Maske im Atelier (9), mit Clown vor dem Drachen

Noch einmal die antike Theatermaske mit der Clownsmaske, aber in neuer Konstellation: Ich habe sie vor einen sechseckigen Drachen gestellt, wie man sie hier am „Reinen Montag“ steigen lässt:

Morgen macht die Zeichenschule wieder auf, da werde ich die Maske zurückgeben.

Heute zeichnete ich auf einem neu gekauften Karton, der eine sehr raue Oberfläche hat. Mir hat der Effekt gefallen, auch wenn das Zeichnen dadurch etwas erschwert war.

Hier noch mal alle Masken-Bilder im Überblick:

Ich hoffe, auch ihr hattet euren Spaß mit den wechselnden Szenerien, die noch unbekannte Geschichten illustrieren. Wer weiß, vielleicht wird ja doch noch mal eine Erzählung draus.

Avatar von Unbekannt

About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Commedia dell'Arte, Fotografie, Kunst, Leben, Meine Kunst, Skulptur, Zeichnung abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Responses to Maske im Atelier (9), mit Clown vor dem Drachen

  1. Das ist wieder eine sehr ausdrucksvolle Zeichnung. Die Maske ist wohl die eines gerade Verstorbenen. Das Leben hat ihn tief geprägt und dies nun noch deutlicher hervortreten lassen. Die Schelmenmaske liegt daneben. Ein Auge liegt im Schatten, das andere aber ist umso wacher und liebevoll.😊🩷

    Like

  2. Avatar von Verwandlerin Verwandlerin sagt:

    Der Kontrast, der durch die gegensätzlichen Masken entsteht, ist sehr reizvoll.

    Like

  3. Avatar von Mitzi Irsaj Mitzi Irsaj sagt:

    Faszinierend die verschiedenen Szenen, Hintergründe und Wirkungen. Die Reihe mit der Nase hat mir sehr gefallen.

    Like

  4. Avatar von Elsbeth Elsbeth sagt:

    Moin, Gerda ! das ist mal wieder (!!) sehr spannend: Maske(n) und ihre Sprache(n), die in je verschiedener, von dir arrangierter Umgebung, so viel-„sprechend“ wechseln.

    Mich hat immer fasiziniert, dass das lateinische Wort für Make „persona“ist, folglich das, was hindurch(per) „tönt“(sonare).Und was wir mit unserem Wort“Person“ eigentlich ausdrücken!
    Eine lange, interessante Geschichte existiert in puncto Maske und Sakral- Bereich.
    In vielen Kulturen!Und da das Theater (nicht nur im antiken Hellas, denke ich) zunächst im sakralen Kultus sich entwickelt, existiert hier die Maske lange ! Bishin zu Max Frisch, „Die chinesische Mauer“, z.B. Na, und dann natürlich die Maske in der riesigen Welt der Komödie, von Aristophanes über die Narren bei Shakespeare u.u. über Masken-und Verkleidungfeste bishin zum Circusclown. Die heilsame Wirkung der Clowns-Maske durch Witz, Ironie und Humor!! Mit konkreter, heilsamer Wirkung, wie man aus Einsätzen in Kinderkliniken und Altenheimen weiß.
    Das Spiel mit veränderten Perspektiven, verblüffenden Überraschungen, scheinbare Gewissheiten ins Wackeln zu bringen, mit Mehrdeutigkeiten zu jonglieren, ist offensichtlich etwas Überkulturelles, Tiefmenschliches.

    Mir gefällt deine 1.Maskenzeichnung hier am besten. Aber auch die Versionen von Samstag und Donnerstag!!

    Like

    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Ganz herzlichen Dank mal wieder für deinen weit ausholenden Kommentar, liebe Elsbeth, der so voller neuer Anregungen ist! Da hätte ich jetzt gleich Lust, eine neue Serie zu zeichnen! Wie du als Griechisch-Kennerin weißt. ist das griechische Wort prosopo (Gesicht, Person) das, was vor dem „opi“, dem Loch der Pupille liegt, durch das mensch in die Welt hinausschaut. Vor dieses Gesicht hält er dann im Theater noch eine künstliche, die Prosopeia (Maske), hinter der er verschwindet und durch die er jetzt mit der Stimme der fremden Individualität spricht, der die Maske als Gesicht dient.

      Die Welt sieht die Maske (das Gesicht, das Vorgezeigte, Dargestellte), nicht das Dahinterliegende, das als eigenständige unerkannte aktive Kraft durch die Maske hindurch wirkt. Und so soll es im Theater auch sein. Im Leben aber?

      Bei meinem Zeichnen (auch der antiken Köpfe) bemerkte ich, dass ich niemals den „Archetyp“ so stehen lasse, wie er abgebildet ist, sondern immer nach einem individuellen Ausdruck suche. Selbst der Clown wird mir nicht zum Archetyp Clown, sondern ein ganz bestimmter, mit einem eigenen Schicksal und Charakter. Ich denke, das ist das „Moderne“ an meiner Art zu zeichnen, denn wir Heutigen sind ums Verstehen des Individuellen bemüht, während es den „Alten“ ums Allgemeine und Beispielhafte ging.

      Like

  5. Meine Meinung nach bist Du von Bild zu Bild, von Zeichnung zu Zeichnung immer besser und intensiver geworden, liebe Gerda!

    Like

    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Danke dir. Ich weiß nicht, ob das so stimmt, aber insgesamt macht die Übung bekanntlich den Meister. Ich habe meinen Spaß und lerne bei jeder Zeichnung was zu. Dumm nur, dass ich bei der nächsten dann von vorne lernen muss, denn da gibt es neue Schwierigkeiten. 😉

      Like

  6. Schwierigkeiten meisterst Du doch gerne, Gerda 🙂

    Gefällt 1 Person

  7. *lach*, so dachte ich es mir 🙂

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu gkazakou Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..