Kaminszene (tägliche Zeichnung und Transformation eines Fotos)

Noch einmal, mit schnellem Filzstift diesmal, hab ich das schwarze Tischchen mit einem Stillleben drauf gezeichnet. Die Büchereule, sonst auf dem Kaminsims stehend, ließ sich herab, nachdem ich zwei Bücher als Lockmittel einsetzte (Aristoteles). Sonst dasselbe wie gehabt, nur dass jetzt die Kaminecke mit Gemälde und Booten den Hintergrund bildet.

 

IMG_1870web

Originalzeichnung

Natürlich beließ ich es nicht bei dieser Schwarz-Weiß-Fassung, sondern überging sie mit drei andersfarbigen Filzstiften: Geld, Rot, Blau. Denn Kinder jeden Alters müssen spielen.

Wie bei den gestrigen „Hybriden“ machte ich mich auch heute daran, ein Foto der Szene sukzessive mit Teilen der Zeichnung zu „überkleben“, bis zuletzt die Zeichnung übrigbliebe. Links zeige ich immer das Originalfoto, rechts, wie das Foto sukzessive durch Elemente der Zeichnung ersetzt wird.

a) zentrale Szene ausgetauscht

b) Gemälde und Boote ausgetauscht

c) Hocker und Kaminummauerung ausgetauscht

d) Tisch-Unterteil und Kaminöffnung ausgetauscht, Kamin berichtigt, Kontraste verstärkt

e) Originalfoto und Oiginalzeichnung

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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2 Antworten zu Kaminszene (tägliche Zeichnung und Transformation eines Fotos)

  1. Ule Rolff schreibt:

    Deine Originalzeichnung konnte ich leider nicht anzeigen, liebe Gerda, aber die kolorierte Fassung zeigt sie mir bei etwas Vorstellungsbemühen mit.
    Immer wieder fällt mir auf, wie unverbunden Filzstiftfarben nebeneinander stehenbleiben und dadurch schrecklich unruhig wirken. „Normale“ Buntstifte verbinen und integrieren sich viel stärker, meine ich. Vielleicht sind sie zur Kolorierung ruhiger Szenen eher geeignet? Aber darum ging es hier ja nicht direkt – dennoch empfinde ich das ruhige Zimmer auf dem Foto mit steigendem Zeichnungsanteil als zunehmend laut. Das war bei der Einfügung der schwarzweißen Elemente in deinem früheren Beitrag nicht so.

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, liebe Ule. Das Original habe ich nun neu eingesetzt, hoffentlich ist es sichtbar. Auch das SW ist „laut“, das bunte krakeelt sogar. Vielleicht weil ich versuchte, meine zitternden Nerven zu beruhigen, und sich das Zittern auf das Bild übertrug? Ich war nämlich kurz zuvor übel gestürzt, mit zwei Ölkanistern über einen alten Teppich gestolpert und mit dem Knie auf die Steinplatten aufgeschlagen. Es war ein wüster Schmerz . Ich humpele immer noch.
      Aber wie auch immer: ich mag diese laute wilde Buntheit manchmal mehr als das gesittete Halbdunkel meiner „klasssischen“ Zeichnungen. Und für den Zweck der Montage war sie mir sehr recht. Das Kindliche halt.

      Gefällt 1 Person

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