Tagebuch der Lustbarkeiten: Lichtkringelbestickte Steine (kleine Beobachtungen)

Wann man die Gelegenheit hat, dem Spiel der Lichtkringel auf den Steinen im Meer zuzuschauen, kann es einem vorkommen, als werde man Zeuge der Entstehung neuer Steinmuster.

Tatsächlich gibt es hier überall graue runde Steine mit weißen Lineamenten. Diese Linien aber sind Lichtkringel, die über das flache Meereswasser hinspielen und den Steinen bewegliche Lichtmuster verpassen.

Diese Muster beobachtete ich heute an einem Küstenabschnitt, wo dicke Felsbrocken ins Meer gestürzt sind und sich die hereinströmenden Wellen, spielerisch hin und her schwappend, einen Ausweg suchen.

 

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About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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16 Responses to Tagebuch der Lustbarkeiten: Lichtkringelbestickte Steine (kleine Beobachtungen)

  1. Avatar von hanneweb hanneweb sagt:

    Wünschte mir vor allem wegen unserem seit langem nur noch trüben Wetter solche Gelegenheiten auch so sehr, Gerda und genieße deshalb fiesen Anblick der im Wasser wunderschöne Muster malenden Sonne umso mehr, auch wenn es im Grunde „nur“ ein physikalischer Vorgang ist!!!🤗

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  2. Das sind wieder sehr naturschöne Bilder. Selbst in der fotografischen Fixierung laden sie zur kontemplativen Betrachtung ein. 🙂

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    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Danke dir, Joachim. Dort zu sitzen und zu schauen ist Meditation pur. In der Fixierung geht ein Großteil der Faszination verloren, aber so ist es nun einmal: wir möchten festhalten, uns vergewissern, und haben wenig Vertrauen in den stetigen Wandel. Der Wandel überfordert unser Denken, obgleich er sich an/in uns ständig vollzieht.

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  3. Das ist ja unfaßbar schön, Gerda!🩵

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  4. Avatar von Myriade Myriade sagt:

    Sehr schön, die leicht fließenden Wellen über den Steinen …

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  5. Eine gar zauberhafte Lustbarkeit ist das. Ein Thema mit unendlich vielen Variationen, an denen ich mich jeweils kaum sattsehen kann. So ein Spiel der Lichtkringel auf den Steinen hat für mich auch eine musikalische Qualität. Ein lebensfroher Tanz in immer neuen Variationen. Bei den Fotos wird allerdings auch ein wesentlicher Unterschied offenbar. Denn diese haben ihren eigenen Zauber. Man geht zwar der besonderen Atmosphäre des Erlebnisses in natura verlustig – aber man gewinnt im Gegenzug die Gelegenheit, ein bestimmtes Muster ausgiebig und im Detail zu beschauen. Und das ist ja nun wiederum auch eine Lustbarkeit – das heißt ein Fragment der einen Lustbarkeit wird zu einer vollständigen neuen Lustbarkeit. Eine vergleichbare musikalische Momentaufnahme hingegen wäre ein aus dem größeren Kontext gerissener und damit sinnlos wirkender Klangfetzen. Deine Bilder hier aber zeigen Vollkommenheit – obwohl sie ja recht eigentlich sowohl räumlich als auch zeitlich aus einem größeren Kontext „herausgerissen“ sind. Erstaunlich.
    Mit einem herzlichen Abendgruß 🐻

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    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Danke für deinen mitklingenden Kommentar. Es freut mich, dass du dem „Anhalten“ der Bewegung etwas abgewinnen konntest. Musikalisch sind diese Lichtwellenspiele, ja, denn die ständige variantenreiche Bewegung ohne je still zu stehen gleicht sehr der Musik, und so höre auch ich Musik beim Betrachten dieser Spiele. Und wie in der Musik, wo ich manchmal einen besonders innigen Klang festhalten und nicht gehen lassen möchte, so gehts auch mit den Lichtwellenspielen. Aber sie gehen, sie wandeln sich, sie bezaubern mit immer neuen Variationen, und niemals lassen sie sich fassen.

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  6. wie wunderbar, dieses licht-wasser-stein-zusammenspiel ist einfach herrlich! lichtblicke im deutschen dezember. 🙂 danke und liebe grüße! diana

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