O ihr Götter! Herrlich seid ihr, und die Menschen wussten euch darzustellen. Am schönsten gelang es wohl Praxiteles mit dem Hermes (ca 320 v. Chr), der mit der einen Gesichtshälfte lächelt, mit der anderen so traurig aussieht, dass man das Schlimmste für die Entwicklung der Welt erwarten darf. Auf dem Arm hält er den neu geborenen Dionysos (den „zweimal Geborenen“).
So schrieb ich an einem Tag wie diesem, im Jahr 2017 und präsentierte dazu als Beleg den von Praxiteles aus dem Marmor herausgeschmeichelten Gott als Foto, aufgenommen im Museum von Olympia. An einem Tag wie diesem. Am 24. Mai 2017.

Neun Jahre sind seither schon vergangen? O weh! Wieviele schwere Lasten haben die Menschen seither auf den Schultern geschleppt, um sich und uns am Leben zu erhalten!

Wieviele Siege wurden verkündet – und waren dann keine! Waren nicht mehr als eine zerbrochene Frauenfigur in zerrissenem Kleid.

Und dennoch: Haben wir nicht alle Siege überstanden und überlebt? Möge es auch in Zukunft so sein!

Olympia steht schon seit Jahren auf meinem Plan für endlich wieder mal Urlaub in Griechenland und deine schönen Bilder sind eine große Motivation dazu! Danke
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Wozu sind Narrative da? Zum Verkünden.
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von welchem Narrativ sprichst du, Gerhard?
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Diese Fraufigur mit dem wundervollen Faltenwurf und dem zerstörten Oberkörper…
Ist sie etwa ein Symbol für unsere Zeit, liebe Gerda?
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sie ist eine Nike (Siegesgöttin) und für mich ein Symbol dessen, was man in Kriegen “Sieg“ nennt.
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und ein Sieg ist immer auch Verlust…
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Ja, auf beiden Seiten, man betrachte nur das Schicksal der sog. Siegermächte. Fast alle verloren ihre vorherige Ausdehnung und fielen verarmt und mit tiefen Wunden in die nationalen Grenzen zurück.
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Und die zeit heilt leider nicht alle wunden…
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