Selbst-Projektion

Als ich heute nach dem mittäglichen Spaziergang ins Haus trat, malte das Sonnenlicht mich als Schattenfigur auf den Boden. Zugleich sah ich mein Schattenbild wie Schneewittchen im gläsernen Sarg im gegenüberliegenden Gartenstück inmitten verwelkter Weinblätter floaten. Kopfüber natürlich.

Ich versuchte, mich kleiner zu machen oder sonstwie noch klarer ins Bild zu bringen, doch das Schatten-Idolo wollte nicht so wie ich. Nur ein wenig gestauchter konnte ich es formen.

Die physikalische Erklärung dieses Bildes wird uns, hoffentlich, Joachim Schlichting liefern. Wie kommt es, bitte, zustande, lieber Joachim?

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Alltag, die schöne Welt des Scheins, Fotografie, Leben, Natur abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

23 Antworten zu Selbst-Projektion

  1. wildgans schreibt:

    Für mich nix mit Schneewittchen im Sarg, eher viel viel schöner…Ich sag`s ja, da gibt es noch so`ne ganz andere Welt…
    Gruß von Sonja

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  2. Mitzi Irsaj schreibt:

    Sonne und Schatten. Immer wieder schön. Da lässt man sich ausnahmsweise auch in einen Sarg sperren.

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  3. kormoranflug schreibt:

    Schneewittchen wo sind Deine 7 Zwerge?

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  4. hummelweb schreibt:

    Und fast sieht es aus, als machtest du Kopfstand auf dem Stuhl, wunderbare Schattenwelt

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    • gkazakou schreibt:

      danke, auch ich fand diese Spiegelung höchst merkwürdig. Etwas später wollte ich den Effekt dann noch einmal bewusst erzeugen, aber da funktionierte es schon nicht mehr. Die Sonne war nur wenig weitergewandert, der Schatten hatte sich verschoben und die Lichtfläche spiegelte sich nicht mehr in der Glastür. ich hatte also beim Eintreten durch die Tür den kurzen Moment erwischt, an dem der Effekt eintrat.

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  5. wechselweib schreibt:

    Schön!

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  6. Ulli schreibt:

    Hast du draußen noch etwas Gläsernes stehen, was spiegeln könnte? Dann wäre dieses Phänomen zu erklären. Ansonsten hoffe ich auch auf Joachim 🙂

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  7. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    An Sarg hättest Du gar nicht zu denken brauchen, liebe Gerda.
    Da stand eine höchst lebendige Frau, deren Schattenbild von Licht eingehüllt war!

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  8. Tut mir leid, dass ich offenbar etwas spät hereinschaue. Das hat allerdings den Vorteil, dass du das Phänomen schon gedeutet hast. Es ist einfach eine Spiegelung der Schattenabbildung auf dem Boden. Und da das Spiegelbild genauso weit hinter dem Spiegel (hier das Fenster) liegt, sieht es so aus, als läge dein Schatten im Garten, der sich wegen der gleichzeitigen Transparenz des Fensterglases dem Spielbild überlagert. Schöne Aufnahme und vor allem: Sehr gut beobachtet und interpretiert.
    Die anderen (nichtphysikalischen) Assoziationen geben dem Ganzen so etwas wie eine Seele.

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