Dienstags-Drabble: Kata-strophisches vom Yak

Die Wörter, die Wortman für das heutige Drabble vorgegeben hat und die in einem Text von genau 100 Wörtern zu bedienen sind,  sind

Kulisse – gedeihen – Yak.

Mein kata-strophisches Reimgedicht ist natürlich frei erfunden, doch wurden Yaks  tatsächlich im Zirkus gehalten.

 

Der Zirkus-Yak

Wenn der Yak aus der Kulisse schreitet

Bricht das Publikum in Jubel aus

Doch für ihn ist es, als weitet

Sich der Horizont, fast wie zu Haus.

*

und er blinzelt mit den trüben Augen

Dann hinauf zum hohen Zirkuszelt

denn er möchte all die Bilder saugen

Die er weiß von damals, als die Welt

*

Noch ihm ganz gehörte. Und er stolz

Mit den Freunden durch die Berge streifte

Wenn im Frühjahr Eis und Schnee zerschmolz

und das Gras gedieh, das weiß bereifte.

*

Schwer geht sein Atem, denn ihm ist zu warm

Und er grunzt und brüllt sein „Gott erbarm“.

 

 

Für die zweite Illustration benutzte ich Legematerial, das mir einst Sabine (Lyrifant) schenkte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Avatar von Unbekannt

About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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16 Responses to Dienstags-Drabble: Kata-strophisches vom Yak

  1. Zu warm?!
    Jetzt glauben schon Yaks daran. Jedenfalls, auf ihren Ursprungsweiden gab es das nicht.

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  2. Avatar von Christiane Christiane sagt:

    Sehr beeindruckend und nachdenklich. Beim Lesen hatte ich eine Assoziation zu Rilkes „Panther“. Armer Yak.
    (Sag mal, magst du vielleicht zum Wörterspenden vorbeikommen, auf dass die Auswahl für alle, die mitschreiben, größer wird?)
    Vormittagskaffeegrüße ☁️🎶💻☕

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  3. Avatar von m.mama m.mama sagt:

    Wie traurig und schön. Tiere sollten niemals zu Zirkusattraktionen verkommen

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  4. Avatar von Wortman Wortman sagt:

    Diese schönen Zeiten kommen nicht wieder.

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  5. Avatar von Myriade Myriade sagt:

    Oh ja, das erinnert ganz deutlich an den Panther, hinter tausend Stäben keine Welt

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  6. Avatar von steinegarten steinegarten sagt:

    Sehr schön illustriert und die traurige Stimmung im Zirkuszelt /Zoo eingesperrter Tiere (und ihrem eigentlichen Lebensraum entrissenen) wiedergegeben …

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  7. Ich wußte nicht, daß es Yaks im Zirkus gab. Als was und wie traten sie denn auf?
    Ich kann es mir gar nicht vorstellen. Kein Yak passt in einen Zirkus und bei anderen Tieren habe ich auch keine guten Gefühle, Gerda

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    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Sie wurden wohl als Zootiere gehalten und dann vorgeführt. Keine Kunststücke oder dergleichen. Ich las davon. Inzwischen leben wilde Yaks nur noch in China, und ein paar in den angrenzenden sehr hohen Gebirgen. Sie lieben die KÄlte und halten bis zu 40 Grad unter Null aus. In weiten Teilen Asiens wird eine zahme Art als Nutztiere gehalten. es gibt sogar Hybride, also Kreuzungen mit Kühen. Zahme Tiere werden bis heute im Tiergarten Hellabrunn in München, aber auch in britischen und US-Tiergärten gehalten.

      Viel weiß ich nicht über diese urwüchsigen Tiere. ich fragte Google nach der Form der Zurschaustellung und erhielt folgende Antwort:

      Wo Yaks zur Schau gestellt wurden und werden

      • In Zoos und Tierparks: Seit dem 19. Jahrhundert gehören Yaks zu den beliebten Tieren in europäischen Zoos. Große Parks wie der Tierpark Hagenbeck in Hamburg stellten schon früh exotische Tiere aus, darunter auch seltene weiße Yaks. Auch heute kann man Hausyaks in vielen modernen zoologischen Gärten wie dem Zoo Zürich oder dem Tierpark Stadt Haag bewundern. [1, 2, 3, 4, 5]
      • Historische Völkerschauen: Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert organisierten Impresarios wie Carl Hagenbeck sogenannte „Völkerschauen“. Dabei wurden Menschen aus fernen Ländern (wie Tibeter oder Mongolen) zusammen mit ihrer typischen Heimat-Tierwelt – und damit oft auch mit Yaks – in Europa wie Kulissen ausgestellt. [1, 2, 3, 4, 5]
      • Zirkusse: Früher führten auch klassische Wanderausstellungen und Zirkusse vereinzelt Yaks als exotische Attraktionen in ihren Tierschauen mit. [1, 2]
      • Landwirtschaftliche Messen und Zuchtschauen: Da das Hausyak mittlerweile auch in Europa (z. B. in Deutschland, Österreich und der Schweiz) als Nutztier zur Fleisch- und Wollgewinnung gezüchtet wird, gibt es heute regelmäßig Zurschaustellungen auf Agrarmessen und speziellen Zuchtschauen

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