abc etüden: Wechselgesang.

Sehr gerne folge ich mal wieder Christianes Schreibeinladung https://365tageasatzaday.wordpress.com/2017/04/23/schreibeinladung-fuer-die-textwoche-17-17-wortspende-von-bittemito/ und habe zu den Käthe-Worten folgenden Wechselgesang erdichtet.

Wechselgesang.

Karl: Sieh nur und staune, süße Susanna Stolpernichtstein, sanft-sämige Safranstaubkussspuren säumen das Kuschelkissen und spreizen sich.

Susanna: Kunst, kleiner Karl, du knuspriger Knabe! Koller du nur auf Knospenkollisionskurs und kuschel dich im safranbestäubten Nuschelkissen!

Isolde: Immer singt mir die leichtlebige Libelle das löbliche Irisreinkarnationslied, irrisierend und irritierend zugleich. Kann ichs denn missen?

Alle drei: Wohl wahr! Wer nie sich versäumend und kosend verkaspernd den Kurs verspaßt und die Knospen verknuspert, wird nimmer das Irislicht unter den Lidern erspüren und immer im Staube des Safrans sich küssend – – – reinkarnieren.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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17 Antworten zu abc etüden: Wechselgesang.

  1. lieberlebenblog schreibt:

    Herrlicher Text, tolles Bild – es lebe die Fantasie !

    Gefällt 2 Personen

  2. Christiane schreibt:

    Faszinierend, so fremd-vertraut … hm.
    Großes Kino trifft altgriechische Dichtkunst? Na gut, kann auch moderner sein. Meine Hochachtung!
    Herzliche Grüße südwärts
    Christiane

    Gefällt 2 Personen

  3. kowkla123 schreibt:

    echt stark gemacht, möge die Woche gut für uns werden

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  4. Ulli schreibt:

    unglaublich … 🙂

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  5. bruni8wortbehagen schreibt:

    Unglaublich, ja, aber echt stark, wenn ich mal die Sprache der Jugend für eine alte Form der lyrischen Wortekunst benutzen darf, liebe Gerda.
    Ich bin entzückt, wie augenzwinkernd ernsthaft Du diese drei Worte behandelt hast. Du hast ihnen eine Form gegeben, in der leben sie nun so, daß ich sie nun genau so sehen kann, wie ich sie empfunden habe, nur halb von dieser Welt und ich wußte einfach nicht so genau, warum ich sie letztendlich in *leicht verrückt* einstufte.
    In Deinen Worten erkenne ich mich am ehesten wieder 🙂
    Ich pendele ja ständig zwischen der wundervollen Schönheit der alten Dinge und den Wundern, die ich in der Neuzeit entdecke. Oh, Hilfe, ich kanns nicht besser erklären, aber ich weiß, daß Du es verstehst *g*

    Liebe Grüße von mir lasse ich hier bei Dir

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  6. gkazakou schreibt:

    Pendeln ist gut. Kennst du den Foucaultschen Pendel? Der würde dir gefallen,glaub ich. Er malt ein Sternen-Blumenmuster in den Sand, während er schwingt und die Erde sich unter ihm dreht.

    Gefällt 1 Person

    • bruni8wortbehagen schreibt:

      Ja, ich kenne es *lächel* und ich finde, es ist ein überaus guter Gedanke, an den ich auch wieder öfter denken sollte, liebe Gerda.

      Liken

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