Bei uns ist es noch immer heiß, dazu auch schwül, und die Atmosphäre ist undurchsichtig-dunstig. Auch das Meer ist nicht blau, sondern grau und leicht bewegt. Ich stürzte mich vor dem Mittagessen hinein, um Erfrischung zu finden. Und ja, das weiche, tragende und kühlende Element des Wassers war wie immer eine große Erleichterung und Freude.
Danach stiegen wir den kurzen Pfad zu „unserer“ Taverne hoch. Ein junger Kellner bedeckte den Holztisch mit einem Papiertuch und brachte den Brotkorb und den Serviettenständer mit Salz und Pfeffer, die gekühlte Wasserflasche, Gläser und eine zerschnittene Zitrone für mein Wasser.
Ich hatte vorsichtshalber ein gefaltetes Minizine und meine Stifte mitgenommen, die ich nun aus dem Rucksack hervorzog. Ich würde diese mich immer bezaubernden Nebensächlichkeiten hineinzeichnen!
Vier Seiten schaffte ich, bis das Essen kam. Mein Mann las derweil in einem Buch und trank ein Bier.
Nach dem Essen ließ ich mir einen köstlichen griechischen Kaffee bringen. Dazu spendierte das Lokal uns beiden ein Nuss-Süßgebäck. Dies lieferte mir dann auch die Motive für die übrigen Seiten.
Blatt 1: rechts das Deckblatt: ein volles und ein leeres Wasserglas sowie am unteren Rand meine Hand, die das Heft hält. Links das Schlussblatt mit der Kaffeetasse und dem schwarzen Zeichenstift.
Blatt 2: Der Blick nach rechts: Wasser- und Bierflasche, Bierglas, Brille, Hand und Buch meines Mannes. Die Seiten des Buches hat er verklammert, damit der Wind sie nicht umblättert.
Blatt 3: links ein Metallschälchen mit Zitronenstücken, die ich mir immer fürs Wasser ausbitte. Rechts Kaffeetasse, Teller und Wasserglas.
Blatt 4: links Brotkorb, Wasserflasche und Schälchen mit Zitrone. Rechts zwei leere Kuchenteller mit Gabeln und ein Wasserglas.
Ihr wundert euch vielleicht, dass wir so oft essen gehen. Tatsächlich ist es nicht teurer als zu Haus, wenn man all die Nebenkosten mit einrechnet und an das stets zu viel Eingekaufte und am Ende Weggeworfene denkt – ganz abgesehen von der gesparten Arbeitszeit und dem Zugewinn an Lebensqualität.




deine skizzen gefallen mir gut.
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das freut mich! Ich mag dies Gekritzel grad auch sehr.
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Ein bißchen Miteinander und Geselligkeit und Abwechslung braucht der Mensch,
und in der Taverne, nicht weit vom Meer, ist es sicher gemütlichund ideal, um seine kreativen Ideen freien Lauf zu lassen.
Und diese Stimmung teilst Du wieder mit vielen Leser/innen in mancherlei Ländern.
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seinen
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Und was in der Zeitung steht, ist ja meistens nicht erfreulich.
Und was man meint, meint der Andere meistens nicht, weil jeder zu allem eine eigene – und meist andere – Eignung hat.
Aber was Du zeichnest und malst, ist wohltuend und erfrischend
und manchmal auch fast kindlich-naiv,
sicher so gewollt.
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andere Meinung hat
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Gehe gerne essen, zuhause is(s)t man ja immer.
Meine Frau mag das nicht so oder lieber selten, glaube ihre Gründe zu kennen.
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Ich esse auch gern zu Hause, weil nicht ich, sondern mein Mann kocht. Aber genauso gerne esse ich in der Taverne, weil ich es mag, unter Menschen zu sein. Wir leben ja sehr abgeschieden von der Welt.
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Man sieht immer Leute. Ich mag auch Konversation. Meine Frau sagt dazu „Smalltalk“, aber ich sehe das anders.
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„Tatsächlich ist es nicht teurer als zu Haus, wenn man all die Nebenkosten mit einrechnet…“
Eigentlich mathematisch nicht zutreffend, denn das müsste ja auch für den Wirt gelten. Und der muss auch noch Personal bezahlen bzw für die verwandschadtlichen Hilfen aufkommen.
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Ja, das stimmt natürlich. Aber im Lokal haben sie eine ganz andere Organisation. Wie genau ihre Kosten sich aufteilen, weiß ich nicht, ich weiß aber, was mich der Einkauf kostet, und ich kann meine Nebenkosten überschlagen, also Strom, Wasser und Abwasser, das Benzin für den Einkauf in der Stadt. Hinzu kommt der Zeitaufwand fürs Einkaufen, Einräumen, Kochen, Tischdecken, Abräumen, Abwaschen. All diese Kosten kann ich mit der Rechnung in der Taverne vergleichen und feststellen: es ist nicht teurer.
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