Der heutige Buchstabe für Heides Monats-Challenge ist das O, und so kehre ich mit den Orangen zu meinem ersten Thema, dem Obst, zurück.
Die Orangen heißen übrigens im Griechischen πορτοκάλι (portogali) – also aus dem Land Portugal stammend. Die deutsche Bezeichnung Apfelsinen erinnert hingegen an das wirkliche Ursprungsland – Äpfel aus China, wo sie seit 4000 Jahren angebaut werden. Die Orange ist ein echtes Zuchtprodukt, aus Mandarine und Pampelmuse gekreuzt.
Und wieso heißt die Frucht bei uns in Griechenland portogali? Weil die Europäer die Orange durch den Chinahandel der Portugiesen kennenlernten. Schon im Artikel über die Chilischoten stieß ich auf diese „portugisische Connection“ (hier): 1516 landeten Portugiesen erstmals an der chinesischen Küste und gründeten Macau. In der Folge wurden die Europäer mit den Kulturleistungen der Chinesen bekannt gemacht, darunter Chilis und Orangen.
Der Name Orange kommt übrigens vom Lateinischen Citrus aurantium, dieses vom persischen nāranğ. Die Farbe Orange ist von der Frucht selbst abgeleitet… und das, obgleich sie in ihren Ursprungsländern gar nicht orange ist. Orange wird die an sich grüne Frucht durch Kälteeinwirkung. In Europa werden naturgrüne Orangen durch Ethylengas, das das Chlorophyll zerstört, absichtlich entgrünt. Für meine Zeichnung wählte ich aus dem Sack die orangen Früchte, die anderen waren grün, grüngelb oder grünrötlich.

Chili erwähnt: Allzu Scharfes mag ich nicht mehr, es stresst mein Zahnfleisch.
nāranğ jedenfalls will ich mir merken.
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narang – im Griechischen Neradzi – nennt man die Bitterorange. Die wächst bei uns hier an allen Straßen,siehr sehr hübsch aus und dient den Kindern als Wurfgeschosse. Zu Marmelade verarbeitet schmeckt sie ausgezeichnet.
Chili ist nicht nur das scharfe Gemüse, sondern auch die Paprika.
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Bitterorange isst meine Frau sehr gerne als Gelee zum Frühstück. Ich kann das sehr gut verstehen.
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