Felsvorsprung mit schäumendem Meer (Skizze)

Heute habe ich mich an einem Motiv versucht, das mich faszinierte, aber zeichnerisch arg überforderte: Ich setzte mich auf den Felsvorsprung, den ich auch bei meinen Akroyiali-Skizzen beziehe, und schaute hinunter und hinaus aufs schäumende Meer. Die Bewegung des Wassers schien mir wie eine gewaltige Kraft unter wogender Haut zu sein, bis diese Haut beim Aufprall riss und die verborgene Kraft als weißer Gischt manchmal bis zu mir emporsprang. Mich faszinierte der Gegensatz zwischen dem  starken Felsen, der in früheren erdgeschichtlichen Zeiten durch die Kraft des Feuers aus vielen runden Steinen zusammengebappt wurde, und der anstürmenden, am Felsen hochspringenden Bewegung des Wassers, getrieben von einem unsichtbaren Wind. Festes, Feuer, Wasser, Wind – alles war spürbar, dazu der Lärm der brechenden Wellen und die feine Gischt, die mich und mein Blatt manchmal übersprühte.

Es macht nichts, dass die Zeichnung nicht sonderlich gelungen ist. Denn das Thema wird mich weiter beschäftigen. Vielleicht finde ich irgendwann eine Lösung dafür, wie sich dieses gewaltige Spiel der Kräfte im Bild darstellen lässt.

Und zwei Bearbeitungen.

 

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Leben, Meine Kunst, Umwelt, Vom Meere, Zeichnung, Zwischen Himmel und Meer abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

12 Antworten zu Felsvorsprung mit schäumendem Meer (Skizze)

  1. Ule Rolff schreibt:

    O Gerda, das ist wirklich eine schwierige Aufgabe. Vermutlich wirst du um sie ringen, bis du zufrieden bist.

    Gefällt 3 Personen

  2. Christiane schreibt:

    Ich kenne ähnliche Probleme mit der Kamera, wenn ich keine „Doku-Fotos“ machen möchte.
    Liebe Grüße
    Christiane

    Gefällt 5 Personen

  3. wildgans schreibt:

    Du musst wie eine Meeresloreley dort gesessen haben!
    🙂

    Gefällt 2 Personen

  4. puzzleblume schreibt:

    Das Aufeinanderprallen des Wassers und des Felsens auf natürliche Weise ist vielleicht noch nicht zu deiner Zufriedenheit ausgefallen, aber deine zweite Bearbeitung erzählt mir davon auf märchenhafte, andere Weise: da sieht es für mich aus, als würde ein vor Zeiten in Ufernähe sich zum Schlafen gelegt habendes, steinernes Wesen vom ständigen Anschlagen des Wassers der inzwischen über die Jahrtausende durch Abspülungen nähergerückten Uferlinie auf seinen ruhenden Felsen-Kopf entnervt seinen Unmut herausrufen.

    Gefällt 1 Person

  5. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Ich finde, für einen ersten Versuch, die heftige Bewegung des Meeres einzufangen,
    ist es Dir schon ziemlich gut gelungen, liebe Gerda.

    Gefällt 1 Person

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