Tagebuch der Lustbarkeiten: Mauerwerk bewundern (Backstein)

Am Hafen von Kalamata steht ein riesiges kaputtes Fabrikgebäude, die Fenster leer, im Erdgeschoss ein Holzlager und allerlei Undefinierbares. Die irgendwann man begonnene Renovierung wurde längst aufgegeben.

Als ich heute die Gasse daneben entlangmarschierte, freute ich mich an den leuchtenden Farbflächen, mit denen der graue Zement teilweise bedeckt ist. Weiße Felder zeigen den vergeblichen Kampf gegen Sprayer an. Sie schreien geradezu nach neuen Eintragungen!

Daneben kam ein Stück altes Mauerwerk zum Vorschein. Solche alte Mauerkunst fasziniert mich. Ich liebe alles daran: die Farben, das unregelmäßige Muster, die raue Oberfläche, die kleinen Unebenheiten und Überraschungen, ich sehe die Maurer vor mir und denke darüber nach, woraus der Backstein eigentlich besteht und wie er hergestellt wurde.

Im internet finde ich dazu dann auch eine Antwort: Die Geschichte des Backsteins

 

 

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About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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10 Responses to Tagebuch der Lustbarkeiten: Mauerwerk bewundern (Backstein)

  1. Wenn ich Mauern aufgegebener Häuser betrachte, muss ich immer an die Maurer denken, die mit ihrer täglichen Arbeit etwas errichtet haben, was mal genutzt werden sollte. Das hat etwas Hoffnungsvolles, auf die Zukunft Zielendes. Der irgendwann einsetzende Verfall macht mich traurig. Besonders nachträglich zugemauerte Eingänge oder Fenster. Danke fürs Zeigen dieser ungewöhnlichen Backsteine.

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    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Danke, Jules. Bei „zugemauerte Fenster“ fällt mir die Ostberliner Wohnung eines Bekannten ein, die ich 1964 besuchte. Die Fenster gingen auf die Mauer – und wurden zugemauert, damit man von dort nicht „nach drüben“ schauen konnte.

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  2. Ja, der Ton gehört zu den ganz alten, bewährten und gut isolierenden Baumaterialen. Getrocknete Lehmziegel oder, vermutlich noch älter, ein Holzgeflecht mit Lehm verschmiert, das waren sicher mit die Ältesten für länger gedachten Bauwerke der Menschheit. Später kam der gebrannte Ton hinzu. Und seither heißt es im Kinderlied bekanntlich: „Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein!“

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  3. Die Geschichte des Backsteins reicht zurück bis 6.000 v. Chr. – damit zählt er zu den ältesten Baustoffen der Menschheit. Habe ich eben nachgelesen und staune. Für ganz so alt hätte ich sie nicht gehalten…

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  4. Es ist ein richtig guter Baustoff, der sehr lange hält und wiederverwendet und dann auch noch gut recycled werden kann. Top!👍

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  5. Avatar von Johanna Johanna sagt:

    Schön in allen Varianten. Das Letzte erinnert an ein Gemälde von Dir!

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