#inktober #11 dragon

Hierzu möchte ich den Beitrag „Drachenbrut“ von 2015 zitieren:

Dieser Drache ist nicht sofort zu erkennen, denn er hat sich in unserer Welt eingenistet, ist fast schon eins geworden mit ihr. Der Drache, von dem ich rede, ist der menschliche Egoismus, ist die Gier des Menschen, mit der er die Erde verwüstet. In unserem Busen nähren wir ihn….

Dieser Drachen saugt alles Lebendige in sich auf und tötet es ab. Übrig bleibt ein rosarotes Drachenskelett.

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drakon – Drache (Legebild, digital bearbeitet, 2015)

Und, vielleicht, ein riesenhaftes Drachen-Ei. Aus dem werden immer mehr Drachen schlüpfen. Es sei denn, wir entziehen dem Drachen seine Nahrung.

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„Drachenei“, digital bearbeitetes Legebild, 2015

Drakon – das ist ein altgriechisches Wort und heißt: der Starr-Blickende. Das Gegenteil wäre? Lebendig, beweglich, weich. Weich blickend. Nicht starren, sondern blicken, schauen, sehen. Betrachten. Wahrnehmen. Erkennen.

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Baum, Detail (Foto)

 

Original:

Drachen – δράκον Legebild 2015

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, elektronische Spielereien, Fotografie, inktober, Katastrophe, Krieg, Leben, Legearbeiten, Meine Kunst abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

16 Antworten zu #inktober #11 dragon

  1. kowkla123 schreibt:

    Liebe Gerda, mache es dir schön und lache mal wieder, Klaus

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  2. Chrinolo schreibt:

    WOW! Jetzt muss ich erst mal mehr darüber lesen … 🙂

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  3. pflanzwas schreibt:

    Tolles Ausgangsbild, spannende Variationen. Wobei ich das Original als etwas weicher empfinde, die Variationen wirken, deiner Interpretation entsprechend, härter, aber das kann auch Einbildung sein..

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    • gkazakou schreibt:

      Doch, sicher, sie sind härter. Im Ausgangsbild ist der Drache noch fast Teil des natürlichen Umfelds, da sind der Erde nur ein paar Wunden geschlagen – hier ein Bergwerk, dort eine Zementfabrik, eine Flussbegradigung, ein Kraftwerk, …. und man kann ihn (den Drachen), der sich von den Schätzen der Erde ernährt, leicht übersehen.

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  4. Ule Rolff schreibt:

    Großartige Umsetzung von dragon, Gerda!
    Am bedrohlichsten finde ich den Drachen auf dem schwarzen Hintergrund, ich glaube sofort, dass er alles Gute und Lebendige zerstört. Das rosa Drachenskelett empfinde ich als total lebendig, ganz dynamisch, als wehe ein heftiger Sturm den Drachen über die Welt, in Rosa zur Vortäuschung von Harmlosigkeit seines Tuns.

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  5. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Ich bin begeistert, liebe Gerda. wie Du das eine mit dem anderen verbindest und wie schlüssig ist am Ende Deine Schlußforlerung.
    Den Gegensatz findest Du hier bei mir *lächel*, das oftmals viel zu viel Rosarote und doch hilft es uns manchmal aus der Drachenmiserne heraus.
    http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2019/september/der_silberdrache

    Liken

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