Matrix

Johnny und Jenny hatten kein langes Eigenleben.

Sie lösten sich in ihre Bestandteile auf und gebaren sich aufs Neue – als Fünflinge.

Sie verhalten sich so ähnlich wie meine Katzen. Erst war es eine, nun sind es sieben (eine fehlt noch immer). Ich weiß ja nicht, was du als erstes siehst, wenn du die Tür öffnest. Bei uns ist es dieser Anblick:

Die Matrix (lat. Muttertier), aus der sie entsprungen sind, ist weiterhin sehr produktiv: sie liefert, je nach Milieu und Deutung, neue Gestalten, die dann ein Eigenleben beginnen, so wie diese zwei:

Also, die Matrix, das ist eine gefaltete Katalog-Karte, aus der ich in einem nachlässigen Moment Formen schnitt. Legt man sie auf bunte Bilder, entwickelt sich neues Leben. Links noch undefiniert, rechts mit ausgeprägtem Charakter. Dafür reichen Punkte und Striche für Augen und Mund.

Schier unerschöpflich ist die Produktivität der Matrix.

Wenn sie sich vermischt mit zuvor Entstandenem, bilden sich aus den Schnittmengen unzählige neue Gestalten. 

Zugegeben: die Katzen sind hübscher. Aber wer weiß, was uns die künstliche Intelligenz noch für Wesen aus der alten Matrix schaffen wird!

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Kunst, Leben, Malerei, Materialien, Meine Kunst, Scherenschnitt abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

13 Antworten zu Matrix

  1. Gisela Benseler schreibt:

    Oh die Katzen sind alle allerliebst, jede wieder anders. Und alle fühlen sich bei Euch willkommen!
    Die andere Vielfalt muß nicht gefüttert werden. Aber wollen wir dies Spiel endlos fortsetzen?

    Like

  2. afrikafrau schreibt:

    Eine wunderbare Begrüßung , mit der der Tag beginnt.

    Like

  3. Mitzi Irsaj schreibt:

    Schöne Matrix-Schnippsel mit schier unendlichen Möglichkeiten. Mindestens genauso schön, aber ganz anders, die Besucher vor der Türe. Weihnachten verbrachte ich mit einer Katze auf dem Schoß und zweien neben mir. An Gemütlichkeit kaum zu übertreffen.

    Like

    • gkazakou schreibt:

      Meine sind leider immer noch scheu. Eine lässt sich gern streicheln, sie kommt auch ins Haus, passt aber höllisch auf, dass die Tür offen bleibt, und reagiert panisch, wenn ich sie versuchsweise schließe. Ich würde sie gern auf die Couch einladen….

      Gefällt 1 Person

  4. Lopadistory schreibt:

    Katzen und Griechenland gehören seit unserer Reise für mich zusammen …

    Like

  5. Ach, Gerda, Dein Humor ist köstlich und dann die hübschen Katzen, sechse an der Zahl, auch wenn es sieben sein sollten…

    Like

  6. Und die Ungewissheit bleibt, was ihm wohl passiert sein kann

    Like

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..