüße von Bruni

    Gefällt 1 Person

  15. Pingback: Schreibeinladung für die Textwochen 19.20.20 | Wortspende von Olpo Olponator | Irgendwas ist immer

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