Tagebuch der Lustbarkeiten: von Hunden, Gingkobäumen, Kindergeburtstag und Schwimmen im Meer.

Der Tag war reich an Lustbarkeiten: Bekanntschaft mit einem kleinen Hund, Gingko-Plantage entdecken, Schwimmen im bewegten Meer, Tavernenessen mit Kindergeburtstag.

Aber ach, das Hundchen war angekettet, um den Garten des Bekannten von Sotiris zu bewachen, der mir mit dem Garten hilft. Ich wollte Sotiris etwas fragen, fand aber nur den kleinen weißen Wicht vor, der sich vor Freude über meinen unangemeldeten Besuch kaum zu fassen wusste. Ich freute mich auch über die neue Bekanntschaft, zumal ich grad vorher nach Max, einem anderen Hundefreund, geschaut hatte und ihn nicht mehr in seinem Gehege samt Hütte vorfand.

Er war zuletzt schon sehr langsam geworden, ging kaum noch aus seiner Hütte raus. Er wird wohl das Zeitliche gesegnet haben. Seine Frau liebte ihn, fütterte ihn gut, aber er durfte niemals spazieren gehen. Zu gefährlich! Und so hatte er als Gesellschaft nur die Katzen, die frei aus und eingehen können.

Dieser kleine zärtliche Weiße nun mit dem abgeknickten Ohr ist noch namenlos. Ich werde morgen erneut vorbeischauen, vielleicht finde ich seinen Besitzer und erfahre, wie er heißt und was er mit ihm vorhat.

Ich ging dann noch ein bisschen in das Gartengelände hinein und entdeckte zu meinem Erstaunen eine ganze Reihe von Ginkgo-Bäumchen in Töpfen. Durch Goethes Gedicht „Gingko Biloba“ (hier im Goethegarten, Palmengarten Frankfurt) ist mir dieser Baum mit der besonderen Blattform besonders ans Herz gewachsen. Diese hier dürften schon ein paar Jahre alt sein. (Zu Beginn wächst ein junger Ginkgo recht schnell. Innerhalb von 5 bis 6 Jahren können Ginkgos eine Höhe von 2 bis drei Metern erreichen. Danach wächst der Baum langsamer. Erst nach etwa 50 Jahren entfaltet er seine ganze Pracht“, lese ich hier.)

Überdacht war das Ganze mit einer Plane, die ein reizvolles Fotomotiv bildete.

Den Rest überlasse ich deiner Fantasie. Auf  der Kindergeburtstagsparty konnte ich schöne Portraitfotos machen – aber die mag/soll/darf/kann ich hier nicht zeigen.  Und das Meer? Nun, das sah ungefähr so wie auf dem Foto aus. Wenn ich drin schwimme,  kommt mir immer irgendeine Melodie in den Sinn, und die singe ich dann, auf dem Rücken treibend, und lasse mich schaukeln.

Avatar von Unbekannt

About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Fotografie, Leben, Natur, Psyche, Tagebuch der Lustbarkeiten, Tiere, Vom Meere abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

16 Responses to Tagebuch der Lustbarkeiten: von Hunden, Gingkobäumen, Kindergeburtstag und Schwimmen im Meer.

  1. Avatar von Myriade Myriade sagt:

    Ginkgos sind großartige Bäume ! Ich habe einen im Topf vor meinem Küchenfenster stehen und finde ihn zu jeder Jahreszeit wunderschön, am meisten aber in goldgelb im Herbst …

    Like

  2. Herrlich, Gerda. Das muß ich noch ein paarmal „teilen“…

    Like

  3. Ich habe es nur privat weitergegeben.

    Like

  4. Avatar von hanneweb hanneweb sagt:

    Das liest sich so schön, liebe Gerda und alleine schon die Möglichkeit im Meer zu schwimmen… Ein Traum!
    Der Glücksbaum Gingko wächst auch bei mir in verschiedenen Größen im Garten, auch weil mich die Blätter vor allem nach Regen wegen dem Lotuseffekt so faszinieren.
    Liebe Grüße, Hanne

    Gefällt 1 Person

  5. Avatar von Holger Holger sagt:

    Hunde sind in der griechischen Mythologie sehr bedeutsam, meist in der Eigenschaft als Jagdhunde. Beispielsweise befinden sich zwei Jagdhunde im Gefolge des Jägers Orion. Viele Jagdhunde hatte auch Aktaion, der war darüber schließlich jedoch nicht wirklich glücklich -> https://www.mythologie-antike.com/t422-aktaion-mythologie-wurde-von-seinen-jagdhunden-zerfleischt

    Like

  6. Avatar von Gazelle3 afrikafrau sagt:

    Danke für deinen erfrischenden Beitrag – schönen Sonntags Ausklang

    Like

  7. Goethes Gingko Biloba soll im Schloßgarten Heidelbergs entstanden sein.
    Er hätte mal nach Weinheim gesollt, es ist ja von HD nicht weit entfernt, da stehen mehrere Gingkos und einer ist schöner als der andere.
    Im Herbst finde ich sie auch am allerschönsten. Wenn die gelben Blätter dann zu Boden fallen, ist es wie ein großer groldener Teppich, den die Natur für uns ausgelegt hat.

    Like

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..