Nun ist die Zeichenschule wieder in Betrieb, wo ich einmal wöchentlich die Gelegenheit habe, nach Modell zu zeichnen. Dafür muss ich zwar eine nächtliche Fahrt hin und zurück nach Kalamata auf mich nehmen, aber das ist es mir wert.
Gestern kam ich zu spät und war dann auch zu müde, um drei Sitzungen durchzuhalten. Für die erste Fassung der Zeichnung standen nur 10 Minuten zur Verfügung, für die zweite dann 30 Minuten. Danach packte ich zusammen.
Hat sich der Aufwand gelohnt? Ja und nein. Das Ergebnis ist mäßig, aber die dabei gemachte Erfahrung ist es mir wert. Ich betrachte aufmerksam das Gesicht, das ich in der ersten Phase mit schnellen Strichen andeutete und in der zweiten Phase dann etwas mehr ausführte, und überlege, was mir besser gefällt und warum.
Ich finde die erste Version zeichnerisch interessanter, die zweite seelisch ansprechender. Es ist ein für mich neuer Gedanke, dass es zwischen zeichnerischem und psychologischem Interesse einen Zwiespalt geben könnte.
