Nach dem Sturm

„Große Welle“, (c) gerda kazakou, 2008

Heute vormitttag inspizierte ich die Schäden, die der „Medicane Zorbas“ an der Küstenstraße und bei der Taverne „Babis“ hinterlassen hat. Nichts Dramatisches, aber natürlich für die Betroffenen unangenehm. In anderen Teilen des Landes sieht es schlimmer aus, insbesondere dort, wo sich trockene Flussbetten in wilde Gewässer verwandelten. Inzwischen ist der Sturm unterwegs zur Ägäis, und morgen erreicht er dann, schon sehr abgeschwächt, die türkische Küste.

Bei uns also: Die Küstenstraße war schon frei geräumt, das Geröll zu riesigen  Haufen aufgeschüttet. Auch am langen Strand begannen die Auräumarbeiten. Zu „Babis“ ging ich zu Fuß, denn die Zufahrt war von beiden Seiten zerstört. Die 4 m hohen Wellen (so sagte mir Ana) schlugen bis zu den Bäumen hinauf, die Kinder waren fasziniert. Opfer wurde außer der Straße die Umzäunung, die Ana mit hübschen Bildchen und Muscheln geschmückt hatte. Ich holte mir einen Stuhl., ließ den Blick über die friedliche blaugrüne See gleiten und trank genüsslich meinen Kaffee. Die Saison ist vorbei. Adieu September! Sei mir willkommen, Oktober!

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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23 Antworten zu Nach dem Sturm

  1. tontoeppe schreibt:

    Nur Sachschäden, dass ist beruhigend. Aber auch die müssen wieder beräumt und beseitigt werden… 🤔
    Dir einen ruhigen Sonntagabend, Gerda.

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  2. Meermond schreibt:

    Gut, dass alles gut ausgegangen ist. Herzliche Grüße zur neuen Woche und zum neuen Monat

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  3. puzzleblume schreibt:

    :indrucksvolle BIlder, weil es ja schon Schaden genug ist und trotzdem irgendwie Anlass zur Freude darüber, dass es nicht mehr ist.

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  4. kunstschaffende schreibt:

    Wie gut, dass nicht mehr passierte!

    Liebe Grüße Babsi

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  5. mmandarin schreibt:

    Ist das Wetter bei euch denn insgesamt unberechenbarer geworden, oder sind diese Auswüchse normal? Jedenfalls sieht es ganz schön wild aus. Die buchstäbliche Ruhe nach dem Sturm. Gut, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Ich wünsche eine Woche ohne Katastrophen. Marie

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    • gkazakou schreibt:

      Mir scheint, dass alles im Bereich des Normalen liegt. Wetter ist ja insgesamt nicht wirklich berechenbar. Extreme Ausschläge gab es immer schon. Ich erinnere mich zB an eine Zeit der Wasserknappheit, die 1991 endete. Und Stürme habe ich hier auch schon oft erlebt.

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  6. kopfundgestalt schreibt:

    Ist ja gut, daas nicht mehr passiert ist.konnte mit dem handy nur begrenzt die fotos durchleuchten.

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  7. Ulli schreibt:

    Guten Morgen, liebe Gerda, erst einmal bin ich froh, dass nicht mehr passiert ist, ein bisschen trauer ich um den schönen Zaun, aber wie ich Ana einschätze wird sie einen neuen bauen und hoffentlich wieder so schön verzieren. Nun haben meine Bilder von ihm einen Vergangenheitswert 😉
    herzliche Grüße, Ulli

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  8. kowkla123 schreibt:

    Sachschäden kann man reparieren, schönes Herbstwetter wünsche ich uns.

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  9. www.wortbehagen.de schreibt:

    Vier Meter hohe Wellen, das klingt für mich Landratte schon furchterregend, liebe Gerda.
    Wie gut, daß es *nur* Sachschäden sind, sie repariert werden können.

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  10. Dein Bild hat eine interessante Perspektive, die den Sturm von seiner „backside“ zeigt, falls es die gibt.

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    • gkazakou schreibt:

      backside des Sturmes? Meine Absicht war, mit dem Sturm und der Welle aufs Land zuzurennen – die Siedlungen sind daher in der Gischt verwischt. Aber die Schaumkrone wird sich wohl „von hinten“ nicht so darstellen,wie ich sie gemalt habe.

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