Dora zum SiebtenVierten: Mama Prinkipessa

Prinkipessa erscheint zu regelmäßigen Zeiten im Hausflur, um gefüttert zu werden. Dora eilt sofort hin, um sie mit Leckereien zu überschütten.“Komm, friss!“ ruft Dora und preist ihr Futter an. „Du musst fressen, damit deine Kinder groß werden! Außerdem musst auch du kräftig sein!“ So lockt Dora ihre scheue Katzenfreundin, doch die schaut sorgenvoll in die andere Richtung …. dahin, wo ihre Kleinen sind.

Denn es stimmt, Prinkipessa hat wieder Junge. Vor etwa zwei Wochen hat sie sie geboren. Wo? Das verriet sie nicht mal Dora. Wir sahen sie in verschiedene Richtungen verschwinden. Einmal brauchten wir trockenes Holz für den Kamin, machten die Eisentür zum Holzschuppen auf, da faucht uns Prinkipessa an. Aha, sie ist hochschwanger durchs Fensterchen gesprungen und hat sich da drinnen eingerichtet, wie schon einmal.  Am nächsten Tag mauzt es aus den Nachbarschuppen mit der höheren Eisentür. Nanu? Hat sie die Jungen am Schlawittchen gepackt und sie hoch-runter-hoch-runter geschleppt,  damit sie sicher sind? So sieht es aus.

zweites Quartier  ——————————————————— erstes Quartier

Wie würde es weitergehen? Vom Boden zum Fenster der Eisentür sind es etwa 1.70 m. Die Kleinen würden es nicht schaffen, da rauszukommen. Sollten sie etwa ihre Kindheit hinter dieser Tür verbringen? Wäre es klug, die Tür einen Spalt zu öffnen, damit sie heraus können? Aber das war letztesmal der Grund für die Metzelei, der fünf von sechs Kleinen zum Opfer fielen. Das möchte ich nicht noch mal erleben. Also ließen wir die Finger von der Tür. Mama Prinkipessa würde schon wissen, so hofften wir, wie mit der Situation zu verfahren sei.

So war es dann auch. Vorhin kam Dora angerannt und flüsterte: „Ich habe sie gesehen!“ Ich schlich hinter Dora her und sah …, nun, ich sah nur das Köpfchen von Prinkipessa, verbarrikadiert hinter dem Efeu an der Terrassenmauer, machte einen schnellen Schnappschuss und hoffe nun, dass sie die Kleinen nicht erneut durch die Gegend schleppt. Wie viele es wohl diesmal sind?

Zu dumm, dass wir nun für ein paar Tage nach Athen müssen. Fürs Füttern haben wir gesorgt. Aber werde ich die Jungen sehen, wenn wir wiederkommen? Oder wird Kater Nabucco, der schon singend und auf Freiersfüßen durch den Garten zog, oder wer es sonst war, auch diese Jungen umbringen? Bitte nicht!

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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10 Antworten zu Dora zum SiebtenVierten: Mama Prinkipessa

  1. Gisela Benseler schreibt:

    Wie schön! Und doch voller Gefahr. Mögen Mutter und Kinder beschützt bleiben!

    Gefällt 4 Personen

  2. Alexander Carmele schreibt:

    Welch schöne Geschichte. Nun macht man sich allenthalben Sorgen um die Kleinen und das Wohlergehen Prinkipessas! Katzen haben uns so viel zu lehren. Ein wirklich schöner Post, liebe Gerda!

    Gefällt 3 Personen

  3. Sie sind beschützt❣️🍀🍀🍀🍀🍀🍀Ihre Mama PRINKIPESSA passt mit Adleraugen auf!!!!

    Gefällt 2 Personen

  4. sonnenspirit schreibt:

    Vielleicht passt der Kater nicht durchs Fensterchen…Meine hat ihre Kinder mal aufs Dach geschleppt, als wir eine Nacht fort waren…das war nicht die beste Idee. Aber lass sie in Ruhe, sonst fühlt sie sich wieder genötigt, umzuziehen…viel viel viel Glück diesmal für die Kleinen!

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  5. Ach, sie hat wieder Junge. Das ist schön und doch so sorgenvoll für die Frau Mama und Euch.
    Ich hoffe auch, daß sie diesmal überleben, die kleinen putzigen Kätzchen, liebe Gerda.
    Möge ein guter Geist sie beschützen.

    Gefällt 1 Person

    • gkazakou schreibt:

      Ja, denn wir können es nicht. Prinkipessa hat die Kleinen übrigens am Tag, als wir wegfuhren, schon wieder umquartiert, ich weiß nicht wohin. Ein Nachbar erzähllte uns, dass eine andere Frau dort in der Nähe zehn Katzen hat, und so ist es möglich, dass auch die kleine Pauline dort Unterschlupf fand. Sobald ich wieder in der Mani bin, werde ich dem nachgehen. Ich möchte Pauline, die „Überlebende“, so gerne wieder sehen.

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