Mani-Alltag: unterwegs nach Kalamata

Der Alltag besteht hier, wie überall, nicht nur aus Oh! und Ah! und ist das aber schön!, sondern aus all dem dazwischen, also Autofahren, um in die Stadt zu kommen, und dann Warten, während der Gatte einkauft, manchmal eine überfahrene Jungkatze vom Asphalt auflesen, immer Müll in die dafür vorgesehenen Container füllen – es gibt hier inzwischen drei Sorten: für Verpackungsmaterial jeder Art, für Glas jeder Art und für alles übrige; ferner gibt es an einigen wenigen Plätzen Automaten für Plastikflaschen, Container für Altöl, fürs Recyceln von Kleidung und Schuhen, ja es gibt sogar dank der privaten Aktion Re:Think große hölzerne Container für Gartenabfälle zwecks Kompostierung.

Da wir heute nach Kalamata fuhren, habe ich unterwegs an zwei Stellen (Apotheke, Bäckerei), während ich wartete, mal nicht gezeichnet, sondern geknipst, um die, wie ich finde, typische Mixtur aus Busch und Kraut, Bau und Asphalt einer griechischen Zersiedlungslandschaft zu zeigen. Die Bilder sind rein zufällig nach rechts, links, nah oder von fern gerangezoomt entstanden.

Ich finde ja, dass der Himmel und die gelegentlichen Ausblicke aufs Meer einem helfen,  bauliche Schandtaten einfach zu übersehen. Das tue ich meistens und nenne es „ausblenden“.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Alltag, Architektur, Fotografie, Leben, Serie "Mensch und Umwelt" abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Mani-Alltag: unterwegs nach Kalamata

  1. Das hört sich richtig gut an mit der Mülltrennung!

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  2. juergenkuester schreibt:

    Jetzt, wo ich die Photos sehe, bilde ich mir ein, dass die von Dir erstellten und gezeigten Zeichnungen der letzten Monate die Realität viel stärker noch als die Photos geglättet haben. Schon die Photos geben ja nicht mehr wieder wie Du es mit eigenen Augen gesehen hast. Und die in schwarz – weiß gehaltenen Photos verstärken bei mir in ihrer Reduzierung diesen Eindruck der Verfremdung noch.
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

  3. Ich würde es auch Ausblendung nennen, Gerda 🙂 und es ebenso machen…

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  4. Ohne Ausblenden geht es nicht!

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