Herr und Hund

Heute sah ich eine umfangreiche Sammlung von Werken griechischer Maler des 20. Jahrhunderts. Ich werde noch ausführlicher davon berichten. Heute nur ein Bild: Herr und Hund.img_9059

Als ich es sah, musste ich an Susanne Hauns herrlichen Mops denken (https://susannehaun.com/2016/11/15/mops-einen-hab-ich-noch-zeichnung-von-susanne-haun/) – obgleich dies natürlich kein Mops ist (und Susannes Zeichnung mir viel besser gefällt).

img_9062 Aber eindrucksvoll ist er ja auch, dieser Bärbeißer. img_9061 Sein Herr schaut eher ein wenig ahnungslos, um nicht zu sagen, milchgesichtig in die Welt, und ich frage mich, warum er sich denn wohl diesen scharfen Kerl zugelegt hat. Kompensation?

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Der Maler, Dimitris Mytaras, Jg 1934, gilt als einer der bedeutenden griechischen Maler des 20. Jahrhunderts und hat als Lehrer an der Kunstakademie Athen etliche jüngere Maler beeinflusst.

Was den Hund anbetrifft: „also mein Fall ist dieser traurige bösartig guckende Kerl nicht“. Sagt Tito.

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Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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28 Antworten zu Herr und Hund

  1. Mein Name sei MAMA schreibt:

    Das Bild ist sehr plastisch, Tito übrigens auch😉

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  2. eulenschwinge schreibt:

    Tito ist mir wesentlich sympathischer als der gemalte Artgenosse.🙂

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  3. juergenkuester schreibt:

    In unserer Ateliergemeinschaft, liebe Gerda, sind wir mittlerweile auch auf den Hund gekommen. Sie hören auf die Namen „Kookie“ und „Maja“. Dein Beitrag ist vielleicht der Anstoß dafür, die Beiden mal genauer bildnerisch festzuhalten.
    Liebe Grüße Juergen

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  4. Susanne Haun schreibt:

    Über das Handy kann ich scheinbar doch einen Kommentar senden. Ich habe dir gerade auf meinem Blog geschrieben, dass ich bei dir weder liken noch kommentieren kann. Über das Handy scheint es zu klappen. …. jedenfalls finde ich das Bild witzig und es spiegelt irgendwie die Ähnlichkeit zwischen Hund und Herrschin. Herzlich Dank für deinen Hinweis auf meinen Blog, LG Susanne

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Susanne, leider habe ich vorhin bemerkt, dass ich deine Beiträge nicht wie früher angezeigt bekomme, und so habe ich viele verpasst. Ich habe sie jetzt grad nur überflogen und bin wie immer sehr angetan! Liebe Grüße dir!

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Susanne, ich habe eben meine Kontakte überprüft – du warst daraus verschwunden! Einfach weg!!! daher konntest du wohl auch nicht kommentieren und ich erhielt (seit dem Mops) keine mails mehr über deine Beiträge. ich hoffe, nun funktioniert es wieder.

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  5. Tanja im Norden schreibt:

    Die leeren Augen sind etwas gruselig, aber die räumliche Tiefe ist unglaublich.

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  6. gkazakou schreibt:

    ich denke, es sind die spiegelnden Brillengläser, die seine Augen leer erscheinen lassen. Die Tiefe des Raumes – .da sieht man mal, welchen Sog die Leere ausübt. ….

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  7. mmandarin schreibt:

    Ich werde das Gefühl nicht los, das Tito irgendwie hintergründig grinst, Wetten er denkt an nichts Anderes als an das Fressen….und in zweiter Linie betet er, dass das Frauchen niemals verloren geht. Dem schließe ich mich an. (Letzterem) Marie

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    • gkazakou schreibt:

      Letzterem schließe ich mich gerne an, liebe Marie. Aber du kennst die feinen Sitten dieses Hundes nicht, sonst würdest du seine tiefen Gedanken noch bei anderem als beim Fressen vermuten. ZB ist er ein wirklich hingebungsvoller Pinkler und Schnüffler, Hundebespringer und … Redner. Ja, er liebt es, Reden zu halten, wenn jemand weg war, wenn er selbst weg war, wenn jemand zu Besuch kommt – immer fühlt er er sich bemüßigt, eine Ansprache zu halten. Davon, dass er gemalt werden will, hat er noch nichts verlauten lassen.

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  8. Ulli schreibt:

    Mir gefällt Tito auch besser, und ich bin froh, dass diesen Bärbeisser irgendwie dann doch noch der Rahmen hält, aus dem er hinauszukommen versucht … und Männer mit Spiegelsonnenbrillen sind auch nicht mein Fall- beide gibt es und beide wollten auf die Leinwand, es gibt eben nicht nur Sympathen auf der Welt, nicht wahr?!
    herzliche Morgengrüsse, Ulli

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    • gkazakou schreibt:

      Da hast du recht, liebe Ulli. Und es gibt genug Maler, Künstler, Denker, Leser, Galeriebesucher und Nörgler, die es vorziehen, Unsympatischen/m ihre Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Aber sie als Hund oder Mitmensch in der eigenen Wohnung beherbergen? – nee, doch lieber nicht😦

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  9. teggytiggs schreibt:

    …Herr und Hund sehen sich auf merkwürdige Art ähnlich…hintergründig…

    …und ich frage mich, weshalb solche Bilder gemalt werden, vielleicht ein Freund, den der Künstler festhalten wollte oder einen Verwandten oder meinte er den Hund?

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  10. Pingback: Griechische Kunst am Sonntag: Thodoros Papagiannis, Idole | GERDA KAZAKOU

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